Gernentz, Hans-Joachim

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Gernentz, Hans-Joachim

Prof. Dr. phil. habil.
1957-1960 Dozent für Deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur (mit der Wahrnehmung beauftragt)
1957-1961 Dozent für Deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur
1961-1963 Professor mit Lehrauftrag für Deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur
1963-1969 Professor mit vollem Lehrauftrag für Deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur
1969-1983 o. Professor für Deutsche Sprache

Fakultät:
1957-1968 Philosophische Fakultät
1968-1983 Sektion Sprach- und Literaturwissenschaft
Institut:
Germanistisches Institut
Lehr- und Forschungsgebiete:
Althochdeutsche und Mittelhochdeutsche Sprache und Literatur, Niederdeutsch, Sprachgeschichte, Grammatik der deutschen Gegenwartssprache
Fachgebiet:
18.08 Deutsche Sprache und Literatur

Lebensdaten:
geboren am 16.08.1918 in Rostock
gestorben am 22.11.1997 in Rostock
Familie:
Vater Dr. phil. Wilhelm Gernentz (1890-1969),  Oberstudienrat
Mutter Helene Gernentz (1891-?), geb. Lierse

Kurzbiographie:
1937 Abitur, Schwerin
1937 NS-Reichsarbeitsdienst
1937-1946 Wehrmacht, Panzertruppe, zuletzt Oberwachtmeister, ab 1945 sowjetische Kriegsgefangenschaft
1946-1951 Studium der Germanistik und Geschichte, Univ. Rostock
1950-1951 wiss. Hilfskraft, Univ. Rostock
1951 Lehrer, Kühlungsborn (Mecklenburg)
1951-1983 Lektor, 1953 wiss. Aspirantur, 1957 Wahrnehmungsdozent, 1960 Dozent, 1961 Professor für Deutsche Sprache, Univ. Rostock
1952-1957 Mentor für das Fernstudium der Mittelschullehrer (nebenamtlich), Univ. Rostock
1958-1960 Lehrbeauftragter, Univ. Greifswald
1963-1965 Gastprofessor für Germanistische Philologie, Univ. Warschau
1983 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Studium 1951 Staatsexamen für das Lehramt an Oberschulen, Univ. Rostock
Promotion 1954 Dr. phil., Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Soziale Anschauungen und Forderungen in der frühmittelhochdeutschen geistlichen Dichtung.
Habilitation 1960 Dr. phil. habil., Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Formen und Funktionen der epischen Reden und der Redeszenen in der deutschen epischen Dichtung von 1150 bis 1200.

akademische Selbstverwaltung:
1959-1963 Abteilungsleiter Deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur
1959-1963 Abteilungsleiter Niederdeutsch und Niederländisch
1962-1963 Fachrichtungsleiter Germanistik
1965-1968 Abteilungsleiter Deutsche Sprache und ältere deutsche Literatur
1965-1968 Abteilungsleiter Niederdeutsch und Niederländisch
ab 1968 Wissenschaftsbereichsleiter Germanistik
Funktionen:
1955-1960 Schöffe, Kreisgericht Rostock
1959-1960 Mitglied des Fritz-Reuter-Komitees der DDR
1961-1963 Redaktionsmitglied "Weimarer Beiträge"
1967-1971 Redaktionsmitglied WZUR, G-Reihe
ab 1965 Mitglied des Redaktionsbeirates Weimarer Beiträge
ab 1966 Mitglied des Verlagsbeirates Hinstorff-Verlag Rostock
ab 1966 Mitglied des Verlagsbeirates Union-Verlag Berlin
ab 1980 Mitglied des Martin-Luther-Komitees der DDR
Ehrungen:
1960 Fritz-Reuter-Preis Klasse II
1962 Johannes-R.-Becher-Medaille in Silber
1966 John-Brinckmann-Preis
1968 Pestalozzi-Medaille in Bronze, 1973 Silber, 1983 Gold
1981 Preis für künstlerisches Volksschaffen
1983 Humboldt-Medaille in Bronze

Werke (Auswahl):
Fritz Reuter. Sein Leben in Bildern. Leipzig 1956, 2. Aufl. 1965.
(Hg.): Der Stierkopf und die scharfe Zunge. Eine Auswahl aus Fritz Reuters Romanen. Rostock 1960.
(Hg.): Religiöse deutsche Dichtung des Mittelalters. Berlin 1964.
Niederdeutsch - gestern und heute. Beiträge zur Sprachsituation in den nördlichen Bezirken der Deutschen Demokratischen Republik in Geschichte und Gegenwart. Berlin 1964, 2. Aufl. 1980.
(Hg.): Kleinere deutsche Gedichte des 11. u. 12. Jahrhunderts. Leipzig 1970, 5. Aufl. 1987.
(Hg.): Der Schwanritter. Deutsche Verserzählungen des 13. und 14. Jahrhunderts. Berlin 1972, 2. Aufl. 1979.
(Hg.): Epik des deutschen Hochmittelalters. Berlin 1973.
(Hg.): Althochdeutsche Literatur. Von der "Benediktinerregel" zum "Ezzolied". Berlin 1979.
(Hg.): Ritter, Bürger und Scholaren. Aus Stadtchroniken und Autobiographien des 13. bis 16. Jahrhunderts. Berlin 1980.
Mittelniederdeutsch-neuhochdeutsches Wörterbuch zum Russisch-niederdeutschen Gesprächsbuch. Kopenhagen 1986. (= Teil 4 Tönnies Fenne's Low German Manual of Spoken Russian. Pskov 1607.)
(Hg.): Reynke de Vos. Nach der Lübecker Ausgabe von 1498. Rostock 1987.
(Hg.): Doktor Faust und andere Erzählungen von Teufelsbündnern. Berlin 1988.

Quellen:
Personalakte Hans Joachim Gernentz, UAR
weitere Literatur:
Lindow, Wolfgang: Prof. Dr. Hans-Joachim Gernentz. In: Quickborn 88 (1998), S. 48-50.
Schriftsteller in Mecklenburg-Vorpommern. Neubrandenburg 1994, S. 56-57.
125 Jahre Germanistik an der Universität Rostock 1858-1983. Rostock 1983 (BGUR 5), S. 48-51.
Deutsches Biographisches Archiv III 291, 181. (WBIS)
Nachlass Hans-Joachim Gernentz im UAR
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
29.09.2008, klabahn  /  28.05.2014, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Hans-Joachim Gernentz" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002215
(abgerufen am 23.11.2017)