Fecht, Johannes

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Fecht, Johannes

 
1690-1693 Professor der Theologie (Secundarius, herzoglich)
1693-1716 Professor der Theologie (Primarius, herzoglich)

Fakultät:
1690-1716 Theologische Fakultät
Fachgebiet:
11 Theologie, Religionswissenschaft

Lebensdaten:
geboren am 25(26?).12.1636 in Sulzburg (Breisgau)
gestorben am 05.05.1716 in Rostock
Konfession:
lutherisch
Familie:
Vater Johannes Fecht,  Pastor, Superintendent in der Markgrafschaft Baden-Hochberg
Ehefrau Maria Magdalena Obrecht (Heirat 1667, gest. 1704) aus Straßburg

Kurzbiographie:
ab 1655 Studium an der Univ. Straßburg bis 1662, anschließend Besuch der Univ. Tübingen und Heidelberg, Wittenberg, Leipzig und Gießen
1666-1689 Pfarrer in Langendenzlingen (Baden), ab 1688 Hofprediger des Markgrafen von Baden-Durlach, Konsistorialrat und Professor am Akademischen Gymnasium in Durlach, 1688 Generalsuperintendent
1689 Flucht aus Durlach vor französischen Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg, Ruf an die Univ. Rostock durch Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow
ab 1690 zweiter fürstlicher Theologieprofessor an der Univ. Rostock und Superintendent des Rostocker Kirchenkreises
1693 erster fürstlicher Theologieprofessor an der Univ. Rostock
akademische Abschlüsse:
Promotion 1666 Lic. theol., Univ. Gießen
Promotion 1690 Dr. theol., Univ. Rostock

akademische Selbstverwaltung:
1691-1712 fünfmal Rektor (1691, 1697, 1703, 1709, 1712); zweimal Vize-Rektor (1700, 1704)
mehrfach Dekan
Aufsicht über die Akademische Bibliothek (Inspector Bibliothecae, Bibliotecarius Primus)
Aufsicht über die Stipendien (Inspector Stipendiorum)
Funktionen:
ab 1690 Superintendent des Rostocker Kirchenkreises
ab 1691 Mitglied im herzoglichen Konsistorium
weitere Informationen:
Fecht war einer der Hauptvertreter der lutherischen Orthodoxie in den Auseinandersetzungen mit dem Pietismus, dem er in in zahlreichen kontroverstheologischen Publikationen entgegen trat. Sein Einfluss prägte die geistige Ausrichtung der Rostocker Univ. bis ins späte 18. Jahrhundert.

Werke (Auswahl):
Selectiorum ex universa theologia controversiarum, recentiorum praecipue Syllogen. Rostock 1698, weitere Ausgaben bis 1722.
Philocalia sacra. Rostock 1708, weitere Ausgaben bis 1729.
Der Theologischen Facultät zu Rostock Beantwortung der Frage: Ob die Pietisterey eine Fabel seye? Worinnen Zugleich auff derer Herren Theologen zu Giessen so genannte wiederhohlte Lehr- und Ehren-Rettung kürtzlich geantwortet wird. Rostock, Leipzig 1715.
Compendium universam theologiam theticam et polemicam complexum. Zerbst, Leipzig 1740, 1744.

Quellen:
Krey, Johann Bernhard: Andenken an die Rostockschen Gelehrten aus den drei letzten Jahrhunderten, 2. Stück, Rostock 1815, S. 62-64. (RosDok-Dokument öffnen interner Link)
Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. Aufl., Bd. 2, Tübingen 1999, S. 54.
weitere Literatur:
Ersch; Gruber: Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste, Bd. 42, S. 187f.
Zedlers Universallexikon, Bd. 9, Sp. 396f. (Link öffnen externer Link)
Deutsches Biographisches Archiv I 309,196-213; II 355,309-314; III 232,380
Etwas von gelehrten Rostockschen Sachen, 1737, S. 121, S. 189.
Krey, Joh. Bernh.: Andenken an hiesige Gelehrte, 2. Stück (1815), S. 62-64; Anhang (1816), S. 38-39.
Krey, Joh. Bernh.: Beiträge zur mecklenburgischen Kirchen- und Gelehrtengeschichte, Erster Band (1818), S. 57, S. 253-254.
Krey, Joh. Bernh.: Die Rostockschen Theologen seit 1523 (1817), , S. 42-44, S. 63.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
07.11.2007, klabahn  /  30.08.2016, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Johannes Fecht" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00001911
(abgerufen am 18.11.2017)