Nehring, Kurt

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Nehring, Kurt

Prof. Dr. phil. Dr. h. c. mult.
1936-1940 außerplanmäßiger ao. Professor für Agrikulturchemie
1940-1945 apl. Professor für Agrikulturchemie
1947-1951 Professor mit vollem Lehrauftrag für Agrikulturchemie
1951-1963 Professor mit Lehrstuhl für Agrikulturchemie und Bodenkunde

Fakultät:
1936-1944 Philosophische Fakultät
1944-1945 Landwirtschaftliche Fakultät
1947-1963 Landwirtschaftliche Fakultät
Institut:
Landwirtschaftliche Versuchsstation
Institut für Agrikulturchemie (ab 1948 Institut für Agrikulturchemie und Bodenkunde)
Lehr- und Forschungsgebiete:
Tierfutter, Tierernährung
Fachgebiet:
48 Land- und Forstwirtschaft

weitere Vornamen:
Kurt Julius Adolf
Lebensdaten:
geboren am 29.05.1898 in Posen
gestorben am 29.04.1988 in Rostock
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Ernst Edmund Nehring (1866-1898),  Landwirt und Kaufmann
Mutter Marie Nehring (1871-1936), geb. Dubnack

Kurzbiographie:
1915 Abitur, Königsberg
1915-1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg, Dienst in Lazaretten
1918-1921 Studium der Chemie, Physik, Botanik und Geologie, Univ. Freiburg und Univ. Königsberg
1921-1935 Assistent am Agrikulturchemischen Institut, 1923 wiss. Hilfsarbeiter am Pharmakologischen Institut/Laboratorium, 1925 Assistent am Kulturtechnischen Institut, 1926 Assistent am Agrikulturchemischen Institut, 1928 Privatdozent für Agrikulturchemie, 1934-1935 Lehrstuhlvertretung, 1935 nichtbeamteter ao. Professor, Univ. Königsberg
1927 Staatsexamen als Nahrungsmittelchemiker
1935-1936 Lehrstuhlvertretung für Agrikulturchemie und Tierernährung, Univ. Jena
1936-1945 Direktor und Leiter des Kuratoriums der Landwirtschaftlichen Versuchsstation Rostock (der Abteilung Landwirtschaft des Mecklenburgischen Staatsministerium unterstellt) (Finanzierung durch den NS-Reichsnährstand), 1945 wegen NS-Belastung als Direktor abgesetzt, aber weiterhin wiss. Mitarbeiter
1936-1963 Professor (mit Unterbrechung wegen NS-Belastung), Univ. Rostock
1946-1962 Direktor des Instituts für landwirtschaftliches Versuchs- und Untersuchungswesen der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR (AdL) (nebenamtlich)
1963 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Promotion 1921 Dr. phil., Univ. Königsberg
Titel der Arbeit: Über die Bildung von Biuret und Cyanursäure aus Harnstoff und einige neue Derivate der Isocyanursäure und des Cyanamids.
Habilitation 1928 (Agrikulturchemie), Univ. Königsberg

akademische Selbstverwaltung:
1944-1945 kommissarischer Institutsdirektor
1945 kommissarischer Dekan
1948-1963 Institutsdirektor
1952-1956 Dekan
1952-1955 kommissarischer Direktor des Instituts für Kulturtechnik
Funktionen:
1952-1963 Aufbau, ab 1954 Direktor des Oskar-Kellner-Instituts für Tierernährung der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin (AdL)
1952-1963 Direktor des Instituts für Tierernährung und Bodenkunde der AdL, Leipzig-Möckern
ab 1955 Chefredakteur der "Zeitschrift für Landwirtschaftliches Versuchs- und Untersuchungswesen"
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
1951-1977 Deutsche Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin (AdL)
ab 1957 Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
ab 1963 Auswärtiges Mitglied der Schwedischen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften
Ehrungen:
1952 Nationalpreis der DDR, II. Klasse
1956, 1965 Dr. h. c., Humboldt-Univ. Berlin
1957 Ehrenmitglied der Tschechoslowakischen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Prag
1959 Vaterländischer Verdienstorden in Silber
1961 Verdienstmedaille der DDR
1963 Erwin-Baur-Medaille der AdL
1965 Lehmann-Henneberg Preis
1968 Dr. h. c., Univ. Rostock
1969 Ehrennadel der Univ. Rostock
1977 Internationaler Preis für Zootechnik der Univ. Turin (Italien)

Werke (Auswahl):
Gärfutterbereitung, einfach und leicht. Leitfaden zur Gewinnung und Verwendung des Gärfutters. Berlin 1949.
Lehrbuch der Tierernährung und Futtermittelkunde. Radebeul (u.a.) 1950, 9. Aufl. 1972.
Neubearbeitung: Agrikulturchemisches Praktikum: Quantitative Analyse zur Untersuchung von Dünge- und Futtermitteln, der Milch und des Bodens zum Gebrauch für Studierende der Agrikulturchemie, Land- und Forstwirtschaft sowie Naturwissenschaften. 2. Aufl., Berlin 1951.
(Hg.): Die Bewertung der Futterstoffe und andere Probleme der Tierernährung. 100 Jahre Möckern. Berlin 1954.
(Hg.): Futtermitteltabellenwerk. Berlin 1970, 2. Aufl. 1972.
Gemeinsam mit Lüddecke, Fritz: Ackerfutterpflanzen: (Anbautechnik, Arbeitsaufwand, Futterwert, Nährstoffertrag). Berlin 1971.

Quellen:
Personalakte Kurt Nehring, UAR; zusammengestellt von Sandra Schütt, Rostock
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 293-295.
weitere Literatur:
Deutsches Biographisches Archiv II 939, 176-180; III 658, 223-232. (WBIS)
Gerber, Theophil: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin. Bd. 2, 2. Aufl., Berlin 2004, S. 521-522.
Wandt, Bernhard: Kurt Nehring, in: BGUR 10 (1987), S. 53-54.
Lüddecke, Fritz: Geschichte der Rostocker Tier- und Pflanzenernährungsforschung im Zeitraum von 1793-1962. Rostock 1987, S. 15-44.
Geschichte des Instituts für Pflanzenernährung und Agrikulturchemie (Link öffnen externer Link)
Nachlass Kurt Nehring im UAR
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
25.08.2010, mglasow  /  28.05.2015, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Kurt Nehring" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002782
(abgerufen am 20.11.2017)