Gerstenberg, Walter

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Gerstenberg, Walter

Prof. Dr. phil. habil. Dr. h. c.
1940-1941 Dozent für Musikwissenschaft
1941-1946 apl. Professor für Musikwissenschaft
1946-1948 Professor mit vollem Lehrauftrag für Musikwissenschaft

Fakultät:
1940-1948 Philosophische Fakultät
Institut:
Institut für Musikwissenschaft
Lehr- und Forschungsgebiete:
Musik und Musikverhältnisse des Spätmittelalters und der Barockzeit, Fragen der Aufführungspraxis alter Musik in der Gegenwart, Ideengeschichte der Musik
Fachgebiet:
24 Musikwissenschaft

weitere Vornamen:
Erich Bruno
Lebensdaten:
geboren am 26.12.1904 in Hildesheim
gestorben am 26.10.1988 in Tübingen
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Gerstenberg, Albert (?-1942),  Lehrer

Kurzbiographie:
1923 Abitur, Hildesheim
1925-1929 Studium der Musikwissenschaften, Philosophie, Germanistik, Univ. Berlin, Leipzig
1929-1932 Hilfsassistent, Univ. Leipzig und Lehrer am Landeskonservatorium, Leipzig
1935-1940 Privatdozent, ab 1938 Lehrauftrag für Deutsche Musikgeschichte und historische Musizierpraxis, Univ. Köln
1940 Lehrstuhlvertretung und Dozent, Univ. Rostock
1941-1943 Wehrmacht, zuletzt Sanitäts-Obergefreiter
1941-1948 Professor, Univ. Rostock (1946 kurzzeitige Entlassung)
1948-1952 o. Professor für Musikwissenschaft, FU Berlin
1952-1970 o. Professor für Musikwissenschaft, Univ. Tübingen
1970 Emeritierung
1974 Honorarprofessor, Univ. Salzburg
akademische Abschlüsse:
Promotion 1929 Dr. phil., Univ. Leipzig
Titel der Arbeit: Die Klavierkompositionen Domenico Scarlattis.
Habilitation 1935 Dr. phil. habil., Univ. Köln
Titel der Arbeit: Beiträge zur Problemgeschichte der evangelischen Kirchenmusik.

akademische Selbstverwaltung:
1941-1948 Institutsdirektor
Funktionen:
ab 1941 ehrenamtlicher Beirat für Musikangelegenheiten, Konservatorium der Musik mit Jugendmusikschule, Rostock
ab 1941 Leiter und Herausgeber der "Landschaftsdenkmale der Musik in Mecklenburg-Pommern"
1946-1948 Direktor bzw. stellv. Direktor, Staatliche Hochschule für Musik, Rostock
ab 1947 Musikleiter der Tanzabteilung, Musikhochschule Rostock
ab 1947 Führungsausschuss der Deutschen Volksbühne für Mecklenburg-Vorpommern, Musikhochschule Rostock
1964-1978 Präsident der Internationalen Schubert-Gesellschaft, Tübingen
1965-1966 Rektor, Univ. Tübingen
Mitglied des Zentralinstituts für Mozartforschung, Internationale Stiftung Mozarteum, Tübingen
Teil des Herausgeberkollegiums "Neue Bach-Ausgabe"
Herausgeber "Tübinger Bach-Studien"
Mitbegründer "Neue Schubert-Ausgabe"
Mitherausgeber "Archiv für Musikwissenschaft"
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
ab 1942 Mitglied des Staatlichen Instituts für Musikforschung, Berlin
Ehrungen:
1974 Dr. h. c., Univ. Salzburg

Werke (Auswahl):
Zur Erkenntnis der Bachschen Musik. Berlin 1951.
(Hg.): Bericht über den Internationalen Musikwissenschaftlichen Kongress. Hamburg 1956.
(Hg.): Numerus und affectus. Studien zur Musikgeschichte. Kassel u. a. 1959.
Musikerhandschriften von Palestrina bis Beethoven. Zürich 1960.
Über Mozarts Klangwelt. Tübingen 1966. (Rektoratsrede)

Quellen:
Personalakte Walter Gerstenberg, UAR
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 160-161.
Graphische Sammlung des Kunsthistorischen Instituts der Universität Tübingen (Link öffnen externer Link)
Wiki des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Leipzig (Link öffnen externer Link)
weitere Literatur:
Dadelsen, Georg von; Holschneider, Andreas (Hg.): Festschrift Walter Gerstenberg zum 60. Geburtstag. Wolfenbüttel; Zürich 1964.
Deutsche Biographische Enzyklopädie Online
Deutsches Biographisches Archiv II 443, 282; III 292, 114. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
07.07.2010, nhapp  /  05.10.2015, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Walter Gerstenberg" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002743
(abgerufen am 20.11.2017)