Sproemberg, Heinrich

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Sproemberg, Heinrich

Prof. Dr. phil. Dr. h. c.
1946-1950 o. Professor für mittlere und neuere Geschichte

Fakultät:
1946-1950 Philosophische Fakultät
Institut:
Historisches Seminar
Lehr- und Forschungsgebiete:
Verfassungs-, Rechts- und Wirtschaftgeschichte, Quellenkunde
Fachgebiet:
15 Geschichte

weitere Vornamen:
Friedrich Adolf Emmanuel
Lebensdaten:
geboren am 25.11.1889 in Berlin
gestorben am 10.06.1966 in Berlin
Konfession:
evangelisch-reformiert
Familie:
Vater Alfred Sproemberg (?-1903),  Kreisbauinspektor
Mutter Elisabeth Sproemberg (?-1946), geb. Dernburg

Kurzbiographie:
1909 Abitur, Berlin
1909-1914 Studium der Geschichte, Rechtswissenschaft und Nationalökonomie, Univ. Berlin
1914-1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg, Dienst in belgischer Sektion des Kriegspresseamtes, Oberste Heeresleitung
1918-1933 Privatgelehrter (selbstständiger Historiker und Schriftsteller); Berlin
1945 Dozent, Univ. Halle
1946-1950 Professor, Univ. Rostock
1950-1958 o. Professor für mittlere und neuere Geschichte, Univ. Leipzig
1958 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Promotion 1914 Dr. phil., Univ. Berlin
Titel der Arbeit: Die Bischöfe von Lüttich im elften Jahrhundert.

akademische Selbstverwaltung:
1946-1950 Seminardirektor
Funktionen:
1950-1958 Direktor des Instituts für Allgemeine Geschichte, der Abteilung Landesgeschichte, des Instituts für Deutsche Geschichte und ab 1951 der Historischen Abteilung des Sorbischen Instituts, Univ. Leipzig
1950-1958 Vorsitzender Historische Kommission des Landes Sachsen
1955 Gründer, bis 1957 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft des Hansischen Geschichtsvereins, DDR
Mitbegründer "Internationale Kommission für die Geschichte des Ständestaates und des Parlamentarismus"
Mitherausgeber "Forschungen zur mittelalterlichen Geschichte"
Mitarbeit "Jahresberichte für deutsche Geschichte"
Referent "Hansische Geschichtsblätter"
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
ab 1931 Organisation zum Austausch geschichtswissenschaftlicher Literatur
Ehrungen:
1965 Dr. h. c., Univ. Rostock ("bedeutender Erforscher der Geschichte des Mittelalters, insbesondere der hansischen Geschichte, Förderer des wissenschaftlichen Nachwuchses")

Werke (Auswahl):
Beiträge zur französisch-flandrischen Geschichte. Berlin 1931.
Die Entstehung der Grafschaft Flandern. Berlin 1935.
Judith, Königin von England, Gräfin von Flandern. Brüssel 1936.
Einführung zu Nicolas Japikse. Die Oranier. Statthalter und Könige in den Niederlanden. München 1939.
Die lothringische Politik Ottos des Großen. Bonn 1941.
Zum 50. Jahrestag der Gründung der Abteilung Landesgeschichte. Leipzig 1956.
Beiträge zur belgisch-niederländischen Geschichte. Berlin 1959.
Mittelalter und demokratische Geschichtsschreibung. Ausgewählte Abhandlungen. Berlin 1971.

Quellen:
Personalakte Heinrich Sproemberg, UAR
Liber memorialis [für] Heinrich Sproemberg. Études présentées à la Commission internationale pour l'histoire des assemblées d'états et du parlamentarisme, in: WZUR. G-Reihe, 17 (1968) Heft 1.
Heitzer, Heinz; Bartel, Horst: Wegbereiter der DDR-Geschichtswissenschaft. Berlin 1989, S.300-317.
Mertens, Lothar: Lexikon der DDR-Historiker. München 2006, S. 575.
Eintrag im Catalogus Professorum Lipsiensium (Link öffnen externer Link)
Sächsische Biographie (Link öffnen externer Link)
weitere Literatur:
Heitz, Gerhard (u. a.): Heinrich Sproemberg zum Gedenken, in: Zeitschrift für Geschichte, 14 (1966), 6, S. 977-978.
Heinrich Sproemberg (1889-1966) zum Gedächtnis, in: WZUR, G-Reihe 17 (1968), Heft 1, S. 3-8. [siehe Anhang]
Heitz, Gerhard: Heinrich Sproembergs Wirken für die mecklenburgische Landesgeschichte. Zu seinem 100. Geburtstag (25.11.1989), in: Forschungen zur Geschichte Mecklenburgs, Beitragsfolge 2 (1989), S. 3-5.
Didczuneit, Veit: Heinrich Sproemberg. Ein Außenseiter seines Faches. Unter besonderer Berücksichtigung seiner Tätigkeit als Leipziger Hochschullehrer 1950 bis 1958, in: Geschichtswissenschaft in Leipzig. Leipzig 1994, S. 11-90.
Didczuneit, Veit: Heinrich Sproemberg. Ein nichtmarxistischer Historiker in der DDR, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 45 (1994) 9, S. 573-578.
Deutsches Biographisches Archiv II 1245, 212-213; III 870, 69-97. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
09.06.2010, nhapp  /  10.02.2015, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Heinrich Sproemberg" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002723
(abgerufen am 22.11.2017)