Beseler, Georg

direkt zum Inhalt

Beseler, Georg

Prof.
1837-1842 o. Professor der Rechte

Fakultät:
1837-1842 Juristische Fakultät
Lehr- und Forschungsgebiete:
Erbverträge, Gemeinderecht, Volksrecht, Juristenrecht
Fachgebiet:
86 Recht

weitere Vornamen:
Carl Georg Christoph
Lebensdaten:
geboren am 02.11.1809 in Rödemis (heute Husum)
gestorben am 28.08.1888 in Harzburg
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Cay Hartwig Beseler (1765-1818),  Dänischer Kamerrat und Deichinspektor
Mutter Sofie Beseler, geb. Jahn (1768-1820)
Sohn Hans Hartwig von Beseler (1850-1921),  Politiker, im Ersten Weltkrieg Gouverneur im besetzten Polen, seit 1917 königlich-preußischer Adelsstand

Kurzbiographie:
1827 Abitur, Gymnasium zu Schleswig
1827-1830 Studium der Rechte, Univ. Kiel, ab 1829 Univ. München und ab 1830 Univ. Kiel
1833-1834 Forschung zum Werk: Lehre von den Erbverträgen
1835 Privatdozent, Univ. Heidelberg
1835-1837 o. Professor der Rechte, Univ. Basel
1837-1842 o. Professor der Rechte, Univ. Rostock
1842-1859 Professor der Rechte, Univ. Greifswald
1859-1888 Professor der Rechte, Univ. Berlin
akademische Abschlüsse:
Studium 1831 Juristisches Staatsexamen, Univ. Kiel
Promotion 1833 Dr. iur., Univ. Kiel
Titel der Arbeit: De iuramento partium cum consacramentalibus in Slesvico-Holsatia abrogato. (König verweigert notwendige Bestätigung)
Promotion 1834 Dr. iur., Univ. Heidelberg
Habilitation 1834 Dr. iur. habil., Univ. Heidelberg

akademische Selbstverwaltung:
Vertreter der Universität im preußischen Herrenhaus
Funktionen:
1837 Apellrichter in Rostock
ab 1846 Mitglied der Germanistenversammlung in Frankfurter am Main und Lübeck
1848-1849 für Greifswald Mitglied der Deutschen Nationalversammlung
1849-1852 Abgeordneter in der zweiten preußischen Kammer
1850 Mitglied des Erfurter Union-Parlaments
1861-1862 Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses
1874-1877 Mitglied des Deutschen Reichstags
zweiter Vizepräsident im preußischen Herrenhaus
Ehrungen:
Geheimer Justizrat
Roter Adlerorden II. Klasse
Krönungsmedaille
Waldeck'scher Hausorden
Hohenzollernscher Hausorden
weitere Informationen:
Wegen Verweigerung des Homagialeides bekam er weder das Advokatenpatent noch das Recht sich in Kiel als Privatdozent zu habilitieren.

Werke (Auswahl):
Die Lehre von den Erbverträgen. Göttingen 1835-1840.
Darstellung der Lehre vom Besitz als Kritik des v. Savigny'schen Buches: "Das Recht des Besitzes". Berlin 1840.
System des gemeinen deutschen Privatrechts. Leipzig 1847-1855.
Geschichte des Deutschen Rechts: in sechs Bänden. Braunschweig 1860-1864.
Erlebtes und Erstrebtes: 1809-1859. Berlin 1884.

Quellen:
Personalakte Georg Beseler, UAR (Zuarbeit von Max Steinecke)
weitere Literatur:
Beseler, Georg: Erlebtes und Erstrebtes: 1809-1859. Berlin 1884.
Beu, Andrea; Sokoll, Gabriele: Georg Karl Christoph Beseler. In: Greifswalder Tafel-Runde: Gedenktafeln der Hansestadt. Berlin 1996, S. 22-23.
Deutsches Biographisches Archiv II 114,5-6; III 74,147,150-165 (WBIS)
Deutsches Biographisches Archiv I 94,99-104 (WBIS)
Haunfelder, Bernd: Beseler, Carl Georg Christoph. In: Die liberalen Abgeordneten des deutschen Reichstags: 1871-1918. Münster 2004, S. 68-69.
Kern, Bernd-Rüdiger: Germanisten versus Romanisten: Georg Beseler (1809-1889). In: Greifswald - Spiegel der deutschen Rechtswissenschaft 1815 bis 1945. Tübingen 2009, S. 113-127.
Schröder, Jan: Beseler, Georg. In: Deutsche und Europäische Juristen aus neun Jahrhunderten: eine biographische Einführung in die Geschichte der Rechtswissenschaft. Tübingen 2017, S. 55-59.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
10.11.2010, klabahn  /  14.09.2018, btamm
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Georg Beseler" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002434
(abgerufen am 20.09.2018)