Braeuer, Walter

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Braeuer, Walter

Prof. Dr. rer. pol.
1947-1950 Professor mit vollem Lehrauftrag für Statistik

Fakultät:
1947-1950 Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät
Lehr- und Forschungsgebiete:
Probleme des Kapitalismus und des Sozialismus, Thünens Lohntheorie, Statistik, dialektischer Materialismus
Fachgebiet:
83 Volkswirtschaft

weitere Vornamen:
Fritz Robert Julius
Lebensdaten:
geboren am 05.10.1906 in Hanau (Hessen)
gestorben am 12.03.1992 in Reinbek (Schleswig-Holstein)
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Friedrich Braeuer,  Kaufmann
Mutter Clara Braeuer, geb. Weis

Kurzbiographie:
1925 Abitur, Hanau
1925-1930 Studium der Wirtschaftswissenschaften, Handelshochschule Mannheim, Berlin
1930-1934 Studium der Wirtschaftswissenschaften, Univ. Frankfurt am Main
1934-1936 Tätigkeit als außerordentlicher Übersetzer, Internationales Arbeitsamt Genf
1937-1939 Tätigkeit als Übersetzer, Paris
1940-1945 Inhaftierung in Paris, ab 1942 in Kassel wegen der "Vorbereitung zum Hochverrat"
1945-1946 Tätigkeit als wiss. Hilfsarbeiter, Thünenarchiv der Univ. Rostock, Schwerin
1946-1950 Lehrauftrag, 1947 Professor mit vollem Lehrauftrag für Statistik, Univ. Rostock
1950 Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland
1950-1952 Beschäftigung im Vittorio Klostermann Verlag, Frankfurt am Main
1954-1956 Bibliothekar und Übersetzer, Zentralfachschule der deutschen Süßwarenwirtschaft, Solingen
1957-1959 Übersetzer bei Accumulatorenfabrik, Frankfurt am Main
1961-1972 Dozent, ab 1963 apl. Professor, ab 1971 Professor (C3), Univ. Marburg
1972 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Studium 1930 Dipl. Kaufmann, Handelshochschule Berlin
Promotion 1934 Dr. rer. pol., Univ. Frankfurt am Main
Titel der Arbeit: Kartell und Konjunktur. Der Meinungsstreit in fünf Jahrzehnten.
Habilitation 1946 Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Thünens Lohnformel √ap.

Funktionen:
ab 1946 Regierungsdirektor und Leiter der Abt. Statistik der Landesregierung M-V

Werke (Auswahl):
Handbuch zur Geschichte der Volkswirtschaftslehre. Ein bibliographisches Nachschlagewerk. Frankfurt am Main 1952.
Frankreichs wirtschaftliche und soziale Lage um 1700. Dargestellt unter besonderer Berücksichtigung der Werke von Vauban und Boisguillebert. Marburg 1968.
Urahnen der Ökonomie. Von der Volkswirtschaftslehre des Altertums und des Mittelalters. München 1981.

Quellen:
Personalakte Walter Braeuer, UAR
Fülberth, Georg: Widerstand und Gelehrsamkeit: Walter Braeuer. In: Antifaschismus. Heilbronn 1996, S. 208-217.
weitere Literatur:
Braeuer, Leni; Hinze, Heinz: Der Thünen-Professor Dr. Walter Braeuer. Sein Leben als Forscher und Sammler und das Jahrhundert einer Rostocker Familie. Leinfelden-Echterdingen 2008.
Seifert, Eberhard K.: Braeuer, Walter. In:Biographisches Handbuch der deutschsprachigen wirtschaftswissenschaftlichen Emigration nach 1933. Bd.1. München 1999, S. 345-352.
Deutsches Biographisches Archiv (DBA) II 163, 334-335; III 105, 302.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
18.10.2010, eeckhardt  /  28.10.2014, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Walter Braeuer" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002823
(abgerufen am 18.10.2017)