Kochendörffer, Rudolf

direkt zum Inhalt

Kochendörffer, Rudolf

Prof. Dr. phil.
1950-1956 Professor mit vollem Lehrauftrag für Mathematik
1956-1966 Professor mit Lehrstuhl für Mathematik

Fakultät:
1950-1951 Philosophische Fakultät
1951-1966 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Institut:
Mathematisches Seminar, ab 1951 Mathematisches Institut
Lehr- und Forschungsgebiete:
Algebra, Theorie der endlichen Gruppen und ihre Darstellung
Fachgebiet:
31 Mathematik

weitere Vornamen:
Paul Joachim
Lebensdaten:
geboren am 21.11.1911 in Berlin-Pankow
gestorben am 23.08.1980 in Dortmund
Familie:
Vater Albert Kochendörffer (1877-1958),  Leihbuchhändler
Mutter Bertha Kochendörffer (1874-?), geb. Sass

Kurzbiographie:
1930 Abitur, Berlin-Pankow
1930-1936 Studium der Mathematik, Physik und Philosophie an der Univ. Berlin
1937 wiss. Hilfsarbeiter bei der Arbeit am "Jahrbuch über den Fortschritt der Mathematik", Berlin
1937-1938 Hauslehrer beim griechischen Arbeitsminister Cartalis in Athen
1938-1939 wiss. Assistent am Mathematischen Institut der Univ. Göttingen
1939-1942 wiss. Hilfsarbeiter im Chiffrierwesen des Auswärtigen Amts Berlin
1942-1945 Wehrmacht, Nachrichten-Aufklärung
1945-1946 Tätigkeit in der elterlichen Leihbücherei
1946-1948 Oberassistent am Mathematischen Institut der Univ. Berlin
1949-1950 Professor mit vollem Lehrauftrag für Mathematik, Univ. Greifswald
1950-1966 Professor für Mathematik, Univ. Rostock
1961, 1964-1966 Gastprofessor an der Univ. Adelaide (Australien), danach Übersiedlung nach Westdeutschland
1967-1970 Gastprofessuren an den Univ. Mainz und Tasmanien (Australien)
1970-1977 Professor für Mathematik, Univ. Dortmund
akademische Abschlüsse:
Promotion 1937 Dr. phil., Univ. Berlin
Titel der Arbeit: Untersuchungen über eine Vermutung von W. Burnside
Habilitation 1948 (Mathematik), Univ. Berlin

akademische Selbstverwaltung:
1951-1953 Dekan
1953-1956 Prodekan
1955-1960 Prorektor für Forschungsangelegenheiten
ab 1959 Fachrichtungsleiter Mathematik
Funktionen:
Mitglied des wiss. Beirats für Mathematik beim Staatssekretariat für das Hoch- und Fachschulwesen der DDR
Mitarbeiter der Mathematical Reviews
Mitarbeit beim Zentralblatt für Mathematik
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
Mathematische Gesellschaft der DDR
Deutsche Mathematiker-Vereinigung
Gesellschaft für angewandte Mathematik und Mechanik
Ehrungen:
1960 Vaterländischer Verdienstorden in Bronze (1967 aberkannt)
1963 Nationalpreis III. Klasse für Wissenschaft und Technik (1967 aberkannt)

Werke (Auswahl):
Einführung in die Algebra. Berlin 1955, 4. Aufl. 1974. (Englischsprachige Ausgabe: Introduction to algebra. Groningen 1972).
Determinanten und Matrizen. Leipzig 1957, 5. Aufl. 1967. (Lizenzausgabe Stuttgart 1970).
Lehrbuch der Gruppentheorie. Unter besonderer Berücksichtigung der endlichen Gruppen. Leipzig 1966. (Englischsprachige Ausgabe: Group Theory. London 1970).

Quellen:
Personalakte Rudolf Kochendörffer, UAR
Engel, Wolfgang: Mathematik und Mathematiker an der Universität Rostock 1419-2004. Rostock 2005, S. 52.
weitere Literatur:
Prof. Dr. phil. Rudolf Kochendörffer 21.11.1911-23.8.1980. Bestandsverzeichnis aus dem Wissenschaftsarchiv der Universität Dortmund. Dortmund 1985.
Englischsprachiges Dokument Kochendörffers zur deutschen Chiffriermaschine ENIGMA. (Link öffnen externer Link)
Deutsches Biographisches Archiv (DBA) II 729, 94. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
15.08.2006, editorCP  /  07.08.2015, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Rudolf Kochendörffer" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00001330
(abgerufen am 18.11.2017)