Kirchmair, Heinrich

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Kirchmair, Heinrich

Prof. Dr. med. habil.
1961-1969 Professor mit Lehrstuhl für Kinderheilkunde

Fakultät:
1961-1969 Medizinische Fakultät
Institut:
Univ.-Kinderklinik und Poliklinik
Lehr- und Forschungsgebiete:
Lipoidchemie; Säuglings-, Kleinkind- und parentale Ernährung; Infektionskrankheiten; angeborene Fehlbildungen; Stoffwechselanomalien; Humangenetik
Fachgebiet:
44 Medizin

weitere Vornamen:
Robert
Lebensdaten:
geboren am 01.04.1906 in Lübeck
gestorben am 09.09.1969 in Dresden
Konfession:
evangelisch-lutherisch
Familie:
Vater Robert Kirchmair (1878-1941),  Lehrer, Studienprofessor
Mutter Elly Kirchmair (1884-?), geb. Bumann,  Angestellte

Kurzbiographie:
1933 Abitur, Hamburg
1933 Ausbildung zum Maschinenbauingenieur, Hamburg
1933-1939 Studium der Humanmedizin, Univ. Hamburg
1939-1947 wiss. Assistent, Dozent und Oberarzt, Univ.-Kinderklinik Hamburg
1942-1943 Wehrmacht, Sanitätsdienst in einer Sanitätsersatzabteilung
1948-1952 apl. Professor für Kinderheilkunde, Univ. Würzburg
1952-1955 Professor für Kinderheilkunde, Medizinische Akademie Bagdad
1956-1961 Professor mit vollem Lehrauftrag für Kinderheilkunde, Humboldt-Univ. Berlin
1961-1969 Professor mit Lehrstuhl für Kinderheilkunde, Univ. Rostock
akademische Abschlüsse:
Promotion 1939 Dr. med., Univ. Hamburg
Titel der Arbeit: Intraarterielle Injektionen von anisotropem Sudanblau-Sol.
Habilitation 1944 Dr. med. habil. (Kinderheilkunde), Univ. Hamburg
Titel der Arbeit: Über gezielte Injektionen sowie den Transport über Lymphbahnen und Speicherung in Lymphknoten.

akademische Selbstverwaltung:
1961-1969 Klinikdirektor
Funktionen:
ab 1944 Direktor des Forschungslaboratoriums der Univ.-Kinderklinik Hamburg
1945-1947 Klinikleitung, Hamburg
1945-1947 Leiter der Schule für medizinisch-technische Assistenten, Hamburg
1948-1952 Errichtung und Leitung einer Säuglings- und Kinderschwesternschule, Würzburg
1952-1955 Beratender Pädiater des Gesundheitsministeriums, Bagdad
ab 1956 Berufung in den wiss. Rat des Gesundheitsministeriums der DDR
ab 1962 Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Klinische Medizin
ab 1962 Präsidiumsmitglied der Deutsch-Arabischen Gesellschaft
ab 1966 Vorstandsmitglied der Forschungsgemeinschaft "Humangenetik" der Deutschen Akademie der Wissenschaften zu Berlin
ab 1966 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft "Genetik" der Univ. Rostock
ab 1968 Mitglied des Komitees für WHO-Arbeit der DDR
Lehrer an einer Schule für Säuglings- und Kinderkrankenschwestern, Hamburg
Gründer und Vorstandsmitglied "Gesellschaft für Pädiatrie der DDR"
Leiter des Gesundheitszentrum der Univ. Rostock
Mitglied des wiss. Rates des Ministeriums für Volksbildung der DDR
Präsidiumsmitglied der URANIA-Gesellschaft
Mitherausgeber von "Zeitschrift für Kinderheilkunde", "Pädiatrie" und "Medizinische Monatsschrift"
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
ab 1960 auswärtiges Mitglied der Royal Society of Medicine, London
Ehrungen:
1944 Dr. Hanns-Walther-Sattler-Preis für die beste Arbeit auf dem Gebiet der Kinderheilkunde
1966 Obermedizinalrat
1968 Ehrenplakette der Deutschen Gesellschaft für klinische Medizin
weitere Informationen:
Rettete 1943 über 200 Kinder während eines Bombenangriffs auf Hamburg.

Werke (Auswahl):
Scharlach - Unter besonderer Berücksichtigung des Schrifttums der letzten 20 Jahre. Leipzig 1942, 2. Aufl. 1944.
Leitfaden der Kinderheilkunde. Würzburg, Hamburg 1948.
Gezielte Injektion und Speicherung in Lymphknoten. Berlin, München 1949.
Gemeinsam mit Eggers, Hans; Möhr, Manfred: Die Ernährung gesunder ein-bis dreijähriger Kinder in Krippen und Heimen. Berlin 1968.
Gemeinsam mit Richter, Dorothee: Bis der Arzt kommt. Erste Hilfe bei Vergiftungen im Kindesalter. Berlin 1969, 2. Aufl. 1971.
(Hg.): Kinderheilkunde. Berlin 1971, 3. Aufl. 1980.

Quellen:
Personalakte Heinrich Kirchmair, UAR; zusammengestellt von Eileen Stammer, Rostock
Die Geschichte der Kinderheilkunde und der Kinderklinik an der Universität Rostock. Rostock 1993 (BGUR 18), S. 33-35.
weitere Literatur:
Heine, W.; Pelz, L.; Stolpe, H. J.: Professor Heinrich Kirchmair zum 100. Geburtstag. In: Ärzteblatt M-V 5 (2006), S. 184. (Link öffnen externer Link)
Deutsches Biographisches Archiv II 706, 132-133. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
26.02.2008, klabahn  /  19.01.2016, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Heinrich Kirchmair" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002024
(abgerufen am 20.11.2017)