Moeller, Richard

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Langeintrag

Moeller, Richard

Dr. phil.
weitere Vornamen:
Wilhelm Ludwig
Lebensdaten:
geboren am 31.03.1890 in Rostock
gestorben am 16.12.1945 in Speziallager Fünfeichen (Neubrandenburg)
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Anton Moeller (1838-1903),  Rechtsanwalt
Mutter Antonia Moeller (1851-1931), geb. Piper

Kurzbiographie:
1907 Abitur, Rostock
1907-1913 Studium der Geschichte und Germanistik, Univ. München, Berlin und Rostock
1914-1933 Oberlehrer, Lyzeum Rostock
1915-1917 Teilnahme am Ersten Weltkrieg, als Kriegsbeschädigter 1917 entlassen, zuletzt Unteroffizier
1921-1932 Landtagsabgeordneter für die Deutsche Demokratische Partei (DDP), Mecklenburg-Schwerin
1926-1929 Justizminister und Minister für Unterricht, Kunst, geistliche und Medizinalangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Schwerin (mit kurzer Unterbrechung im Jahr 1927)
1932-1933 Landtagsabgeordneter (Mecklenburg) für die Bürgerliche Arbeitsgemeinschaft der Mitte (BAM)
1933 Entlassung aus dem Schuldienst durch die NSDAP
1933-1942 Privatgelehrter und Schriftsteller
1942-1945 Gymnasiallehrer, Neubrandenburg
1945 nach Kriegsende kurzzeitig Kurator der Univ. Rostock
1945 Juli-September: Ministerialdirektor der Abteilung Kultur und Volksbildung der Landesverwaltung Schwerin
1945 Verhaftung durch NKWD auf Grund der ab 1939 veröffentlichten "Geschichte Rußlands", Einlieferung in das NKWD-Lager Fünfeichen, dort an einer Krankheit verstorben
akademische Abschlüsse:
Promotion 1913 Dr. phil., Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Forschungen zur Geschichte von Kaisertum und Papsttum im Beginn des 14. Jahrhunderts.

Funktionen:
ab 1920 Vorsitzender der Ortsgruppe Rostock der DDP
1926-1929 stellv. Bevollmächtigter Mecklenburg-Schwerins beim Reichsrat
1926-1933 Landesvorsitzender Mecklenburg-Schwerin der DDP

Werke (Auswahl):
Widukind (Pseudonym): Geschichte des deutschen Volkes. Leipzig 1934.
Von Rurik bis Stalin. Wesen und Werden Rußlands. Leipzig 1939.
Rußland. Wesen und Werden. Neue veränderte Aufl. des Werkes "Von Rurik bis Stalin". Leipzig 1940, 4. Aufl. 1943.

Quellen:
Kasten, Bernd (Hg.): Richard Moeller – Lebenserinnerungen. Rostock 2010.
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Landesregierungen und Minister in Mecklenburg 1871-1952. Bremen 2012, S. 212-216.
weitere Literatur:
Deutsches Biographisches Archiv (DBA) II 903, 335-337; III 632, 64. (WBIS)
Biographisches Lexikon für Mecklenburg. Bd. 6, Rostock 2011, S. 212-214.
Moeller, Hans Christian: Letztes Lebenszeichen war ein Kassiber. Leben und Tod des Staatsministers Dr. phil Richard Moeller (31.3.1890-16.12.1945). In: Mecklenburg 48 (2006), Heft 7/8, S.34-35.
Wieden, Helge bei der: Moeller, Dr. phil., Richard Wilhelm Ludwig. In: Die mecklenburgischen Regierungen und Minister. Köln 1978, S. 50-52.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
10.01.2011, mglasow  /  04.06.2014, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Richard Moeller" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00000008
(abgerufen am 19.11.2017)