Bechstein, Reinhold

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Bechstein, Reinhold

Prof.
1871-1894 o. Professor der deutschen und neueren Literatur

Fakultät:
1871-1894 Philosophische Fakultät
Institut:
Deutsch-philologisches Seminar
Lehr- und Forschungsgebiete:
Althochdeutsche und mittelhochdeutsche Sprache und Literatur
Germanische, hoch- und niederdeutsche Sprachgeschichte
Sprache und Literatur des 16. Jahrhunderts
Wissenschaftsgeschichte
Fachgebiet:
18.08 Deutsche Sprache und Literatur

weitere Vornamen:
Ludwig Bernhard Matthäus
Lebensdaten:
geboren am 12.10.1833 in Meiningen
gestorben am 05.10.1894 in Rostock
Konfession:
evangelisch-lutherisch
Familie:
Vater Ludwig Bechstein (1801-1860),  Oberbibliothekar und Archivar, Dichter, Sagen- und Märchenforscher
Mutter Caroline, geb. Wiskmann

Kurzbiographie:
1854 Abitur, Meiningen
1854-1857 Studium der Sprachwiss., Philologie und Geschichte an den Univ. Leipzig, München, Jena und Berlin
1858-1859 Hilfsarbeiter am Archiv des Germanischen Museums, Nürnberg
1859-1861 Aushilfe (für seinen erkrankten Vater) in der herzoglichen Bibliothek, Meiningen
1861 Forschungsaufenthalt in Bibliotheken und Archiven in Göttingen, Hamburg, Wolfenbüttel
1861-1866 Privatgelehrter in Leipzig, ab Oktober 1864 in Jena (mit Stipendium des Herzogs von Sachsen-Meiningen)
1866-1869 Privatdozent für Deutsche Philologie, Univ. Jena
1869-1871 nichtbeamteter ao. Professor für Deutsche Philologie, Univ. Jena
1871-1894 o. Professor, Univ. Rostock
akademische Abschlüsse:
Promotion 1858 Dr. phil., Univ. Jena
Titel der Arbeit: Die Aussprache des Mittelhochdeutschen.
Habilitation 1866 Univ. Jena
Titel der Arbeit: Zum Spiel von den zehn Jungfrauen. Insbesondere ein grammatischer und kritischer Nachtrag zu Ludwig Bechstein’s Wartburg Bibliothek 1.

akademische Selbstverwaltung:
1871-1894 Direktor des Deutsch-Philologischen Seminars
1874/1875 Dekan
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
1871 Mitglied des Vereins für mecklenburgische Geschichte und Alterthumskunde
1877 Auswärtiges Mitglied des Lesevereins der deutschen Studenten Wiens
1895 Korrespondierendes Mitglied des Hennebergischen Alterthumsforschenden Vereins Meiningen
Ehrungen:
1892 Ehrenmitglied des Hennebergischen Alterthumsforschenden Verein in Meinigen zum 60. Jahrestags des Vereins

Werke (Auswahl):
Die Alterthümlichkeiten in unserer heutigen Schriftsprache. Rostock 1878.
Ausgewählte Gedichte Walthers von der Vogelweide und seiner Schüler (Schulausgabe). 2. Auflage, Stuttgart 1893.
Heinrich's von Freiberg Tristan. Amsterdam 1966 (Nachdruck der Ausgabe von 1877).
Des Matthias von Beheim Evangelienbuch in mitteldeutscher Sprache 1343. Amsterdam 1966 (Nachdruck der Ausgabe von 1867).
Gottfried von Straßburg: Tristan. Wiesbaden 1978.

Quellen:
Personalakte Reinhold Bechstein, UAR; Zuarbeit von Toni Mattigk
Prignitz, Steffen: Bechstein, Reinhold Ludwig Bernhard Matthäus. In: Internationales Germanistenlexikon 1800-1950. Bd. 1, Berlin (u.a.) 2003, S. 108 f.
weitere Literatur:
Kalkhoff, Alexander M.: Romanische Philologie im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Institutionengeschichtliche Perspektiven. Tübingen 2010, S. 75-77.
Deutsches Biographisches Archiv I 68,369-372; III 53,253-254 (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
10.11.2010, klabahn  /  12.09.2017, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Reinhold Bechstein" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002230
(abgerufen am 12.12.2017)