Schick, Rudolf

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Schick, Rudolf

Prof. Dr. agr.
1951-1958 Professor mit Lehrstuhl für Züchtungsbiologie
1958-1969 Professor mit Lehrstuhl für Pflanzenzüchtung

Fakultät:
1951-1968 Landwirtschaftliche Fakultät
1968-1969 Sektion Meliorationswesen und Pflanzenproduktion
Institut:
Institut für landwirtschaftliche Biologie
Lehr- und Forschungsgebiete:
Kartoffel-, Futter- und Ölpflanzenzüchtung
Fachgebiet:
48 Land- und Forstwirtschaft

Lebensdaten:
geboren am 09.04.1905 in Berlin
gestorben am 13.09.1969 in Rostock
Familie:
Vater Georg Schick (1870-1932),  Ingenieur
Mutter Anna Schick (1876-1957), geb. Schaum
Sohn Prof. Dr. rer. nat. habil. Christoph Schick,  Professor für Angewandte Physik (Polymerphysik) an der Univ. Rostock (Link öffnen Link)

Kurzbiographie:
1923 Abitur, Berlin-Schöneberg
1923-1925 Landwirtschaftslehrling in Rosenhagen und auf der Insel Poel (auf dem Gut von Hans Lembke)
1925-1928 Landwirtschaftsstudium (u. a. bei Prof. Erwin Baur), Landwirtschaftliche Hochschule Berlin
1929-1936 Assistent, später Abteilungsleiter am Kaiser-Wilhelm-Institut für Züchtungsforschung in Müncheberg (Brandenburg), aus politischen Gründen entlassen
1930-1931 Forschungs- und Sammelreise durch Südamerika
1936-1945 Leiter der Saatzuchtwirtschaft Neu Buslar, Kr. Belgard (Pommern) (Gut von Hans Lembke)
1945-1948 stellv. Saatzuchtleiter auf dem Saatzuchthauptgut Malchow auf Poel
1948-1969 Aufbau und Direktor des Instituts für Pflanzenzüchtung Groß-Lüsewitz bei Rostock, 1948 Ernennung zum Professor durch die Deutsche Wirtschaftskommission
1951-1969 Professor an der Univ. Rostock (ab 1958 auf eigenen Wunsch nebenamtlich)
akademische Abschlüsse:
Studium 1928 Dipl.-Landwirt, Landwirtschaftliche Hochschule Berlin
Promotion 1929 Dr. agr., Landwirtschaftliche Hochschule Berlin
Titel der Arbeit: Kopplungen bei Antirrhinum majus.

akademische Selbstverwaltung:
1951-1958 Institutsdirektor
1953-1956 Dekan
1959-1965 Rektor
Funktionen:
1945-1948 kommissarischer Leiter für Pflanzenzüchtung und Saatguterzeugung in der Deutschen Saatgutgesellschaft, Schwerin
1951-1962 Sekretär der Sektion Pflanzenbau, Pflanzenzüchtung und Pflanzenschutz und der Sektion Landwirtschaftliches Versuchs- und Untersuchungswesen der DAL
1952-1967 Mitglied des erweiterten Präsidiums der DAL
1952-1953 Vorsitzender der DAL-Kommission zur Unterstützung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft
1952-1957 Vorsitzender des Bezirksvorstandes Rostock des Kulturbundes und Mitglied des Präsidialrates
1953-1959 1. Vorsitzender der Gewerkschaft Wissenschaft des Bezirkes Rostock und Mitglied des Zentralvorstands der Gewerkschaft Wissenschaft
1963-1969 Sekretär der Sektion Pflanzenzüchtung der DAL
1963-1966 Mitglied des Landwirtschaftsrates beim Ministerrat der DDR
ab 1963 Vizepräsident des Deutschen Kulturbundes
ab 1965 Vorsitzender des Wiss. Beirates für Landwirtschaftswissenschaften beim Staatssekretariat für das Hoch- und Fachschulwesen
ab 1966 Mitglied des Hoch- und Fachschulrates beim Staatssekretariat für das Hoch- und Fachschulwesen
1967-1969 Vorsitzender der DAL-Kommission für Pflanzenproduktion
1967-1969 Mitglied des Präsidiums der DAL
1968 Mitglied des Rates für landwirtschaftliche Produktion und Nahrungsgüterwirtschaft der DDR
Redaktionsmitglied der Zeitschrift "Der Züchter"
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
ab 1951 Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften Berlin (DAL)
Ehrungen:
1951 Nationalpreis II. Klasse (gemeinsam mit Hans Lembke)
1955 Fritz-Heckert-Medaille
1959 Vaterländischer Verdienstorden in Silber
1961 Johannes-R.-Becher-Medaille
1961 Banner der Arbeit
1962 Ehrennadel der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft in Gold
1964 Erwin-Baur-Medaille
1965 Ernst-Moritz-Arndt-Medaille
1965 Erinnerungsmedaille "20. Jahrestag Demokratische Bodenreform"
1965 Silberne Ehrennadel der Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse

Werke (Auswahl):
Die wichtigsten Viruskrankheiten der Kartoffel. Ihre Bedeutung für den Abbau und ihre Bekämpfung. Berlin 1935.
Gemeinsam mit Klinkowski, Maximilian: Die Kartoffel – Ein Handbuch. 2 Bände, Berlin 1961/1962.
Produktionsplanung und Sortenwahl bei Kartoffeln. Berlin 1961.

Quellen:
Personalakte Rudolf Schick, UAR
Schattenberg, Gerlinde; Spaar, Dieter: Rudolf Schick. Pflanzenzüchter und Hochschullehrer. Ein biographisches Portrait. Müncheberg 2000. (= Nr. 42 ZALF-Berichte) [inkl. Schriftenverzeichnis]
weitere Literatur:
Festschrift anlässlich des 100. Geburtstages von Prof. Dr. Rudolf Schick (1905-1969). Rostock 2005.
Rudolf Schick in memoriam. Berlin 1970. (= Sitzungsberichte Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften 18 (1969) 4)
Rudolf Schick - 80 Jahre. Vorträge gehalten auf der Gedenkveranstaltung der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR und der Wilhelm-Pieck-Universität Rostock anlässlich des 80. Geburtstages von Rudolf Schick am 9. April 1985 in Rostock. Groß Lüsewitz 1985.
Gerber, Theophil: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin. Bd. 2, 2. Aufl., Berlin 2004, S. 655-656.
Nachlaß Rudolf Schick. Bundesarchiv, Sig. N 2515. [inkl. Schriftenverzeichnis]
Deutsches Biographisches Archiv II 1143, 85; III 794, 374-378. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
03.03.2008, klabahn  /  29.08.2016, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Rudolf Schick" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002034
(abgerufen am 24.06.2017)