Winckel, Franz (von)

direkt zum Inhalt

Winckel, Franz (von)

Prof.
1864-1872 o. Professor der Medizin/Gynäkologie

Fakultät:
1864-1872 Medizinische Fakultät
Lehr- und Forschungsgebiete:
Pathologie der Geburt, Genese menschlicher Missbildungen
Fachgebiet:
44 Medizin

weitere Vornamen:
Karl Ludwig Wilhelm
Lebensdaten:
geboren am 05.06.1837 in Berleburg (Westfalen)
gestorben am 31.12.1911 in München
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Sanitätsrat Dr. med. Ludwig Winckel (1809-1892),  Arzt
Mutter Alwine Winckel, geb. Pollmann (1816-1857)
andere Onkel: Dr. med. Ludwig Heinrich Otto Winckel (1774-1848),  Hofrat und fürstlicher Leibarzt

Kurzbiographie:
1856 absolvierte das Gymnasium in Duisburg
ab 1856 Studium der Medizin, Univ. Berlin
1861-1864 Assistenz- und Sekundärarzt an der Königlichen Entbindungsanstalt, Berlin
1864-1872 o. Professor der Medizin/Gynäkologie, Univ. Rostock
1872-1883 Direktor des Königlichen Entbindungsinstituts, Dresden
1883-1907 o. Professor der Geburtsheilkunde, Direktor der Univ.-Frauenklinik, Univ. München
1907 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Promotion 1860 Dr. med., Univ. Berlin
Titel der Arbeit: De partu praematuro arte efficiendo annotationes exemplo eiusdem subnexae.

akademische Selbstverwaltung:
1864-1872 Direktor der Klinik für Geburtshilfe
1864-1872 Direktor der allgemeinen Hebammenlehranstalt
1864-1872 Mitglied der Medizinalkommission
Funktionen:
1872-1883 Mitglied des Königlichen Landes-Medizinal-Kollegs, Dresden
1884 Mitglied des Königlichen Medizinal-Ausschusses, Univ. München
1905 Vorsitzender der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte
Mitbegründer der Münchner Gynäkologischen Gesellschaft
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
1879 Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
Ehrungen:
Königlich-Sächsischer Hofrat
Geheimer Medizinalrat
Obermedizinalrat
Geheimrat
1891 Erhebung in den Adelsstand
Ritterkreuz der Wendischen Krone
weitere Informationen:
der Wigand-Martin-Winckel-Handgriff ist nach Franz von Winckel benannt

Werke (Auswahl):
Studien über den Stoffwechsel bei der Geburt und im Wochenbette, im Anschlusse an Harnanalysen bei Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen. Rostock 1865.
Die Pathologie und Therapie des Wochenbettes. Berlin 1866, 3. Auflage 1878 (übersetzt ins Holländische und Englische).
Die Pathologie der weiblichen Sexual-Organe in Lichtdruck-Abbildungen nach der Natur in Original-Grösse. Leipzig 1881.
Ueber die Bedeutung präcipitirter Geburten für die Aetiologie des Puerperalfiebers. München 1884.
Lehrbuch der Frauenkrankheiten. München 1886, 2. Auflage 1890.

Quellen:
Personalakte Franz von Winckel, UAR (Zuarbeit von Alexander Tech)
weitere Literatur:
Deutsches Biographisches Archiv I 1375,201-204; II 1411,216-220; III 996,421-422 (WBIS)
Stumpf, M.: Franz von Winckel: Geheimer Medizinal-Rat Professor und Direktor der K. Universitäts-Frauenklinik in München. Wiesbaden 1914.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
10.11.2010, klabahn  /  11.04.2018, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Franz (von) Winckel" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002461
(abgerufen am 23.04.2018)