Pietruschka, Georg

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Pietruschka, Georg

Prof. Dr. sc. med.
1958-1960 Professor mit Lehrauftrag für Augenheilkunde
1960-1961 Professor mit vollem Lehrauftrag für Augenheilkunde
1961-1969 Professor mit Lehrstuhl für Augenheilkunde
1969-1979 o. Professor für Augenheilkunde

Fakultät:
1958-1969 Medizinische Fakultät
1969-1979 Bereich Medizin
Institut:
Klinik und Poliklinik für Augenkrankheiten
Lehr- und Forschungsgebiete:
Glaukomforschung
Fachgebiet:
44 Medizin

Lebensdaten:
geboren am 28.04.1914 in Radoschau (Oberschlesien)
gestorben am 28.10.1994 in Rostock
Familie:
Vater Josef Pietruschka (1885-1959),  Grubenarbeiter
Mutter Franziska Pietruschka (1892-1958)

Kurzbiographie:
1934 Abitur, Hindenburg (Ostschlesien)
1934-1939 Studium der Humanmedizin in Breslau, Berlin und Frankfurt am Main
1939-1943 Wehrmacht, Assistenzarzt, zuletzt Oberarzt der Reserve
1943-1945 Gefangennahme in Stalingrad; Lagerarzt im Kriegsgefangenenlager Oranki sowie in Jelabuga, dort jeweils stellv. Vorsitzender des "Nationalkomitees Freies Deutschland" (NKFD); 1944 Antifa-Schule Krassno-Gorsk, ab 1944 Leiter einer Einsatzgruppe des NKFD an der Front
1945-1946 Referent der Zentralverwaltung für das Gesundheitswesen der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ)
1946-1950 stellv. Leiter des Landesgesundheitsamtes Mecklenburg und Schwerin
1950-1957 Univ.-Augenklinik Charité in Berlin, ab 1956 Dozent für Augenheilkunde
1958-1979 Professor für Augenheilkunde, Univ. Rostock
1979 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Studium 1939 Medizinisches Staatsexamen, Univ. Frankfurt am Main
Promotion 1942 Dr. med., Univ. Frankfurt am Main
Titel der Arbeit: Klinische Beobachtungen bei der Lebercirrhose.
Habilitation 1956 Dr. med. habil. (Augenheilkunde), Humboldt-Univ. Berlin
Titel der Arbeit: Klinische, klinische-experimentelle und statistische Untersuchungen zur Frage der Ätiologie und Pathogenese des primären Glaukoms.

akademische Selbstverwaltung:
1958-1979 Klinikdirektor
1960-1966 Prodekan für den wiss. Nachwuchs
1966-1967 Prodekan für Ausbildung und Erziehung
Funktionen:
1946-1950 Vorsitzender der Gewerkschaft medizinischer Berufe
1957-1958 kommissarischer Direktor der Univ.-Augenklinik Charité Berlin
1959-1979 Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Glaukom und Tonometrie" des Zentralen Arbeitskreises Ophthalmologie
ab 1960 Vorsitzender der Mecklenburgischen Augenärztlichen Gesellschaft
1973-1985 Mitglied der Zentralen Fachkommission für Augenheilkunde an der Akademie für Ärztliche Fortbildung der DDR
ab 1976 Redaktionsmitglied der "Folia Ophthalmologica"
Ehrungen:
1957 Ernst-Moritz-Arndt-Medaille
1958 Auszeichnung "Kämpfer gegen den Faschismus"
1963 Ehrennadel der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft in Gold
1963 Ehrennadel der Nationalen Front
1964 Verdienter Arzt des Volkes
1966 Vaterländischer Verdienstorden in Bronze
1969 Ehrenmitglied der Bulgarischen Augenärztlichen Gesellschaft
1969 Verleihung des Titels Obermedizinalrat
1975 Ehrennadel des Komitees des Antifaschistischen Widerstands
1979 Ehrenmitglied der Gesellschaft der Augenärzte der DDR
1980 Vaterländischer Verdienstorden in Silber
1984 Ehrenplakette der Gesellschaft der Augenärzte der DDR

Werke (Auswahl):
Klinische Untersuchungen zur Frage der Ätiologie des primären Glaukoms. Aus der Universitäts-Augenklinik der Charité Berlin. Halle (Saale) 1959.
Das gesunde und das kranke Auge. Allgemeinverständliche Abhandlung aus dem Gebiet der Augenheilkunde. Berlin 1961.
Lehrbuch der Augenheilkunde. Leipzig 1963, 3. Aufl. 1976.
Unsere Augen, ihr Schutz und ihre Pflege. Berlin 1974.
Das Glaukom. Leipzig 1976.
Ophthalmologie. Leipzig 1977.
Ophthalmologie für Stomatologen. Leipzig 1982.

Quellen:
Personalakte Georg Pietruschka, UAR
Albrecht, Günter; Hartwig, Wolfgang (Hg.): Ärzte. Erinnerungen, Erlebnisse, Bekenntnisse. Berlin 1988, S. 484-486.
Busch, Reinhold: Die Ärzte von Stalingrad. Teil3, Stalingrad: zurück aus der Hölle. Berlin 2006, S. 1131-1164.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
08.07.2010, mglasow  /  26.08.2015, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Georg Pietruschka" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002744
(abgerufen am 19.11.2017)