Mehlan, Karl-Heinz

direkt zum Inhalt

Mehlan, Karl-Heinz

Prof. Dr. med. habil. Dr. h. c.
1956-1958 Professor mit Lehrauftrag für Sozialhygiene (mit der Wahrnehmung beauftragt)
1958-1959 Professor mit vollem Lehrauftrag für Sozialhygiene
1959-1969 Professor mit Lehrstuhl für Sozialhygiene
1969-1981 o. Professor für Sozialhygiene

Fakultät:
1956-1969 Medizinische Fakultät
1969-1981 Bereich Medizin
Institut:
Institut für Sozialhygiene (ab 1958 Institut für Hygiene)
Fachgebiet:
44 Medizin

Lebensdaten:
geboren am 18.07.1916 in Krimnitz (Kr. Calau, Niederlausitz)
gestorben am 09.10.2003 in Rostock
Familie:
Vater Gustav Mehlan,  Bauer
Mutter Hedwig Mehlan, geb. Milda,  Hausfrau

Kurzbiographie:
1937 Abitur, Altdöbern (Niederlausitz)
1937-1939 NS-Reichsarbeitsdienst, anschließend Wehrmacht
1939-1945 Studium der Humanmedizin, Univ. Breslau und Univ. Leipzig, 1944/1945 Pflichtassistent in Lazaretten
1945-1950 Landarzt und Kreisarzt im Kr. Calau (Niederlausitz)
1951-1956 Assistent bzw. Oberarzt am Institut für Sozialhygiene, Humboldt Univ. Berlin, 1956 Facharzt und Dozent für Sozialhygiene
1956 Berufung zum Direktor des neu zu gründenden Instituts für Sozialhygiene an der Univ. Rostock; mit der Wahrnehmung einer Professur für Sozialhygiene beauftragt
1958-1981 Professor mit vollem Lehrauftrag, ab 1959 mit Lehrstuhl für Sozialhygiene, ab 1969 o. Professor für Sozialhygiene, Univ. Rostock
akademische Abschlüsse:
Studium 1944 Medizinisches Staatsexamen, Univ. Leipzig
Promotion 1944 Dr. med., Univ. Leipzig
Titel der Arbeit: Die Strahlenbehandlung des Zungencarcinoms.
Habilitation 1955 Dr. med. habil., Humboldt-Univ. Berlin
Titel der Arbeit: Die Problematik der Schwangerschaftsunterbrechung aufgrund der sozialen Indikation.

akademische Selbstverwaltung:
1956-1981 Institutsdirektor
1958-1960 Dekan
1960-1962 Prodekan für Studienangelegenheiten
1962-1966 Dekan
1962-1967 Mitglied der Senatskommission für Auslandsbeziehungen
Funktionen:
ab 1963 Mitglied im Wiss. Beirat für Medizin beim Staatssekretariat für das Hoch- und Fachschulwesen der DDR
Gründer und Vorsitzender der Familienplanungsorganisation "Ehe und Familie" mit ca. 200 Ehe- und Sexualberatungsstellen
Vorstandsmitglied der Gesellschaft Sozialhygiene der DDR
Mitglied der Zentralen Kommission Familienplanung des Ministeriums für Gesundheitswesen
Direktor des Leitinstituts Familienplanung der DDR
Mitglied des Komitees für WHO-Arbeit der DDR
wiss. Leiter der Rostocker Fortbildungstage über Probleme der Ehe- und Sexualberatung in Rostock-Warnemünde
Mitglied der Kommission Bevölkerungs- und Fruchtbarkeitsentwicklung beim Ministerrat der DDR
Mitglied des Redaktionskollegiums "Deine Gesundheit"
Mitglied des Redaktionskollegiums "Jugendkunde"
Mitglied des Vorstandes der International Planned Parenthood Federation (IPPF)
Mitglied des Internationalen Forschungszentrums für Abort und Familienplanung (IRCAR)
Dozent (Lecturer) bei den WHO-Kursen, Moskau (UdSSR)
Mitglied der vereinigten Expertengruppe "Soziale Demographie" der UNO und der Internationalen Union (IUSSP)
Ehrungen:
1956 Alfred-Grotjahn-Medaille der Akademie für Bevölkerungswissenschaften
1961 Verdienter Arzt des Volkes
1964 Vaterländischer Verdienstorden
1969 Hufeland-Medaille in Gold
1981 Obermedizinalrat
1981 Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes des DDR
1984 Ehrenurkunde der Gesellschaft für die gesamte Hygiene der DDR
1983 Patron (Ehrenmitglied) der International Planned Parenthood Federation (IPPF)
1985 Ehrenmitglied der International Union for the Scientific Study in Population (IUSSP)
1986 Dr. h. c., Univ. Rostock

Werke (Auswahl):
(Hg.): Internationale Abortsituation, Abortbekämpfung, Antikonzeption. Tagungsbericht der Internationalen Arbeitstagung über Abortprobleme und Abortbekämpfung vom 5. bis 7. Mai 1960 in Rostock-Warnemünde. Leipzig 1961.
(Hg.): Probleme der Ehe- und Sexualberatung. Tagungsbericht der 1. Rostocker Fortbildungstage, Rostock-Warnemünde. Berlin 1966.
(Hg.): Arzt und Familienplanung : Tagungsbericht d. 3. Rostocker Fortbildungstage über Probleme d. Ehe- u. Sozialberatung vom 23.-25. Okt. 1967 in Rostock-Warnemünde. Berlin 1968.
Wunschkinder? Familienplanung, Antikonzeption und Abortbekämpfung in unserer Zeit. Rudolstadt 1969, 4. Aufl. Berlin 1974.

Quellen:
Personalakte Karl-Heinz Mehlan, UAR
Rembrandt D. Scholz: Nachruf Karl-Heinz Mehlan. In: Demographie. Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Demographie e.V. 3 (2004) 5, S. 1, 26. (Link öffnen externer Link)
weitere Literatur:
Deutsches Rundfunkarchiv, Interview mit Prof. Dr. Mehlan in "Der Nächste bitte" am 28.05.1968 (Link öffnen externer Link)
Nachlass Karl-Heinz Mehlan im UAR
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
15.10.2007, ccwahrmann  /  02.09.2015, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Karl-Heinz Mehlan" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00001881
(abgerufen am 20.11.2017)