Staude, Otto

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Staude, Otto

Prof.
1888-1928 o. Professor für Mathematik

Dokument:

Staude wurde am 27. März 1857 in Limbach bei Chemnitz geboren und wuchs in Zwickau auf. In Leipzig studierte er Mathematik bei Felix Klein, Carl Neumann und Wilhelm Scheibner und habilitierte sich 1883 an der Universität Breslau, wo er vier Jahre als Privatdozent blieb. Im Jahr 1887 wurde er als Professor für angewandte Mathematik an die deutsche Universität in Dorpat berufen. 1888 übernahm er den durch den Weggang von Johann Martin Krause freigewordenen Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Rostock. Hier entfaltete er eine umfangreiche Lehrtätigkeit, auch über Astronomie, die wegen der Klarheit seines Vortrags, der Gründlichkeit und Tiefe seiner Auffassung allgemein gerühmt wurde. 1919 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Darmstadt. In der Laudatio heißt es, daß die Ehrung im Hinblick auf die feinsinnigen funktionentheoretischen und analytischgeometrischen Untersuchungen erfolgte, durch die er ein der Anschauung schwer zugängliches Gebiet der Analysis geometrischer und kinematischer Anwendungen zugeführt habe. Weiterhin wurde seinen Lehrbüchern, die zur Verbreitung analytisch-geometrischer Kenntnisse wesentlich beigetragen haben, Anerkennung gezollt. Staude starb am 10. April 1928 in Rostock.

Wolfgang Engel

aus: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 182.


eingestellt / geändert:
10.11.2010, klabahn  /  04.08.2015, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Otto Staude" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00001126
(abgerufen am 16.12.2017)