Kahl, Wilhelm

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Kahl, Wilhelm

Prof.
1879 ao. Professor der Rechte
1879-1883 o. Professor der Rechte/Kirchenrecht

Fakultät:
1879-1883 Juristische Fakultät
Lehr- und Forschungsgebiete:
Kirchen-, Staats-, Verwaltungs-, Straf- und Prozessrecht
Fachgebiet:
86 Recht

weitere Vornamen:
Ernst Petrus
Lebensdaten:
geboren am 17.06.1849 in Kleinheubach (Unterfranken)
gestorben am 14.05.1932 in Berlin
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Friedrich Kahl (1806-1891),  Bezirksgerichtsdirektor, Schweinfurt
Mutter Ottilie Kahl, geb. Hallwach (1815-1892)

Kurzbiographie:
1867 Abitur, Schweinfurt
1867-1876 Studium der Rechte, Univ. Erlangen und Univ. München
ab 1876 Privatdozent, Univ. München
1879 ao. Professor der Rechte, Univ. Rostock
1879-1883 o. Professor der Rechte/Kirchenrecht, Univ. Rostock
1883-1888 o. Professor der Rechte, Univ. Erlangen
1888-1895 o. Professor der Rechte, Univ. Bonn
1895-1921 o. Professor der Rechte, Univ. Berlin
akademische Abschlüsse:
Promotion 1873 Dr. iur., Univ. Erlangen
Titel der Arbeit: Die Selbstständigkeitsstellung der protestantischen Kirche in Bayern gegenüber dem Staate.
Habilitation 1876 Dr. iur. habil. (Kirchenrecht), Univ. München
Titel der Arbeit: Ueber die Temporaliensperre, besonders nach bayerischem Kirchenstaatsrecht: mit Benützung amtlicher Quellen.

akademische Selbstverwaltung:
1880-1881 Dekan
Funktionen:
ab 1902 Mitglied des Komitees zur Vorbereitung einer Strafrechtsreform
ab 1911 Mitglied der Strafrechtskommission
ab 1919 Vorsitzender aller Parteitage der Deutschen Volkspartei
ab 1920 Mitglied des Strafsgerichtshofs des Deutschen Reichs
1921-1928 Präsident des 32.-35. Deutschen Juristentages
1927 Vorsitzender des Strafrechtsausschusses des Reichstags
vortragender Rat im Ministerium für geistliche Angelegenheiten
Mitherausgeber der Deutschen Juristenzeitung
Mitherausgeber der Deutschen Strafrechtszeitung
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
ab 1922 Deutscher Evangelischer Kirchenausschuss
Reihnische und Brandenburgische Provinzialsynode
Preußische Generalsynode
Ehrungen:
1894 Geheimer Justizrat
1895 Dr. theol. h. c., Univ. Bonn
1897 Erinnerungsdenkmünze der Centenarfeier Wilhelms I.
1919 Ehrenmitglied der Univ. Rostock
Lippesches Ehrenkreuz I. Kl.
Sachsen-Meininger Hausorden II. Kl.

Werke (Auswahl):
Die deutschen Amortisationsgesetze. Tübingen 1879.
Lehrbuch des katholischen und evangelischen Kirchenrechts: mit besonderer Rücksicht auf deutsche Zustände. Leipzig 1886.
Die Konfession der Kinder aus gemischter Ehe: zu den Vorschlägen über die Kodifikation des deutschen bürgerlichen Rechts. Freiburg im Breisgau 1895.
Das neue preußische "Irrlehregesetz". Berlin 1910.
Die deutsche Kirche im deutschen Staat. Berlin 1919.

Quellen:
Personalakte Wilhelm Kahl, UAR (Zuarbeit von Hanna Wichmann)
weitere Literatur:
Alsberg, Max: Wilhelm Kahl. Berlin 1929.
Appel, Kolja: Der Strafrechtler und Strafrechtsreformer Wilhelm Kahl (1849 - 1932): "Die Wissenschaft kann rücksichtslos aus den als wahr erkannten Prinzipien die letzten Folgerungen ziehen. Der Gesetzgeber nicht." Berlin 2014.
Burghard, Stefan: Professor Dr. Wilhelm Kahl : Leben zwischen Wissenschaft und Politik. Frankfurt am Main 2005.
Deutsches Biographisches Archiv II 671,316-328; III 455,103-111 (WBIS)
Hettinger, Michael: Wilhelm Kahl (1849-1932): "... der Strafrechtsreform eigentliche Seele ...". In: Grundmann, Stefan (Hg.): Festschrift 200 Jahre Juristische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin : Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Berlin 2010, S. 405-438.
Liebmann, Otto: Wilhelm Kahl als Mensch. In: Deutsche Juristen-Zeitung. Bd. 28.1923, S. 190-192.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
10.11.2010, klabahn  /  18.10.2018, btamm
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Wilhelm Kahl" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002484
(abgerufen am 22.10.2018)