Bülow, Kurd von

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Bülow, Kurd von

Prof. Dr. phil.
1937-1946 ao. Professor für Geologie
1952-1964 Professor mit Lehrstuhl für Geologie

Fakultät:
1937-1946 Philosophische Fakultät
1952-1964 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Institut:
Geologisch-Mineralogisches Institut, ab 1938 Geologisch-Paläontologisches Institut
Lehr- und Forschungsgebiete:
Diluvial- und Alluvialgeologie, typologische Bodenkunde des norddeutschen Tieflandes, angewandte Geologie, Wehrgeologie, Geologie des Mondes
Fachgebiet:
38 Geowissenschaften

weitere Vornamen:
Edgar Bodo
Lebensdaten:
geboren am 20.07.1899 in Allenstein (Ostpreußen)
gestorben am 30.05.1971 in Rostock
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Curt von Bülow (1868-1914),  Berufsoffizier
Mutter Margarete von Bülow (1871-1947), geb. Sander

Kurzbiographie:
1917 Notabitur, Schweidnitz (Schlesien)
1917-1918 Teilnahme am I. Weltkrieg als Hilfsgeologe
1918-1921 Studium der Geologie an den Univ. Breslau, Berlin und Greifswald
1921-1935 Probegeologe, 1923 apl. Geologe, 1930 planmäßiger Bezirksgeologe an der Preußischen Geologischen Landesanstalt (später Reichsamt für Bodenforschung), Berlin
1922-1923 Erstes Geologisches Staatsexamen, 1923 Zweites Geologisches Staatsexamen, Berlin
1935-1939 kommissarischer, ab 1937 nebenamtlicher Leiter der Mecklenburgischen Geologischen Landesanstalt, Rostock; 1935-1936 Lehrauftrag für Geologie an der Univ. Rostock
1937-1946 planmäßiger ao. Professor für Geologie an der Univ. Rostock, 1946 auf Grund NSDAP-Mitgliedschaft entlassen
1939-1940, 1943-1945 Wehrmacht, bis 1940 Wehrgeologe in Belgien und Frankreich, ab 1943 Kriegsverwaltungsrat im Wehrgeologenstab Berlin, 1945 britische Kriegsgefangenschaft
1941 Zulassungsexamen als Dipl.-Geologe, Reichsstelle für Bodenforschung
1946-1947 Moorsachverständiger bei der Moorverwertungs GmbH Rostock
1947-1952 Forschungsauftrag über "Die Bodenschätze Mecklenburg-Vorpommerns", Landesgeologe und kommissarischer Leiter der Zweigstelle Mecklenburg der Deutschen Geologischen Landesanstalt (später Geologischer Dienst der DDR), ab 1950 Lehrauftrag an der Univ. Rostock
1952-1964 Professor für Geologie, Univ. Rostock
1964 Emeritierung, weiterhin bis 1967 kommissarischer Institutsdirektor und 1966-1967 kommissarischer Fachrichtungsleiter Geologie
akademische Abschlüsse:
Promotion 1921 Dr. phil., Univ Greifswald
Titel der Arbeit: Das Kieshofer Moor bei Greifswald.

akademische Selbstverwaltung:
1941-1943 Institutsdirektor
1952-1964 Institutsdirektor
ab 1957 Mitglied des Senats
1964-1967 kommissarischer Institutsdirektor
1966-1967 kommissarischer Fachrichtungsleiter Geologie
Funktionen:
1938 Blockleiter der NSDAP Rostock
1952-1964 Mitglied, 1956-1961 Vorsitzender des wiss. Beirates für Geologie beim Staatssekretariat für das Hoch- und Fachschulwesen
ab 1955 Mitglied der Sektion für praktische Geologie and angewandte Geophysik der Deutschen Akademie der Wissenschaften Berlin (DAW)
ab 1963 Mitglied des Senats der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
ab 1964 Mitglied der Fachgruppe "Raumforschung" des Nationalkomitees für Geodäsie und Geophysik der DDR bei der DAW
ab 1968 Vizepräsident der International Association of Paleontology
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
ab 1961 Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
Ehrungen:
1954 Nationalpreis III. Klasse
1964 Ehrenmitglied der Geologischen Gesellschaft der DDR
1971 Gustav-Steinmann-Medaille der Geologischen Vereinigung der BRD
1971 Ehrendiplom anlässlich der 50. Wiederkehr der Promotion, Univ. Greifswald

Werke (Auswahl):
Moorkunde. Berlin 1925.
Handbuch der Moorkunde. Berlin 1929.
Deutschlands Wald- und Ackerböden. Einführung in die Bodenbeurteilung im Gelände und die Grundlagen der Bodenschätzung. Berlin 1936.
Wehrgeologie. Leipzig 1938.
Geologie für Jedermann. Eine erste Einführung in geologisches Denken, Arbeiten und Willen. Stuttgart 1941, 10. Aufl. 1974, niederländische Ausgabe Utrecht 1961, spanische Ausgabe Barcelona 1963.
Das Wichtigste aus der Geologie. Berlin 1954.
Die Mondlandschaften. Mannheim 1969.

Quellen:
Personalakte Kurd von Bülow, UAR
Bülow, Werner von: Kurd von Bülow als Landesgeologe und Hochschullehrer. In: Geohistorische Blätter 1 (2000) 3, S. 1-9.
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 98-100.
weitere Literatur:
Bülow, Werner von (Hg.): Geologische Entwicklung Südwest-Mecklenburgs seit dem Ober-Oligozän. Dem 100. Geburtstag von Prof. Dr. Kurd von Bülow (1899-1971). Berlin 2000. (= Band 11 Schriftenreihe für Geowissenschaften)
Bülow, Werner von: Art. Bülow, Kurd von. In: Biographisches Lexikon für Mecklenburg. Bd. 7, Rostock 2013, S. 63-67.
Gerber, Theophil: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin. Bd. 1, 2. Aufl., Berlin 2004, S. 101.
Deutsches Biographisches Archiv II 197, 48-49; III 129, 106-112. (WBIS)
Nachlass Kurd von Bülow im UAR
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
25.05.2009, mglasow  /  28.05.2014, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Kurd von Bülow" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002320
(abgerufen am 21.11.2017)