Mayer, Hellmuth

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Mayer, Hellmuth

Prof. Dr. iur. et rer. pol.
1930-1944 o. Professor für Strafrecht, Verfahrensrecht und Rechtsphilosophie

Fakultät:
1930-1944 Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät (1924-1948)
Institut:
Kriminalistisches Seminar
Fachgebiet:
86 Recht

weitere Vornamen:
Gerhard
Lebensdaten:
geboren am 01.05.1895 in Würzburg
gestorben am 09.04.1980 in Kiel
Konfession:
evangelisch-lutherisch
Familie:
Vater Ernst Mayer (1862-1932),  Rechtshistoriker in Würzburg
Mutter Karoline Mayer, geb. Koch

Kurzbiographie:
1914 Abitur, Würzburg
1914-1920 Studium der Rechtswissenschaft, Univ. Würzburg
1914-1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg, 2. bayerisches Feldartillerie-Regiment, zuletzt Leutnant
1920 Erste Juristische Staatsprüfung, Würzburg
1920-1922 Referendariat, Würzburg
1923 Tätigkeit als Gerichtsassessor, Zweites Juristisches Staatsexamen, Würzburg
1924-1928 Rechtsanwalt, Landgericht Würzburg
1928-1930 Privatdozent, Univ. Erlangen
1930-1947 Professor, ab 1944 Vertretung des Lehrstuhls für Strafrecht, Verfahrensrecht und Rechtsphilosophie, Univ. Rostock
1939-1942 Wehrmacht (mit Unterbrechung), zuletzt Major
1944-1963 o. Professor für Strafverfahrensrecht, Zivilprozessrecht, Rechtsphilosophie, Rechtsgeschichte und Philosophie, Univ. Kiel
1963 Emeritierung, Fortsetzung der Lehrtätigkeit, Univ. Kiel
akademische Abschlüsse:
Promotion 1921 Dr. iur. et rer. pol., Univ. Würzburg
Titel der Arbeit: Zuchtgewalt und Strafrechtspflege. Ein grundsätzlicher Versuch.
Habilitation 1928 Univ. Erlangen
Titel der Arbeit: Der amtsrichterliche Strafbefehl.

akademische Selbstverwaltung:
1930-1944 Seminardirektor
1944 Dekan
Funktionen:
1951 Dekan, Univ. Kiel
ab 1961 Herausgeber "Kriminologische Forschungen"

Werke (Auswahl):
Die Untreue im Zusammenhang der Vermögensverbrechen. München 1926.
Das Strafrecht des deutschen Volkes. Stuttgart 1936.
Strafrecht. Stuttgart, Köln 1953.
Strafrechtsreform für heute und morgen. Berlin 1962.
Zusammen mit Geerds, Friedrich: Beiträge zur gesamten Strafrechtswissenschaft. Berlin 1966.
Die gesellige Natur des Menschen. Sozialanthropologie aus kriminologischer Sicht. Berlin 1977.

Quellen:
Personalakte Hellmuth Mayer, UAR
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 274-275.
Angaben durch Dr. med. Ernst Theodor Mayer (Sohn)
weitere Literatur:
Willsch, Natalie: Hellmuth Mayer (1895-1980). Vom Verteidiger im Hitler-Prozess 1924 zum liberal-konservativen Strafrechtswissenschaftler. Das vielgestaltige Leben und Werk des Kieler Strafrechtslehrers. Berlin 2008.
Willsch, Natalie: Der Strafrechtslehrer Hellmuth Mayer (1895-1980) im Hitler-Prozess, im Dritten Reich und in der "SPIEGEL"- Affäre. In: Schleswig-Holsteinische Anzeigen - Amtliches Justizministerialblatt (2010) Nr. 1, S. 4-10.
Deutsches Biographisches Archiv (DBA) II 888,129-130.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
01.11.2010, eeckhardt  /  11.06.2014, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Hellmuth Mayer" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00002829
(abgerufen am 19.11.2017)