Huber, Victor Aimé

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Huber, Victor Aimé

Prof.
1833-1836 o. Professor der Ästhetik, Kunstgeschichte, Rhetorik, neuen Geschichte und neuen Literatur

Fakultät:
1833-1836 Philosophische Fakultät
Fachgebiet:
18.20 Romanische Sprachen und Literaturen: Allgemeines
17 Sprach- und Literaturwissenschaft
15 Geschichte

Lebensdaten:
geboren am 10.03.1800 in Stuttgart
gestorben am 19.07.1869 in Wernigerode
Konfession:
katholisch, ab 1829 evangelisch-lutherisch
Familie:
Vater Ludwig Ferdinand Huber (1764-1804),  Schriftsteller und Zeitungsredakteur
Mutter Therese Huber geb. Heyne (1764-1829),  Schriftstellerin, "Universitätsmamsell" und Tochter des Göttinger Professors Christian Gottlob Heyne (1729-1812)
andere Großvater: Prof. Michael Huber (1727-1804),  Philologe und Schriftsteller

Kurzbiographie:
1816 Abitur, Hofwyl (Kanton Bern, Schweiz)
1816-1820 Studium der Medizin, Univ. Göttingen und später Univ. Würzburg
1820-1824 Reisen durch Frankreich, Spanien, Portugal und England
1824-1825 Medizinstudium (ohne Abschluss), Univ. München
1825-1828 freischaffender Journalist in Göttingen sowie weitere Reisen nach England, Frankreich und Italien
1828-1832 Lehrer für Geschichte und neuere Sprachen, Handelsschule Bremen und später Gymnasium Bremen
1833-1836 o. Professor der Ästhetik, Kunstgeschichte, Rhetorik, neuen Geschichte und neuen Literatur, Univ. Rostock
1836-1843 Professor, Univ. Marburg
1843-1852 Professor für Literaturgeschichte, Univ. Berlin
1852-1869 Genossenschaftstheoretiker, Wernigerode
akademische Abschlüsse:
Promotion 1820 Dr. med., Univ. Würzburg
Titel der Arbeit: De lingua et osse hyoideo pici viridis.
Promotion 1833 Dr. phil. h.c., Univ. Rostock

Funktionen:
1839, 1843 Dekan der Philosophischen Fakultät, Univ. Marburg
1845-1848 Herausgeber der Zeitschrift "Janus, Jahrbücher deutscher Gesinnung, Bildung und Tat"
Redakteur der "Kreuzzeitung"
Mitbegründer des "Vereins für christliche Ordnung und Freiheit"
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
Verein für christliche Ordnung und Freiheit
Ehrungen:
1865 Dr. phil. h.c., Univ. Wien

Werke (Auswahl):
Skizzen aus Spanien. 3 Bände. Göttingen 1828.
Die neuromantische Poesie in Frankreich und ihr Verhältniß zu der geistigen Entwickelung des französischen Volkes. Leipzig 1833. (zum Antritt der Professur in Rostock)
Die englischen Universitäten, eine Vorarbeit zur englischen Literaturgeschichte. 2 Bände. Kassel 1839 und 1840. (in mehreren Auflagen und Übersetzungen)
Ueber die Elemente, die Möglichkeit oder Nothwendigkeit einer konservativen Parthei in Deutschland. Marburg 1841.
Die genossenschaftliche Selbsthülfe der arbeitenden Klassen. Elberfeld 1865.

Quellen:
Personalakte Victor Aimé Huber, UAR
weitere Literatur:
Baumann, Eike: Der Konvertit Victor Aimé Huber (1800–1869). Geschichte eines Christen und Sozialreformers im Spannungsfeld von Revolution und Reaktion, Leipzig 2009 (Arbeiten zur Kirchen- und Theologiegeschichte, Bd. 26).
Hindelang, Sabine: Konservatismus und soziale Frage. Viktor Aimé Hubers Beitrag zum sozialkonservativen Denken im 19. Jahrhundert. Frankfurt am Main 1983.
Kalkhoff, Alexander M.: Romanische Philologie im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Institutionengeschichtliche Perspektiven. Tübingen 2010, S. 71-73.
Kanther, Michael A.; Petzina, Dietmar: Victor Aimé Huber (1800-1869). Sozialreformer und Wegbereiter der sozialen Wohnungswirtschaft. Berlin 2000.
Meincke, Wilhelm: Victor Aimé Huber in Mecklenburg. In: Mecklenburgische Monatshefte 12. Rostock 1931, S. 591ff.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
10.11.2010, klabahn  /  20.06.2017, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Victor Aimé Huber" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002429
(abgerufen am 19.10.2017)