Curschmann, Hans

direkt zum Inhalt

Curschmann, Hans

Prof. Dr. med.
1916-1921 ao. Professor für Innere Medizin
1921-1940 o. Professor für Innere Medizin

Fakultät:
1916-1940 Medizinische Fakultät
Institut:
Medizinische Poliklinik
Lehr- und Forschungsgebiete:
organische Neurologie, insbesondere Konstitutionspathologie, Neurosen, Hypothreosen, Myopathien, Erkrankungen des Rückenmarks, des endokrinen Systems, Blut- und Stoffwechselkrankheiten, allgemeine und spezielle Therapie sowie die Balneologie
Fachgebiet:
44 Medizin

weitere Vornamen:
Heinrich
Lebensdaten:
geboren am 14.08.1875 in Berlin
gestorben am 10.03.1950 in Rostock
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Prof. Dr. med. Heinrich Curschmann (1846–1910),  Internist, Univ. Leipzig
Mutter Margarethe Curschmann (1847-1915), geb. Lohde

Kurzbiographie:
1895 Abitur, Leipzig
1895-1900 Studium der Humanmedizin, Univ. Freiburg, Leipzig, München
1900 Volontärassistent am Pathologisch-Anatomischen Institut, Univ. Leipzig
1900-1901 Einjähriger Freiwilliger in Dresden und Leipzig
1901-1904 Assistenzarzt, Medizinische Univ.-Klinik Heidelberg
1904 Volontärassistent, II. Medizinische Klinik der Charité Berlin
1904-1907 Assistenzarzt, ab 1906 Privatdozent für Innere Medizin, Medizinische Univ.-Klinik Tübingen
1907-1916 Leitender Arzt, dann Direktor der Medizinischen Abteilung des Städtischen St. Rochus-Hospitals in Mainz
1914-1918 Heimatkriegseinsatz als fachärztlicher Beirat für Innere Medizin in verschiedenen Lazaretten, 1918 Fronteinsatz in Feldlazaretten, zuletzt Stabsarzt
1916-1940 Professor für Innere Medizin, Univ. Rostock
1940 Emeritierung, bis 1941 kommissarische Weiterführung der Ämter
1941 Nebenamtliche Leitung des Hilfskrankenhauses Augustenschule in Rostock
1942 Tätigkeit als Arztvertreter und Leiter der Inneren Abteilung des städtischen Krankenhaus in Güstrow
1942-1945 Niedergelassener Internist und medizinischer Gutachter in Rostock
1945-1950 Niedergelassener Facharzt für Innere Krankheiten in Rostock
1947 als Emeritus-Professor an der Univ. Rostock von der Sowjetischen Militäradministration bestätigt
akademische Abschlüsse:
Promotion 1900 Dr. med., Univ. Leipzig
Titel der Arbeit: Über Cystitis typhosa.
Habilitation 1906 (Innere Medizin), Univ. Tübingen
Titel der Arbeit: Beiträge zur Physiologie und Pathologie der kontralateralen Mitbewegungen.

akademische Selbstverwaltung:
1916-1940 Klinikdirektor
1925-1926 Dekan
1940-1941 kommissarischer Klinikdirektor
1946-1948 Klinikdirektor
1946 Dekan
Funktionen:
ab 1917 Mitglied des Vorstandes, später 2. Vorsitzender der Gesellschaft Deutscher Nervenärzte
ab 1918 Mitglied des Vorstandes des Landvereins Mecklenburg zur Bekämpfung der Tuberkulose
ab 1918 Initiator und ehrenamtlicher Leiter der Tuberkulosefürsorgestelle Rostock
ab 1921 stellv. Vorsitzender des ärztlichen Vereins in Rostock
ab 1922 Im Vorstand, später Vorsitzender der Ortsgruppe Rostock und Mitglied des Landesvorstandes Mecklenburg der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP)
ab 1924 Mitbegründer und später geschäftsführender Vorsitzender der Nordwestdeutschen Gesellschaft für Innere Medizin
1931 Gründung der ersten heilklimatischen Forschungsstation an der Ostsee in Warnemünde
ab 1933 Kreisarzt des Kreises Rostock
1945 Leiter der Rostocker Ärzteschaft und des kommunalen Gesundheitswesens
Ehrungen:
1932 "Kaiserin-Friedrich-Haus-Medaille" für Verdienste um die ärztliche Fortbildung
1947 Ehrenmitglied der Gesellschaft für Innere Medizin und Kinderheilkunde in Rostock
1948 Ehrenpräsident der Nordwestdeutschen Gesellschaft für Innere Medizin

Werke (Auswahl):
(Hg.): Lehrbuch der Nervenkrankheiten. Berlin 1909, 2. Aufl. 1925 (gemeinsam mit Kramer, Franz)
Nervenkrankheiten. Die wichtigsten Kapitel für die Praxis. München 1924.
Endokrine Krankheiten. Dresden 1927, 3. Aufl. 1943.
Gemeinsam mit Matthes, Max (Hg.): Lehrbuch der Differentialdiagnose innerer Krankheiten. 7. Aufl., Berlin 1934, 13. Aufl. 1950.
Lehrbuch der speziellen Prognostik innerer Krankheiten. Stuttgart 1942, 3. Aufl. 1948.
Gemeinsam mit Jores, Arthur: Lehrbuch der speziellen Therapie innerer Krankheiten.Berlin (u.a.) 1947.

Quellen:
Personalakte Hans Curschmann, UAR; zusammengestellt von Nicole Preuß, Rostock
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 112-114.
weitere Literatur:
Biographisches Lexikon für Mecklenburg. Bd. 2, Rostock 1999, S. 82-85.
Deutsches Biographisches Archiv II 245, 73-78; III 158, 67. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
08.09.2010, mglasow  /  02.06.2014, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Hans Curschmann" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002793
(abgerufen am 13.12.2017)