Stahl, Wilhelm

direkt zum Inhalt

Stahl, Wilhelm

Prof. Dr. phil. Dr. agr. h. c.
1957-1966 Professor mit Lehrstuhl für Tierzucht

Fakultät:
1957-1966 Landwirtschaftliche Fakultät
Institut:
Institut für Tierzucht
Lehr- und Forschungsgebiete:
Schweine-, Rinder- und Pferdezucht
Fachgebiet:
48 Land- und Forstwirtschaft

Lebensdaten:
geboren am 23.10.1900 in Hilbeck (Kr. Unna, Westfalen)
gestorben am 20.01.1980 in Rostock
Familie:
Vater Gustav Stahl (1863-1926),  Landwirt
Mutter Wilhelmine Stahl (1879-1953), geb. Hellkötter

Kurzbiographie:
1920 Abitur, Werl (Westfalen)
1920-1924 Studium der Landwirtschaftswissenschaften, Univ. Gießen und Göttingen
1925-1926 Landwirtschaftlicher Praktikant, Gut Evendorf bei Hannover
1926-1927 Gutsverwalter, Gut Höfer bei Celle (Niedersachsen)
1927-1928 Tierzucht- und Kontrollringassistent, Ostpreußische Schweinezüchtervereinigung, Königsberg
1928-1945 wiss. Assistent, 1930 Direktor, (ab 1940 Staatliche) Versuchs- und Forschungsanstalt für Schweinehaltung in Ruhlsdorf (Kr. Teltow, Brandenburg)
1937 Ernennung zum Professor (ohne Lehrtätigkeit) im Preußischen Landesdienst unter Berufung in das Beamtenverhältnis
1944-1949 Wehrmacht, Volkssturm, 1945 sowjetische Kriegsgefangenschaft
1950-1965 Fachlektor und Chefredakteur der Zeitschrift "Tierzucht", Berlin
1950-1957 Lehrauftrag, dann Professor mit Lehrstuhl für Tierzucht an der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät, Humboldt-Univ. Berlin
1950-1956 Lehrauftrag an der Veterinärmedizinischen Fakultät, Humboldt-Univ. Berlin (nebenamtlich)
1953-1957 Lehrauftrag für Tierzucht, Univ. Rostock (nebenamtlich)
1957-1961 Leitung des Instituts für Tierzuchtforschung in Dummerstorf, 1961 Rücktritt nach geäußerter Kritik an der zu schnellen Kollektivierung der Landwirtschaft, 1990 durch DAL rehabilitiert
1957-1966 Professor mit Lehrstuhl (ab 1961 hauptamtlich) für Tierzucht, Univ. Rostock
1966 Emeritierung, bis 1968 weitere Lehrtätigkeit an der Univ. Rostock
akademische Abschlüsse:
Studium 1923 Dipl.-Landwirt, Univ. Göttingen
Promotion 1924 Dr. phil., Univ. Göttingen
Titel der Arbeit: Die biologische Wertigkeit der verdaulichen Stickstoffsubstanz in Fleischmehl, Trockenhefe und Fischmehl bei der Mast wachsender Schweine.

akademische Selbstverwaltung:
1953-1957 kommissarischer Institutsdirektor (nebenamtlich)
1957-1966 Institutsdirektor
Funktionen:
1944-1945 Geschäftsführung des Reichsausschusses für Schlachtviehversorgung beim Reichsbauernführer und des Reichsverbandes Deutscher Schweinezüchter
1950-1957 Direktor des Instituts für Tierzüchtung und Haustiergenetik, Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät, Humboldt-Univ. Berlin
1951-1956 Direktor des Instituts für Tierzucht, Veterinärmedizinische Fakultät, Humboldt-Univ. Berlin
1953-1961 Leitung des Instituts für Tierzuchtforschung in Dummerstorf (nebenamtlich), ab 1957 hauptamtlich
1953-1961 Sekretär der Sektion Tierzucht, Tierernährung und Fischerei der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften (DAL)
Mitglied im Beirat für Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) beim Ministerrat der DDR
wiss. Beirat beim Staatssekretariat für das Hoch- und Fachschulwesen der DDR
Schriftleiter "Archiv für Tierzucht"
Mitglied des Redaktionsausschusses "Züchtungskunde"
Mitarbeiter der Zeitschrift "Zuchthygiene, Fortpflanzungsstörungen und Besamung der Haustiere"
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
ab 1952 Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften Berlin
Ehrungen:
1954 Nationalpreis II. Klasse
1959 Vaterländischer Verdienstorden in Silber
1959 Dr. agr. h. c., Univ. Leipzig
weitere Informationen:
1970 Verweigerung der Ehrenpromotion durch die Univ. Rostock [siehe Anhang]

Werke (Auswahl):
Gemeinsam mit Lüthge, Heinrich (Hg.): Die Lehre von der Fütterung und Mast des Schweines. Berlin 1944.
Tierzucht. Lehrbriefe für das Fernstudium. Teil 1: Allgemeine Tierzucht (1), Berlin 1956, 7. Aufl. Markkleeberg 1966. Teil 2: Allgemeine Tierzucht (2), Berlin 1957, 7. Aufl. Markkleeberg 1965. Teil 3: Allgemeine Tierzucht (3), 2. Aufl., Leipzig 1959.
Fragen der Geflügelhaltung. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Berlin 1956 (= Bd. 6 Tagungsberichte der erweiterten Sitzung der Sektion Tierzüchtung und Tierernährung der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin).
Gemeinsam mit Dobberstein, Johannes: Probleme der Steigerung der tierischen Produktion. Vorträge und Diskussion der Wissenschaftlichen Tagung vom 10. bis 12. Oktober 1956 in Berlin. Berlin 1957.
(Chefredakteur): Jugendernährung beim Rind. Berlin 1961.
(Chefredakteur): Probleme der Offenstallhaltung bei Rindern. Berlin 1961.
(Chefredakteur): Probleme der Steigerung der Milchleistung sowie der Milchinhaltsstoffe. Berlin 1961.
Populationsgenetik für Tierzüchter. Berlin 1969. Tschechoslowakische Ausgabe Prag 1970, Sowjetische Ausgabe Moskau 1973, Rumänische Ausgabe Bukarest 1974.

Quellen:
Personalakte Wilhelm Stahl, UAR; zusammengestellt von Änne Harms, Rostock
Gerber, Theophil: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin. Bd. 2, 2. Aufl., Berlin 2004, S. 738-739.
Angaben durch Hartmut Boettcher
weitere Literatur:
Weiher, Ottfried: Leben und Wirken von Wilhelm Stahl. In: Archiv für Tierzucht 37 (1994), Sonderheft, S. 17-22.
Symposium zu Ehren von Prof. Dr. Dr. h.c. Wilhelm Stahl anläßlich seines 100. Geburtstages: "Begegnungen mit Wilhelm Stahl", hrsg. von der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin, Berlin 2001.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
07.04.2008, mglasow  /  10.08.2015, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Wilhelm Stahl" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002108
(abgerufen am 23.11.2017)