Quittenbaum, Karl Friedrich

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Quittenbaum, Karl Friedrich

Prof.
1821-1831 ao. Professor der Medizin und Prosektor
1831-1852 o. Professor der Medizin/Anatomie

Dokument:

Geboren am 10. November 1793 in Oker bei Goslar, arbeitete Quittenbaum nach Medizinstudium und Promotion in Göttingen, wo sein Lehrer der Anatom und Chirurg Conrad Johann Martin Langenbeck (gest. 1851) war, zunächst als praktischer Arzt in Lüneburg, bis er 1821 als Professor für Anatomie und Chirurgie an die Universität Rostock berufen wurde. Im Jahr 1831 wurde er zum Ordinarius der "Arznei- und Wundarzneigelahrtheit" ernannt. Quittenbaum begann mit dem Anlegen einer anatomischen Präparatesammlung, die er 1833 der Universität schenkte und dafür zum Medizinalrat ernannt wurde; eine Reihe dieser Präparate befindet sich noch heute in der Sammlung des Anatomischen Instituts. Quittenbaums ausgezeichnete chirurgische Leistungen, die er in der Zeit vor Einführung von Anästhesie und Asepsis erbrachte, sind durch Veröffentlichungen belegt: Er hat als zweiter deutscher Chirurg 1834 und 1842 die Ovarektomie und als erster 1826 die Milzexstirpation gewagt. In Rostock war er der letzte "chirurgische Anatom", denn nach seinem Tod wurden die beiden Fachgebiete getrennt. Ein schwerer Unfall im Jahr 1835 und andere Krankheitszustände und Schwierigkeiten mit den Studenten sowie mangelnde Kontakt- und Anpassungsfähigkeit führten gegen Ende seines Leben zu ernsten Differenzen mit den Kollegen Strempel und Stannius, schließlich zum völligen Zerwürfnis mit der Fakultät. Quittenbaum starb in Rostock am 14. April 1852.

Werner Teichmann

aus: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 141.


eingestellt / geändert:
10.11.2010, klabahn  /  16.11.2017, btamm
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Karl Friedrich Quittenbaum" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00000501
(abgerufen am 20.11.2017)