Langenbeck, Wolfgang

direkt zum Inhalt

Langenbeck, Wolfgang

Prof. Dr. phil.
1947-1951 o. Professor für Organische Chemie

Fakultät:
1947-1951 Philosophische Fakultät
Institut:
Chemisches Institut
Lehr- und Forschungsgebiete:
Organische Katalyseforschung
Fachgebiet:
35 Chemie

weitere Vornamen:
Wilhelm
Lebensdaten:
geboren am 21.06.1899 in Göttingen
gestorben am 26.03.1967 in Rostock
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Dr. med. Heinrich Langenbeck (?-1941),  Arzt
Mutter Adelheid Langenbeck (?-1910), geb. Lange

Kurzbiographie:
1917 Abitur, Göttingen
1919-1923 Studium der Chemie, Univ. Göttingen
1923-1926 Assistent an der TH Karlsruhe, 1925 Rockefeller-Stipendiat an der Yale-Univ. (USA)
1935 außerplanmäßiger ao. Professor, Univ. Münster
1935-1940 o. Professor, Univ. Greifswald
1940-1945 o. Professor, TH Dresden
1945-1947 kurzzeitige amerikanische und sowjetische Kriegsgefangenschaft, 1946 Chemiker, Rubenow GmbH Greifswald
1947-1951 Professor für Organische Chemie, Univ. Rostock
1951-1964 Professor für Organische Chemie, Univ. Halle
akademische Abschlüsse:
Promotion 1923 Dr. phil., Univ. Göttingen
Titel der Arbeit: Über neue synthetische Versuche mit Imidazolen.
Habilitation 1928 (Chemie), Univ. Münster
Titel der Arbeit: Organische Katalysatoren.

akademische Selbstverwaltung:
1947-1951 Institutsdirektor
Funktionen:
1940-1945 Direktor des Instituts für Organische und organisch-technische Chemie, TH Dresden
1951-1964 Direktor des organisch-chemischen Instituts, Univ. Halle
1952-1966 Direktor des Instituts für Organische Katalyseforschung der Akademie der Wissenschaften, Rostock
1957-1959 Vorsitzender der Chemischen Gesellschaft der DDR
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
ab 1952 Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
ab 1953 Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin
ab 1954 Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
ab 1954 Korrespondierendes Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
Ehrungen:
1955 Nationalpreis III. Klasse
1960 August-Kekulé-Medaille der Chemischen Gesellschaft der DDR
Ehrenmitglied der Polnischen Chemischen Gesellschaft
weitere Informationen:
"Langenbeck war einer der Klassiker der organischen Chemie von hohem internationalen Ansehen. Er ist Schöpfer der organischen Katalysatoren, synthetischer Modelle, die den natürlichen Fermenten nachgebildet sind. Es gelang ihm, organische Katalysatoren herzustellen, deren Wirksamkeit und Spezifität die von natürlichen Fermenten fast erreichten. Aus seinen Arbeiten entwickelte er die Theorie der Covalenzkatalyse, die für die moderne Enzymchemie von großer Bedeutung wurde." (BGUR 13 (1989), S. 35)

Werke (Auswahl):
Die organischen Katalysatoren und ihre Beziehungen zu den Fermenten. Berlin 1935, 2. Aufl. 1949. Russische Ausgabe Moskau 1961.
Lehrbuch der organischen Chemie. Dresden, Leipzig 1938, 21. Aufl. 1969.
Einführung in die organisch-technische Chemie. Dresden (u.a.) 1949, 3. Aufl. 1954.

Quellen:
Personalakte Wolfgang Langenbeck, UAR
Stelter, Jeanette: Zur Entwicklung der Katalyseforschung in Rostock. Geschichtlicher Überblick zur Entwicklung der Katalyse. In: BGUR 13 (1989), S. 29-41.
weitere Literatur:
Nachruf. In: Forschungen und Fortschritte, 41 (1967) 9, S. 285-286.
Deutsches Biographisches Archiv: II 787, 213-216; III 542, 84-85. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
02.09.2009, mglasow  /  02.06.2014, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Wolfgang Langenbeck" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002378
(abgerufen am 24.11.2017)