Kunze, Paul

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Kunze, Paul

Prof.
1928-1933 Privatdozent für Physik
1933-1936 außerplanmäßiger ao. Professor für Physik
1936-1945 o. Professor für Experimentalphysik
1948-1958 o. Professor für Experimentalphysik

Fakultät:
1928-1945 Philosophische Fakultät
1948-1951 Philosophische Fakultät
1951-1958 Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Institut:
Physikalisches Institut
Lehr- und Forschungsgebiete:
Kosmische Ultrastrahlung, Gasentladungsphysik, Optik und Spektroskopie
Fachgebiet:
33 Physik

weitere Vornamen:
Julius
Lebensdaten:
geboren am 02.11.1897 in Chemnitz
gestorben am 06.10.1986 in Dresden
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Friedrich Otto Kunze,  Kaufmann
Mutter Elisabeth Kunze, geb. Reinecker

Kurzbiographie:
1916 Notabitur, Chemnitz
1917-1918 Kriegsdienst, schwere Verwundung und Lazarettaufenthalt, zuletzt Gefreiter
1918-1919 Studium der Humanmedizin, Univ. Leipzig und München, 1919 Studium des Maschinenbaus, TH München
1920-1925 Studium der Physik, Univ. München
1926-1945 Assistent, 1928 Privatdozent, 1933 ao. Professor, 1936 o. Professor für Experimentalphysik am Physikalischen Institut der Univ. Rostock
1945 im Auftrag der Rüstungsinspektion Stettin Verbringung der wertvollen Apparate und Instrumente des Rostocker Physikalischen Instituts nach Hamburg, dort Forschungsarbeiten, Oktober 1945 aus der Univ. Rostock wegen NS-Belastung und ungenehmigten Fernbleibens entlassen
1945-1946 Hilfsarbeiter in Hamburg und auf Fehmarn
1946-1958 Lehrstuhlvertretung, ab 1948 Professor für Experimentalphysik, Univ. Rostock
1958-1962 Professor für Experimentelle Kernphysik, TH Dresden
1962 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Promotion 1925 Dr. phil., Univ. München
Titel der Arbeit: Funkenlinie 4686 von He+.
Habilitation 1928 Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Absolute Intensität der Hg-Linie 2537.

akademische Selbstverwaltung:
1935-1936 kommissarischer Institutsdirektor
1936-1945 Institutsdirektor
1946-1948 kommissarischer Institutsdirektor
1948-1958 Institutsdirektor
1951-1953 Prodekan
Funktionen:
ab 1934 Leiter des Hauptamtes für Wissenschaft der Dozentenschaft / NS-Dozentenbund, Univ. Rostock
ab 1943 Vertrauensmann des Reichsforschungsrates, ab 1944 Leiter der Außenstelle Rostock des Reichsforschungsrates
ab 1952 Mitglied des wiss. Beirates für Physik beim Staatsekretariat für Hochschulwesen
ab 1956 Mitglied des wiss.-technischen Rates des Amtes für Forschung und Ausnutzung der Kerntechnik in der DDR
1958-1962 Direktor des Instituts für Experimentelle Kernphysik, TH Dresden
Vorstandsmitglied der Physikalischen Gesellschaft
Mitherausgeber der Zeitschriften "Kernenergie" und "Experimentelle Technik der Physik"
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
ab 1953 Deutsche Akademie der Wissenschaften, Berlin
Ehrungen:
1960 Hervorragender Wissenschaftler des Volkes

Quellen:
Personalakte Paul Kunze, UAR
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 248-250.
Teschner, Ulf; Mahnke, Reinhard: Das physikalische Institut bei Neueröffnung der Universität Rostock (1946-1948). In: BGUR 17 (1991), S. 64-71.
weitere Literatur:
Mehnert, Walter: Paul Kunze und die kernphysikalischen Forschungen am Physikalischen Institut. In: BGUR 17 (1991), S. 72-82.
Deutsches Biographisches Archiv II 774, 263-264. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
29.06.2009, mglasow  /  28.09.2015, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Paul Kunze" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002329
(abgerufen am 17.10.2017)