Polzin, Martin

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Polzin, Martin

Prof. Dr. sc. phil.
1958-1963 Dozent für Wissenschaftlichen Sozialismus
1963-1966 Professor mit Lehrauftrag für Neuere und Neueste Geschichte
1966-1972 Professor mit vollem Lehrauftrag für Deutsche Geschichte der neuen und neuesten Zeit

Fakultät:
1958-1968 Philosophische Fakultät
1968-1972 Sektion Geschichte
Institut:
Historisches Institut für mittlere und neuere Geschichte und für historische Hilfswissenschaften (ab 1960 Historisches Institut)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, Geschichte des Kapp-Putsches, Geschichte der Seefahrt
Fachgebiet:
15 Geschichte

Lebensdaten:
geboren am 31.08.1928 in Köslin (Pommern)
gestorben am 10.05.1983 in Rostock
Familie:
Vater Albert Polzin (1887-1965),  Landarbeiter
Mutter Helene Polzin (1888-1970), geb. Hardtke,  Landarbeiterin

Kurzbiographie:
1944-1946 Marinehelfer, Marineflak auf Rügen, April 1945 Panzergrenadier in Hamburg und Ostholstein, anschließend britische Kriegsgefangenschaft und Flucht
1946 Hilfsarbeiter, Rehna (Mecklenburg)
1947-1948 Vorstudienabteilung, Univ. Rostock
1948 Abitur, Rostock
1948-1952 Studium der Geschichte, Philosophie und Ökonomie, Univ. Rostock und Leipzig
1952-1972 wiss. Assistent, 1953 Oberassistent, 1958 Dozent, 1963 Professor, Univ. Rostock
1959 Gastdozent (5 Wochen) für die Geschichte der Weimarer Republik, Univ. Ulan-Bator (Mongolei)
1971-1972 Forschungsurlaub
1972-1983 o. Professor für Geschichte der Arbeiterbewegung, Ingenieurhochschule für Seefahrt Warnemünde-Wustrow
akademische Abschlüsse:
Studium 1952 Dipl.-Lehrer (Marxismus-Leninismus), Univ. Leipzig
Promotion 1958 Dr. phil., Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Grundlagen und Geschichte der Maikundgebungen von 1890-1918 in Rostock. Ein heimatgeschichtlicher Beitrag speziell zur Erforschung der Maitradition in der Arbeiterbewegung.
Habilitation 1962 Dr. phil. habil., Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Der Kampf des mecklenburgischen Landproletariats gegen Junkertum und Militarismus während des Kapp-Putsches 1920. Ein Beitrag zur Geschichte der Landarbeiterbewegung.

akademische Selbstverwaltung:
1958 Prorektor für das gesellschaftswissenschaftliche Grundstudium
1958-1961 kommissarischer Institutsdirektor
1959-1961 kommissarischer Fachrichtungsleiter für Geschichte
1961-1968 Abteilungsleiter für Geschichte der neuen und neuesten Zeit
1966-1969 Dekan
bis 1971 stellv. Sektionsdirektor für Erziehung und Ausbildung
Ehrungen:
1959 Ehrennadel der Univ. Leipzig
1960 Artur-Becker-Medaille der FDJ in Silber
1963 Verdienstmedaille der DDR
1976 Vaterländischer Verdienstorden in Bronze

Werke (Auswahl):
Kapp-Putsch in Mecklenburg. Junkertum und Landproletariat in der revolutionären Krise nach dem 1. Weltkrieg. Rostock 1966.
Novemberrevolution und Gründung der KPD in Rostock. Rostock 1968.
Gemeinsam mit Witt, Horst: Rostock - von der bürgerlich-demokratischen Revolution 1848/49 bis 1945. Rostock 1974.
Gemeinsam mit Hessel, Manfred: Der Streik der Hamburger Hafenarbeiter und Seeleute im Jahre 1896/97 als revolutionäre Tradition der Arbeiterklasse in der Seewirtschaft. Warnemünde 1976.
Als Leiter eines Verfasserkollektivs: Erbe, Tradition, Verpflichtung. Zur Geschichte der Ingenieurhochschule für Seefahrt, Warnemünde-Wustrow. Warnemünde 1979.
Gemeinsam mit Großkopf, Fred-Rainer: Das Nationalkomitee "Freies Deutschland" und der antifaschistische Kampf deutscher Seeleute. Warnemünde 1981.

Quellen:
Personalakte Martin Polzin, UAR
weitere Literatur:
Mertens, Lothar: Lexikon der DDR-Historiker. Münschen 2006, S. 489.
Deutsches Biographisches Archiv III 712, 78. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
15.06.2010, mglasow  /  02.06.2014, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Martin Polzin" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002726
(abgerufen am 20.09.2017)