Jensen, Hans

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Jensen, Hans

Prof. Dr. phil. Dr. h. c.
1943-1946 ao. Professor für Allgemeine und vergleichende indogermanische Sprachwissenschaft
1948-1950 Dozent für Vergleichende Sprachwissenschaft
1950-1952 Professor mit vollem Lehrauftrag für Vergleichende Sprachwissenschaft
1952-1953 Professor mit Lehrstuhl für Vergleichende Sprachwissenschaft
1953-1957 Professor mit Lehrstuhl für Vergleichende Sprachwissenschaft

Fakultät:
1943-1946 Philosophische Fakultät
1948-1953 Philosophische Fakultät
1953-1957 Philosophische Fakultät
Institut:
Seminar für Vergleichende Sprachwissenschaft (ab 1951 Institut für Vergleichende Sprachwissenschaft)
Slawistisches Seminar (ab 1951 Slawistisches Institut)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Indogermanische, orientalische, semitische, polynesische, akfrikanische, asiatische Sprachen; Schriftforschung
Fachgebiet:
17.14 Vergleichende Sprachwissenschaft

weitere Vornamen:
Mathias Detlef
Lebensdaten:
geboren am 28.08.1884 in Struvenhütten (Holstein)
gestorben am 04.08.1973 in Rostock
Konfession:
keine
Familie:
Vater Franz Jensen (1854-1944),  Volksschullehrer
Mutter Mathilde Jensen (1863-1937), geb. Schenck

Kurzbiographie:
1905 Abitur, Flensburg
1905-1909 Studium der Philologie und Orientalistik, Univ. München, Berlin und Kiel
1909-1927 Studienrat in Odenkirchen (bei Mönchengladbach), Hildesheim und ab 1918 Kiel
1915-1916 Dolmetscher im Kriegsgefangenenlager Celle, zuletzt Gefreiter
1927-1943 nichtbeamteter ao. Professor für Allgemeine Sprachwissenschaft und Indogermanistik, Univ. Kiel
1943-1957 Professor und Dozent für vergleichende Sprachwissenschaft, 1946-48 aufgrund NSDAP-Mitgliedschaft entlassen, Univ. Rostock [siehe Anhang]
1946-1947 Dozent für russische Sprache an der Volkshochschule Rostock; nebenbei Forschungsaufträge von der Univ. Rostock
1953 Professor mit Lehrstuhl für Vergleichende Sprachwissenschaft, Univ. Greifswald
1957 Emeritierung, weitere Lehrtätigkeit bis 1968
akademische Abschlüsse:
Promotion 1909 Dr. phil., Univ. Kiel
Titel der Arbeit: Die Verbalflexion im Ayenbite of Inwyt.
Habilitation 1921 (Allgemeine und vergleichende Sprachwissenschaft), Univ. Kiel
Titel der Arbeit: Erste Studien zur Morphologie der polynesischen Sprachen, insbesondere des Samoanischen.

akademische Selbstverwaltung:
1944-1946 Seminardirektor
1948-1957 Seminar- bzw. Institutsdirektor
1948-1957 kommissarischer Direktor des Slawistischen Seminars bzw. Instituts
1951-1953 Mitglied des Senats
1957-1968 kommissarischer Institutsdirektor
Funktionen:
ab 1952 Mitglied im wiss. Beirat Allgemeine Sprachwissenschaften beim Staatssekretariat für Hochschulwesen der DDR
Ehrungen:
1959 Hervorragender Wissenschaftler des Volkes
1959 Max-Planck-Medaille
1964 Dr. phil. h. c., Univ. Rostock

Werke (Auswahl):
Neudänische Syntax. Heidelberg 1923.
Geschichte der Schrift. Hannover 1925.
Gemeinsam mit Jacob, Georg; Losch, Hans: Das indische Schattentheater. Stuttgart 1931.
Neupersische Grammatik. Heidelberg 1931.
Gemeinsam mit Jacob, Georg: Das chinesische Schattentheater. Stuttgart 1933.
Die Schrift in Vergangenheit und Gegenwart. Glückstadt und Hamburg 1935, 3. Aufl. Berlin 1969.
Vulgärgriechische Schattenspieltexte. Berlin 1954.
Altarmenische Grammatik. Heidelberg 1959.
Altarmenische Chrestomathie. Heidelberg 1964.
Grammatik der kanaresischen Schriftsprache. Leipzig 1969.

Quellen:
Personalakte Hans Jensen, UAR
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 206-207.
Scharnhorst, Jürgen: Hans Jensen (1884-1973) - Ein Leben für die Sprachwissenschaft. In: Fiedler, Sabine (Hg.): Die Rolle von Persönlichkeiten in der Geschichte der Plansprachen. Beiträge der 19. Jahrestagung der Gesellschaft für Interlinguistik e.V., 27.-29. November 2009, in Berlin. Interlinguistische Informationen. Beiheft 17, Berlin: Gesellschaft für Interlinguistik e.V., S. 39-64. [siehe Anhang]
weitere Literatur:
Cumme, Haimar: Professor Dr. Hans Detlef Jansen - Hervorragender Wissenschaftler des Volkes. In: WZUR, G-Reihe 8 (1958/59) 2, S. 133-134. [siehe Anhang]
Deutsches Biographisches Archiv II 654, 294; III 442, 192, 200. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
15.10.2008, mglasow  /  17.06.2014, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Hans Jensen" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002227
(abgerufen am 14.12.2017)