Jungius, Joachim

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Jungius, Joachim

Prof.
1624-1625 Professor der Niederen Mathematik (rätlich)
1626-1629 Professor der Niederen Mathematik (rätlich)

Fakultät:
1624-1629 Philosophische Fakultät
Lehr- und Forschungsgebiete:
Chemie, Atomistik, Logik, Mathematik, Didaktik
Fachgebiet:
90 Gelehrte
44 Medizin

Namensvarianten:
Ioachimus Iungius, Junge, Jung
Lebensdaten:
geboren am 22.10.1587 in Lübeck
gestorben am 23.09.1657 in Hamburg
Konfession:
lutherisch
Familie:
Vater Nicolaus Junge (?-1589),  Schullehrer in Lübeck
Mutter Brigitta Nortmann, verw. Jungius, geb. Holdmann,  Tochter des Joachim Holdmann, Hauptpastor am Lübecker Dom
Ehefrau Katharina Jungius, geb. Havemann (?-1638),  Tochter des Valentin Havemann, Brauer in Rostock, ungeklärtes Verwandtschaftsverhältnis zum Rostocker Professor Simon Pauli des Jüngeren

Kurzbiographie:
bis 1605 Besuch des Katharineums, Lübeck
1606-1608 Studium der Metaphysik, später der Philosophie und Mathematik, Univ. Rostock, ab 1608 Univ. Gießen
1609-1614 Professor für Mathematik, Univ. Gießen
1614-1616 Aufenthalte in Augsburg und Lübeck zur Prüfung der Sprachtheorie des Schulreformers Wolfgang Ratke
1616-1619 Studium der Medizin, Univ. Rostock, ab 1618 Univ. Padua (Italien)
1621 Privatdozent und Wiederaufnahme an die Univ. Rostock
1622 praktizierender Arzt in Rostock
1624-1625 rätlicher Professor der Niederen Mathematik an der Univ. Rostock, die er nach Ausbruch der Pest in Rostock wieder verlässt
1625-1626 o. Professor der Medizin an der Univ. Helmstedt, deren Lehrbetrieb jedoch nach wenigen Wochen infolge der Unruhen des 30-jährigen Kriegs und eines Pestausbruchs eingestellt wird
1626-1629 rätlicher Professor der Niederen Mathematik, Univ. Rostock
1628 Flucht nach Lübeck vor der Besetzung Rostocks durch Wallenstein
1629-1657 Professor der Physik und Mathematik, ab ca. 1640 auch Professor der Logik am Akademischen Gymnasium zu Hamburg
akademische Abschlüsse:
Promotion 1608 Mag. art., Univ. Gießen
Promotion 1618 Dr. med., Univ. Padua

Funktionen:
1629-1657 Rektor des Akademischen Gymnasiums Hamburg
1629-1640 Rektor des Johanneums in Hamburg
1622 Gründer der "Societas Ereunetica sive Zetetica"
1628 Berater der Stadt Rostock zum Bau von Befestigungsanlagen
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
1622 Societas ereunetica sive zetetica
weitere Informationen:
Begründete mit der "Societas ereunetica sive zetetica" die erste naturwissenschaftliche Gesellschaft Deutschlands.

Werke (Auswahl):
Logica Hamburgensis, hoc est, Institutiones Logicae: In usum Schol, 6 Bde. Hamburg 1638.
Doxoscopiae physicae minores, sive isagoge physica doxoscopia: in qua praecipuae opiniones in physica examinantur. Hamburg 1662.
Harmonica theoretica. Hamburg 1678.
Schedarum fasciculus (ex fasce 87mo IIItius) inscriptus Germania Superior. Hamburg 1685.

Quellen:
Personalakte Joachim Jungius, UAR
Digitalisierter Nachlass von Joachim Jungius an der Universität Hamburg (Link öffnen externer Link)
weitere Literatur:
Der Briefwechsel des Joachim Jungius. Aufgrund der Vorarbeiten von Bernd Elsner bearb. und eingeleitet von Martin Rothkegel. Göttingen 2005.
Joachim Jungius (1587-1657) in seiner Zeit, für unsere Zeit. Wissenschaftliche Beiträge zur Joachim-Jungius-Ehrung Rostock 1987. Rostock 1988.
Kangro, Hans: Joachim Jungius' Experimente und Gedanken zur Begründung der Chemie als Wissenschaft. Ein Beitrag zur Geistesgeschichte des 17. Jahrhunderts. Wiesbaden 1968.
Joachim Jungius und sein Zeitalter. Nebst Goethe's Fragmenten über Jungius. Stuttgart, Tübingen 1850.
Jakubowski, Peter: Joachim Jungius und der erste Höhepunkt der Naturerkenntnis an der Rostocker Universität, in: WZUR, GSR 35 (1986) H. 9, S. 64-69.
Etwas von gelehrten Rostockschen Sachen, 1737, S. 470.
Krey, Joh. Bernh.: Andenken an hiesige Gelehrte, 8. Stück (1816), S. 63-64; Anhang (1816), S. 45.
Krey, Joh. Bernh.: Beiträge zur mecklenburgischen Kirchen- und Gelehrtengeschichte, Erster Band (1818), S. 183.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
23.09.2009, klabahn  /  16.10.2018, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Joachim Jungius" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00001302
(abgerufen am 10.12.2018)