Howitz, Claus

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Howitz, Claus

Prof. Dr. agr. habil.
1961-1966 Dozent für Agrarökonomik
1966-1969 Professor mit Lehrauftrag für Agrarökonomik
1969-1992 o. Professor für Ökonomie der Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft

Dokument:

Claus Howitz wurde am 01. März 1927, als Sohn des Kaufmanns und Landwirts Gerhard Howitz und seiner Ehefrau Wilhelmine, geb. Clausnitzer, in Hamburg geboren. Zwei Jahre nach seiner Geburt zog die Familie von Hamburg nach Barth, um dort den landwirtschaftlichen Betrieb der Großeltern zu übernehmen. Ab 1933 besucht Howitz die Knabenvolksschule in Barth, von der er 1937 in die örtliche Oberschule für Jungen wechselte. Während des Zweiten Weltkrieges wurde Howitz ab 1943 als Flakhelfer auf dem Barther Flugplatz eingesetzt. 1944 zog man ihn zum NS-Reichsarbeitsdienst in Swinemünde heran und im Jahr darauf folgte seine Einberufung zur Kriegsmarine auf Sylt. Aufgrund des nahenden Kriegsendes blieb er von aktiven Kampfhandlungen verschont.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fand Howitz eine landwirtschaftliche Lehrstelle in Steinfeld, im Kreis Schleswig. Im Frühjahr 1946 nahm er am Abiturlehrgang der Domschule zu Schleswig teil und ging anschließend zurück nach Barth, um seinen Eltern bei dem Aufbau eines landwirtschaftlichen Betriebes zu helfen. Im Wintersemester 1946/47 immatrikulierte sich Howitz an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Rostock, wo er seine Diplomprüfung mit Auszeichnung ablegte. Schon während des Studiums arbeitete er als Hilfsassistent am Institut für Landwirtschaftliche Betriebslehre, in dem er ab 1949 wissenschaftlicher Aspirant wurde. Im Jahr 1952 promovierte er mit einer Arbeit über "Die Fruchtfolgen in Mecklenburg in Abhängigkeit vom Anbauplan", mit dem Prädikat "magna cum laude".

Ab September 1951 wurde Howitz als Oberreferent und später als Abteilungsleiter im Staatssekretariat für Hochschulwesen eingesetzt. In dieser Tätigkeit oblag ihm der Bereich der landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen und veterinärmedizinischen Fakultäten. Dabei war es seine Aufgabe u.a. einen fünfjährigen Studienplan für das Landwirtschaftsstudium zu erarbeiten. Im Anschluss an diese Tätigkeit wurde er als Mitglied in den wissenschaftlichen Beirat für das Landwirtschaftsstudium berufen. Im September 1956 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Ministerium für Landwirtschaft, Erfassung und Forstwirtschaft in Berlin und zusätzlich Sekretär der DDR-Delegation der Ständigen Kommission für landwirtschaftliche und wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Landwirtschaft beim Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW).

Ab dem Sommersemester 1956 hielt Howitz zusätzlich an der Universität Rostock und zeitweise an der Humboldt-Universität zu Berlin Vorlesungen zu Wirtschaftsgeografie und Agrarwirtschaft der sozialistischen und kapitalistischen Länder. Von 1961 bis 1966 war er Dozent für Agrarökonomik an der Universität Rostock. Schon zu dieser Zeit hatte er den Posten eines kommissarischen Institutsdirektors inne. 1965 wurde er zum Prodekan der Landwirtschaftlichen Fakultät ernannt, diese Stelle besetzte er bis 1968. Währenddessen folgte 1966 seine Habilitation mit einer Arbeit "Zur Methodik des Niveauvergleiches der landwirtschaftlichen Produktion zwischen den Mitgliedsländern des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe". Ab 1966 war Howitz Professor mit Lehrauftrag für Agrarökonomik an der Universität Rostock. 1969 wurde er zum ordentlichen Professor für Ökonomie der Landwirtschaft und Nahrungsgüterwirtschaft berufen, dieser Berufung ging er bis zu seiner Emeritierung nach.

Neben seiner universitären Tätigkeiten etablierte sich Howitz auch im politischen Bereich. Er war Abgeordneter des Kreistages Königshausen (1957 - 1959), Abgeordneter der Bezirkstage Potsdam und Rostock (1959 - 1967), sowie ab 1967 Abgeordneter der Volkskammer der DDR. Aufgrund seiner Arbeit und seinen vielfältigen Tätigkeiten wurde Howitz mit diversen Ehrungen ausgezeichnet, unter anderem 1961 mit der Verdienstmedaille der DDR, 1974 mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Silber und mit dem Stern der Völkerfreundschaft im Jahre 1984.
Am 06. Juni 1997 verstarb Claus Howitz in Rostock.

Robert Jacksteit, Studentenbeitrag aus dem Jahr 2010.

eingestellt / geändert:
08.06.2010, mglasow  /  13.08.2018, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Claus Howitz" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002720
(abgerufen am 20.05.2019)