Emmel, Hildegard

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Emmel, Hildegard

Prof. Dr. phil. habil. Dr. h. c.
1951-1955 Dozentin für Deutsche Literaturgeschichte (mit der Wahrnehmung beauftragt)
1956 Professorin mit Lehrauftrag für Deutsche Literaturgeschichte

Fakultät:
1951-1956 Philosophische Fakultät
Institut:
Germanistisches Institut
Fachgebiet:
18.08 Deutsche Sprache und Literatur

Lebensdaten:
geboren am 23.07.1911 in Frankfurt am Main
gestorben am 06.01.1996 in Bern
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Wilhelm Emmel,  Reformpädagoge, Schulrektor

Kurzbiographie:
1931 Abitur, Frankfurt am Main
1931-1936 Studium der Fächer Deutsch, Geschichte, evangelische Theologie, Philosophie, Volkskunde an den Univ. Frankfurt am Main und Bonn
1936-1938 Referendarausbildung in Frankfurt am Main
1938-1946 Lehrerin an Oberschulen in Sontra (Hessen), Eger und der Deutschen Oberschule in Den Haag, 1943 Ernennung zur Studienrätin
1946-1949 Tutor, Lehraufträge und Mitarbeit am Goethe-Wörterbuch an der Univ. Hamburg
1950-1951 wiss. Mitarbeiterin am Goethe-Wörterbuch der Akademie der Wissenschaften Berlin
1951-1955 mit der Wahrnehmung einer Dozentur für Deutsche Literaturgeschichte an der Univ. Rostock beauftragt; ständige Konfrontationen mit der SED an der Univ.
1956 Ernennung zur Professorin mit Lehrauftrag für Deutsche Literaturgeschichte (Januar bis September 1956)
1956-1958 Professorin mit Lehrauftrag für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Univ. Greifswald
1958 nach Auseinandersetzungen um Emmels nicht ideologiekonformes Buch zu Goethes Weltbild Entbindung von der Lehrtätigkeit an der Univ. Greifswald
1960 Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland
1960-1963 Forschungsstipendien der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 1961 Vertretung des Lehrstuhls für Deutsche Philologie an der Univ. Oslo
1964-1967 Professorin, Ankara (Türkei)
1967-1981 Professorin, Univ. of Connecticut (USA)
1981 Ruhestand und Übersiedlung in die Schweiz
akademische Abschlüsse:
Promotion 1935 Dr. phil., Univ. Frankfurt am Main
Titel der Arbeit: Das Verhältnis von êre und triuwe im Nibelungenlied und bei Hartmann und Wolfram.
Studium 1936 Staatsexamen (Deutsch / Geschichte), Univ. Frankfurt am Main
Habilitation 1951 Dr. phil. habil., Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Mörikes Peregrinadichtung und ihre Beziehung zum Noltenroman.

Ehrungen:
1991 Dr. h. c., Univ. Greifswald

Werke (Auswahl):
Formprobleme des Artusromans und der Graldichtung. Die Bedeutung des Artuskreises für das Gefüge des Romans im 12. und 13. Jahrhundert in Frankreich, Deutschland und den Niederlanden. Bern 1951.
Weltklage und Bild der Welt in der Dichtung Goethes. Weimar 1957, 2. durchgesehene Aufl. Bern 1979.
Geschichte des deutschen Romans. 3 Bde., Bern 1972-78, engl. Ausgabe Detroit 1984.
Kritische Intelligenz als Methode. Alte und neue Aufsätze über sieben Jahrhunderte deutscher Literatur. Hg. und eingel. von Christiane Zehl Romero. Bern 1981.

Quellen:
Personalakte Hildegard Emmel, UAR
Emmel, Hildegard: Die Freiheit hat noch nicht begonnen. Zeitgeschichtliche Erfahrungen seit 1933. Bilder eines Lebens in Frankfurt/Main, Rostock und Greifswald, Holland, Norwegen, USA, Ankara, Jerusalem und anderswo. Rostock 1991. [siehe Anhang]
Boden, Petra: Hildegard Emmel (1911-1996) - "...sie ging als Germanistin in die Welt". In: Mitteldeutsches Jahrbuch für Kultur und Geschichte 4 (1997), S. 270-273.
Internationales Germanistenlexikon 1800-1950. Bd. 1, Berlin u.a. 2003, S. 432f.
weitere Literatur:
Ehrenpromotion Hildegard Emmel: "Emigration als Herausforderung" ; am 15. November 1991 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität. Greifswald 1991.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
08.05.2008, klabahn  /  25.08.2015, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Hildegard Emmel" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002130
(abgerufen am 20.11.2017)