Brüning, Hermann

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Brüning, Hermann

Prof.
1905-1909 Privatdozent für Kinderheilkunde
1909-1919 ao. Professor für Kinderheilkunde
1919-1938 o. Professor für Kinderheilkunde

Fakultät:
1905-1938 Medizinische Fakultät
Institut:
Medizinische Univ.-Klinik, Medizinische Univ.-Kinderklinik (ab 1916)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Neugeborenen- und Säuglingserkrankungen, Säuglingssterblichkeit, Still- und Ernährungsprobleme, Vergiftungen und Parasitenerkrankungen im Kindesalter, Rheumatisches Fieber, Infektionskrankheiten (speziell Tuberkulose), Balneologie, Medizingeschichte
Fachgebiet:
44 Medizin

Lebensdaten:
geboren am 16.04.1873 in Sprockhövel (Westfalen)
gestorben am 30.04.1955 in Rostock
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Anton Leonhard Brüning,  Postmeister
Mutter Emilie Brüning, geb. Schmidt
Ehefrau Luise Niewerth (Heirat 1914),  Tochter eines Rostocker Apothekers, vier Kinder

Kurzbiographie:
1894 Abitur, München-Gladbach
1894-1899 Medizinstudium an den Univ. Würzburg, Kiel, München und Bonn
1899-1901 Prosektor am Pathologischen Institut der Univ. Bonn
1901-1905 Assistenzarzt an der Univ.-Kinderklinik Leipzig
ab 1905 tätig an der Univ. Rostock, zunächst Assistenzarzt und Privatdozent, ab 1909 ao. Professor, ab 1919 Ordinarius für Kinderheilkunde
1916 Direktor der neu gegründeten Medizinischen Univ.-Kinderklinik und Poliklinik
1938 Emeritierung, Vertretung seiner Professur und Leitung der Kinderklinik bis Sommer 1939
1939-1951 tätig als niedergelassener Kinderarzt in Rostock
1940-1944 Chefarzt des Reserve-Lazaretts in Kühlungsborn, später Graal
1943-1944 Januar bis April 1943 Lehrstuhlvertretung und kommissarischer Direktor der Kinderklinik an der Univ. Greifswald und im Wintersemester 1943/44 an der Univ. Rostock
1945-1948 regelmäßige Lehrtätigkeit an der Univ. Rostock, erneute Emeritierung 1948
1951-1953 erneut mit der kommissarischen Leitung der Rostocker Univ.-Kinderklinik beauftragt
akademische Abschlüsse:
Promotion 1898 Dr. med., Univ. Bonn
Titel der Arbeit: Gastrostomieen.
Habilitation 1905 (Kinderheilkunde), Univ. Rostock

akademische Selbstverwaltung:
1916-1939 Gründungsdirektor der Medizinischen Univ.-Kinderklinik und Poliklinik
1920-1921 Dekan
Funktionen:
1905-1920 Mitglied, zeitweise Schriftführer des Mecklenburgischen Ärztevereinsbundes
1909 Ernennung zum "Städtischen Kostkinderarzt" in Rostock durch das Großherzogliche Justizministerium in Schwerin
1923-1925 Angehöriger der Rostocker Stadtverordnetenversammlung als Mitglied der Demokratischen Volkspartei (DVP)
Ehrungen:
1948 Ernennung zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde

Werke (Auswahl):
Therapeutisches Vademecum für die Kinderpraxis. Leipzig 1904.
Die Säuglingssterblichkeit im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin : ihre Ursachen und ihre Bekämpfung. Wiesbaden 1909.
(mit Ernst Schwalbe): Handbuch der allgemeinen Pathologie und der pathologischen Anatomie des Kindesalters. 2 Bde., Wiesbaden 1912-1924.
Kurzgefasstes Lehrbuch der Untersuchung am Krankenbett des Kindes. Stuttgart 1921.
Bäder- und Kurortlehre für das Kindesalter nebst den zugehörigen privaten und öffentlichen Kinderheimen. Stuttgart 1930.
Heilquellen und Seebäder in Mecklenburg. Eine geschichtliche Darstellung des mecklenburgischen Bäderwesens bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Rostock 1948.

Quellen:
Külz, Jürgen: Geschichte der Kinderheilkunde und der Kinderklinik an der Universität Rostock. Rostock 1993 (BGUR 13), S. 16-21, 24-26.
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid : Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 88-89.
Oehme, Johannes: Pioniere der Kinderheilkunde. Hrsg. von Wilhelm Kosenow. Lübeck 1993. (=Band 7 der Themen der Kinderheilkunde) S. 18.
Personalakte Hermann Brüning, UAR
weitere Literatur:
Ocklitz, H.W.: Am Anfang - Hermann Brüning. 75 Jahre Universitäts-Pädiatrie in Rostock. In: Kinderärztliche Praxis 53 (1985) 5, S. 211-218.
Ocklitz, H. W.: Hermann Brüning +. In: Zeitschrift für ärztliche Fortbildung 49 (1955) 21, S. 763-764.
Thoenes, Fritz: Hermann Brüning. In: Monatsschrift Kinderheilkunde 103 (1955) 7, S. 350-351.
Deutsches Biographisches Archiv II 186, 121-124; III 122, 403.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
26.02.2008, klabahn  /  30.08.2016, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Hermann Brüning" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002018
(abgerufen am 20.11.2017)