Thierfelder, Albert

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Thierfelder, Albert

 
1876-1908 o. Professor der Medizin/pathologische Anatomie

Dokument:

Ferdinand Albert Thierfelder, geboren am 26. Dezember 1842, war der jüngste Sohn des angesehenen Stadtphysikus von Meißen. Das Medizinstudium absolvierte er an den Universitäten Rostock und Leipzig, an letzterer erhielt er 1869 die Approbation als Arzt und wurde 1870 zum Dr. med. promoviert. Nach Assistententätigkeit an der Medizinischen Poliklinik und am Pathologischen Institut der Leipziger Universität gab er auf Anregung von Wagner (gest. 1888) ab 1872 einen Atlas der pathologischen Histologie heraus. Nach seinem im Jahr 1874 abgeschlossenem Habilitationsverfahren wurde er zur Jahreswende 1875/76 zum außerordentlichen Professor ernannt und am 28. Oktober 1876 als Ordinarius für pathologische Anatomie an die Universität Rostock berufen. Hier zeichnete er sich als unermüdlicher und gewissenhafter Lehrer aus, so daß ihm schließlich nach über dreißigjähriger Tätigkeit ein großer Teil der mecklenburgischen Ärzte, mit denen er nach Abschluß ihres Studiums verbunden blieb, ihr Grundwissen verdankte. 1884 vertrat er die Universität Rostock beim 300jährigen Jubiläum der Universität Edinburgh. 1884/85 war er Vorsitzender der Naturforschenden Gesellschaft in Rostock und wurde 1905 zum Geheimrat ernannt. Thierfelder starb in Rostock am 22. Januar 1908.

Werner Teichmann

aus: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 165.


eingestellt / geändert:
10.11.2010, klabahn  /  16.10.2018, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Albert Thierfelder" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00000434
(abgerufen am 07.12.2019)