Klinke, Karl

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Klinke, Karl

Prof. Dr. med.
1944-1947 o. Professor für Kinderheilkunde

Fakultät:
1944-1947 Medizinische Fakultät
Institut:
Univ.-Kinderklinik und Poliklinik
Lehr- und Forschungsgebiete:
physiologisch-chemische Fragen des Säuglings- und Kleinkindalters; Diagnostik und Klinik angeborener Herzfehler, Ernährungslehre, Mineralstoffwechsel, Blutkrankheiten, Tuberkulose, Allergien, Kolloidchemie
Fachgebiet:
44 Medizin

weitere Vornamen:
Franz
Lebensdaten:
geboren am 11.09.1897 in Breslau
gestorben am 19.03.1972 in Düsseldorf
Konfession:
katholisch
Familie:
Vater Franz Klinke,  Volksschullehrer
Mutter Hedwig Klinke

Kurzbiographie:
1916 Abitur, Breslau
1916-1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg in einem Pionierbataillon, mehrfach verwundet
1917-1922 Studium der Humanmedizin, Univ. Jena und Breslau
1922-1933 Medizinisches Praktikum am Physiologisch-chemischen Institut, anschließend Assistenzarzt an der Kinderklinik, 1928 Privatdozent für Kinderheilkunde, Univ. Breslau
1926-1927 Rockefellerstipendiat, Physikalisch-chemisches Institut, Univ. Basel (Schweiz)
1933 Entlassung aus dem Hochschuldienst wegen "politischer Unzuverlässigkeit"
1933-1944 Niedergelassener Facharzt für Kinderkrankheiten in Breslau
1935-1944 Primärarzt und Direktor der Kinderabteilung des St. Annen-Krankenhauses Breslau
1939-1944 Wehrmacht, Kriegseinsatz als Truppenarzt, ab 1941 in Reservelazaretten, zuletzt Oberstabsarzt
1942-1944 apl. Professor für Kinderheilkunde, Univ. Breslau
1944-1947 Lehrstuhlvertretung, anschließend o. Professor für Kinderheilkunde, Univ. Rostock
1947-1951 Professor für Kinderheilkunde, Univ. Berlin
ab 1951 Professor für Kinderheilkunde, Medizinische Akademie Düsseldorf
akademische Abschlüsse:
Studium 1922 Medizinisches Staatsexamen, Univ. Breslau
Promotion 1923 Dr. med., Univ. Breslau
Titel der Arbeit: Chemische Studien über einen Fall von Ringelhaar.
Habilitation 1928 (Kinderheilkunde), Univ. Breslau
Titel der Arbeit: Neuere Ergebnisse der Calciumforschung.

akademische Selbstverwaltung:
1944-1947 Klinikdirektor
1946-1947 Dekan
Funktionen:
1945 Vorstandsmitglied der CDU, Ortsgruppe Rostock
1947-1951 Direktor der Kinderklinik der Charité Berlin
Herausgeber: "Innere Medizin", "Archiv für Kinderheilkunde", "Kinderärztliche Praxis"
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
Akademie der Naturforscher Leopoldina

Werke (Auswahl):
Der Mineralstoffwechsel. Psychologie und Pathologie. Leipzig 1931.
Gemeinsam mit Brock; Knauer; Rudder; Becker: Stoffwechsel "Eiweißstoffwechsel, Kohlehydratstoffwechsel, Fettstoffwechsel, Mineralstoffwechsel". Biochemie der Körperkräfte, Ernährung, Haut, Immunbiologie, Statistik. Berlin 1939. (=Bd. 3 Biologische Daten für den Kinderarzt)
Diagnose und Klinik der angeborenen Herzfehler. Leipzig 1950.
Ophthalmologische Probleme in Kindesalter. Frankfurt am Main 1961.

Quellen:
Personalakte Karl Klinke, UAR; zusammengestellt von Florian Grosche, Rostock
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 228-229.
weitere Literatur:
Külz, Jürgen: Zur Geschichte der Pädiatrie an der Universität Rostock. In: BGUR 18 (1993), S. 16-40, hier S. 27-29.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
26.02.2008, klabahn  /  14.11.2014, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Karl Klinke" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002020
(abgerufen am 19.10.2017)