Schlick, Moritz

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Schlick, Moritz

Prof. Dr. phil.
1911-1917 Privatdozent für Philosophie
1917-1921 Titularprofessor
1921 außerplanmäßiger ao. Professor für Philosophie mit Lehrauftrag für Ethik und Naturphilosophie

Fakultät:
1911-1921 Philosophische Fakultät
Lehr- und Forschungsgebiete:
Erkenntnistheorie, Naturphilosophie, Ethik
Fachgebiet:
08 Philosophie

Lebensdaten:
geboren am 14.04.1882 in Berlin
gestorben am 22.06.1936 in Wien
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Albert Schlick (1846-1918),  Kaufmann
Mutter Agnes Schlick (1849-1915), geb. Arndt

Kurzbiographie:
1900 Abitur, Berlin
1900-1904 Studium der Naturwissenschaften und Mathematik, Univ. Berlin, Heidelberg und Lausanne
1905-1907 weiterführende Studien in Göttingen, Heidelberg und Berlin
1907-1910 wohnte mit seiner Familie in Zürich, studiert 1907-1908 an der Univ. Zürich Psychologie
1911-1921 Privatdozent und Professor, Univ. Rostock
1917-1918 Kriegseinsatz in der Physikalischen Abteilung der Flugzeugmeisterei Adlershof-Johannisthal, Berlin
1921-1922 o. Professor, Univ. Kiel
1922-1936 o. Professor, Univ. Wien
ab 1924 Begründet einen wissenschaftlichen Diskussionszirkel, aus dem der Wiener Kreis hervorgeht
1929 Ablehnung eines Rufes an die Univ. Bonn
1929-1932 Gastprofessor 1929 an der Stanford Univ., Palo Alto und 1931-1932 an der Univ. of California, Berkeley (USA)
1936 wird vom ehemaligen Studenten Johannes Nelböck auf der Treppe der Wiener Univ. ermordet
akademische Abschlüsse:
Promotion 1904 Dr. phil., Univ. Berlin
Titel der Arbeit: Über die Reflexion des Lichtes in einer inhomogenen Schicht.
Habilitation 1911 Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Das Wesen der Wahrheit nach der modernen Logik.

Funktionen:
1928-1934 Vorsitzender des "Vereins Ernst Mach"

Werke (Auswahl):
Lebensweisheit. Versuch einer Glückseligkeitslehre. München 1908.
Raum und Zeit in der gegenwärtigen Physik. Zur Einführung in das Verständnis der allgemeinen Relativitäts- und Gravitationstheorie. Berlin 1917, 4. Aufl. Berlin 1922.
Allgemeine Erkenntnislehre. Berlin 1918, 2. Aufl. 1925.
Fragen der Ethik. Wien 1930.
Moritz Schlick Gesamtausgabe. Wien/New York 2006 ff.

Quellen:
Angaben durch Dr. Mathias Iven
Schlick, Moritz [Selbstdarstellung]. In: Philosophen-Lexikon. Handwörterbuch der Philosophie nach Personen, hg. v. Werner Ziegenfuß, Gertrud Jung. Bd. II, Berlin: de Gruyter 1950, S. 462-463.
Engler, Fynn Ole: Moritz Schlick. In: Klassiker der Philosophie des 20. Jahrhunderts, hg. von J. Nida-Rümelin, E. Özmen. Stuttgart: Kröner 2007, S. 235-241.
Engler, Fynn Ole; Iven, Mathias: Moritz Schlick in Rostock. Rostock: Weiland 2007.
Iven, Mathias: Berlin - Rostock - Wien. Dem Philosophen und Physiker Moritz Schlick zum 125. Geburtstag. In: UTOPIE kreativ 203 (Sept. 2007), S. 807-815. (Link öffnen externer Link)
weitere Literatur:
Moritz-Schlick-Forschungsstelle an der Univ. Rostock (Link öffnen externer Link)
Deutsches Biographisches Archiv II 1153, 245-250; III 802, 1-17; 1051, 179-182 (WBIS).
Engler, Fynn Ole: Moritz Schlick. Die Rostocker Jahre und ihr Einfluss auf die Wiener Zeit. Leipzig 2013.
Engler, Fynn Ole; Iven, Mathias: Moritz Schlick (1882-1936). Philosoph und Physiker. In: Boeck, Gisela Lammel, Hans-Uwe (Hg.): Rostocker gelehrte Köpf. Referate der interdisziplinären Ringvorlesung des Arbeitskreises "Rostocker Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte" im Wintersemester 2009/2010, S. 33-53. (RosDok-Dokument öffnen interner Link)
Jüdisches Biographisches Archiv I 580, 34-35; II 490, 137 (WBIS).
Nachlass Moritz Schlick im UAR
Österreichisches Biographisches Lexikon 1815-1950. Bd. 10 (Lfg. 48) Wien 1994, S. 203f.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
05.12.2007, klabahn  /  20.09.2016, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Moritz Schlick" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00001933
(abgerufen am 18.11.2017)