Duncker, Hermann

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Duncker, Hermann

Prof. Dr. phil. Dr. h. c.
1947-1949 o. Professor für Geschichte der sozialen Bewegungen

Fakultät:
1947-1949 Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät
Fachgebiet:
15 Geschichte
71 Soziologie

weitere Vornamen:
Ludwig Rudolf
Lebensdaten:
geboren am 24.05.1874 in Hamburg
gestorben am 22.06.1960 in Bernau
Familie:
Vater Hermann Duncker,  Kaufmann
Mutter Mina Duncker,  Hauslehrerin

Kurzbiographie:
1891 Abitur, Göttingen
1891-1896 Studium der Musik, Konservatorium Leipzig
1896-1900 Studium der Nationalökonomie, Geschichte und Philosophie, Univ. Leipzig
1900-1933 Lehrer in Arbeiterbildungsvereinen, ab 1907 "Wanderlehrer" der SPD bzw. KPD, marxistische Bildungskurse in Arbeiterinstitutionen in Deutschland, Lehrer an der zentralen Parteischule, ab 1926 Gründung und Lehrer an der Marxistischen Arbeiterschule Berlin
1903-1908 Tätigkeit in der Redaktion der Leipziger Volkszeitung, Aufbau und Leitung von Arbeitersekretariaten in Leipzig und Dresden
1914, 1919 Mitgründung des Spartakusbundes und der KPD
1933-1947 Verhaftung, 1936 Emigration nach Dänemark, England, Frankreich und ab 1941 USA
1947 Rückkehr nach Deutschland, Berufung zum Professor an der Univ. Rostock und Dekan der Gesellschaftswiss. Fakultät
1949-1960 Rektor der Bundesschule des Freien Deutschen Gewerkschaftsbundes (FDGB) in Bernau bei Berlin
akademische Abschlüsse:
Promotion 1903 Dr. phil., Univ. Leipzig
Titel der Arbeit: Das mittelalterliche Dorfgewerbe, mit Ausschluss der Nahrungsmittel-Industrie, nach den Weistumsüberlieferungen.

akademische Selbstverwaltung:
1947-1949 Dekan
Ehrungen:
1949 Ehrensenator der Univ. Rostock
1953 Karl-Marx-Orden
1954 Dr. h. c., Univ. Leipzig

Werke (Auswahl):
Volkswirtschaftliche Grundbegriffe mit besonderer Berücksichtigung der ökonomischen Grundlehren von Karl Marx. Als Leitfaden für Unterrichtskurse. Stuttgart 1908.
Marxistische Arbeiterschulung. 1. Kursus Politische Ökonomie, 2. Kursus Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung. Wien, Berlin 1930/31.
(Hg.) Elementarbücher des Kommunismus. Mehrere Bände, Berlin 1923ff.
Einführungen in den Marxismus. Ausgewählte Schriften und Reden. 2 Bde., Berlin 1958/59.
Der Traum meines Lebens. Reden und Aufsätze. Berlin 1974.

Quellen:
Personalakte Hermann Duncker, UAR
Hoffmann, Horst; Hoffmann, Rosemarie: Das Wirken Hermann Dunckers an der Univ. Rostock. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 15 (1968), S. 759-768. [siehe Anhang]
Seemann, Jürgen: Hermann Duncker und seine Rostocker Zeit 1947 bis 1949. In: Mecklenburgische Persönlichkeiten und ihre Beiträge zum wissenschaftlich-technischen Fortschritt in der Geschichte. Rostocker Wissenschaftshistorische Manuskripte 1986, S. 81-88.
weitere Literatur:
Höpcke, Klaus: Jedes Wort, jeden Begriff verstehen. Hermann Duncker. In: Hesselbarth, Mario u.a. (Hg.): Gelebte Ideen. Sozialisten in Thüringen. Biographische Skizze. Jena 2006, S. 111-122.
Keßler, Mario; Deutschland, Heinz: Hermann Duncker. Sozialdemokratischer "Wanderprediger", Spartakist, Gewerkschaftslehrer. Supplement der Zeitschrift Sozialismus 7-8 (2001).
Heitzer, Heinz; Bartel, Horst: Wegbereiter der DDR-Geschichtswissenschaft. Berlin 1989, S. 27-50.
Griep, Günter u.a.: Hermann Duncker. Lehrer dreier Generationen. Ein Lebensbild. Berlin 1974, 2. Aufl. 1976.
Deutsches Biographisches Archiv II 299, 94-97; III 193, 123-169 (WBIS).
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
22.09.2008, klabahn  /  25.08.2015, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Hermann Duncker" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002207
(abgerufen am 17.11.2017)