Dürwald, Wolfgang

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Langeintrag

Dürwald, Wolfgang

Prof. Dr. med. habil.
1958 Dozent für Gerichtliche Medizin
1958-1959 Professor mit vollem Lehrauftrag für Gerichtliche Medizin (mit der Wahrnehmung beauftragt)
1959-1960 Professor mit Lehrauftrag für Gerichtliche Medizin
1960-1961 Professor mit vollem Lehrauftrag für Gerichtliche Medizin

Fakultät:
1958-1961 Medizinische Fakultät
Institut:
Pathologisches Institut, ab 1958 Institut für Gerichtliche Medizin
Fachgebiet:
44 Medizin

weitere Vornamen:
Heinz
Lebensdaten:
geboren am 13.01.1924 in Hagen (Westfalen)
gestorben am 24.05.2014 in (?)
Konfession:
römisch-katholisch
Familie:
Vater Franz Dürwald,  Beamter
Mutter Klara Dürwald, geb. Herbst,  Lehrerin

Kurzbiographie:
1942 Abitur, Jena
1942-1949 Studium der Medizin, Univ. Jena, unterbrochen durch Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft
1949-1957 Assistent und Stationsarzt, ab 1952 Oberarzt, verschiedene Krankenhäuser Jena
1957-1958 Oberarzt, Berlin
1958-1961 Dozent, ab 1958 Professor, Univ. Rostock
1961-1989 o. Professor für Gerichtliche Medizin, Univ. Leipzig
akademische Abschlüsse:
Promotion 1949 Dr. med., Univ. Jena
Titel der Arbeit: Hitze- und Sonnenschädigungen beim Menschen. Entstehung, Diagnose und Therapie unter besonderer Berücksichtigung der Erfahrungen der letzten 10 Jahre.
Habilitation 1957 Dr. med. habil., Univ. Jena
Titel der Arbeit: Die Verteilung der Blutgruppen und Blutfaktoren in Thüringen und ihre forensische Bedeutung.

akademische Selbstverwaltung:
1958 Leiter der Abteilung für Gerichtsmedizin
1958-1960 Institutsdirektor
Funktionen:
1954-1958 kommissarischer Direktor des Instituts für gerichtliche Medizin, Univ. Jena
1961-1989 Direktor des Instituts für gerichtliche Medizin und Kriminalistik, Univ. Leipzig
1965-1966 Prodekan für wiss. Kader, Univ. Leipzig
1966-1967 Dekan, Univ. Leipzig
1967-1972 Bereichsdirektor, Univ. Leipzig
1968-1971 Vorsitzender, Gesellschaft für Gerichtliche Medizin der DDR
1970-1972 Mitglied, Präsidium des Rates für Planung und Koordinierung, Ministerium für Gesundheitswesen
ab 1973 Mitglied, Präsidium der Gesellschaft für experimentelle Medizin der DDR
1975-1982 Vorsitzender, Gesellschaft für Gerichtliche Medizin der DDR
1976-1979 Vizepräsident, Internationale Akademie für Gerichtliche und Soziale Medizin
ab 1982 Mitglied, Wissenschaftlicher Rat des Kriminalistischen Instituts der Deutschen Volkspolizei
1986-1990 Vorsitzender, Gesellschaft für Gerichtliche Medizin der DDR
Mitherausgeber der Zeitschrift "Kriminalistik und Forensische Wissenschaften"
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
ab 1963 Royal Society of Medicine, London
ab 1971 wiss. Beirat für Medizin, Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen
ab 1978 o. Mitglied, Sächsische Akademie der Wissenschaften
Ehrungen:
1965 Hufeland-Medaille in Gold
1966 Ehrennadel der Rechtspflegeorgane
1966 Ehrenmitglied, Chilenische Gesellschaft für Gerichtliche Medizin
1967 Verdienter Arzt des Volkes
1970 Verdienstmedaille des Ministeriums des Innern in Gold
1970 Ehrennadel der Univ. Leipzig
1974 Friedrich-Engels-Preis
1975 Obermedizinalrat
1977 Kopernikus-Medaille, Univ. Krakau (Polen)
1977 Ehrenmitglied, Allunionsgesellschaft für Gerichtliche Medizin der Sowjetunion
1977 Ehrenmitglied, Polnische Gesellschaft für Gerichtliche Medizin und Kriminologie
1978 Richard-Kockel-Medaille, Gesellschaft für Gerichtliche Medizin der DDR
1982 Ehrenmitglied, Tschechoslowakische Gesellschaft für Gerichtliche Medizin und Ungarische Gesellschaft
1982 Ehrenmitglied, Ungarische Gesellschaft für Gerichtliche Medizin
1984 Ehrenmitglied, Cubanische Gesellschaft für Gerichtliche Medizin
1988 Ehrenmitglied, Societas Medica Bohemia
1989 Ehrenmitglied, Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin

Werke (Auswahl):
Gerichtsmedizinische Untersuchungen bei Verkehrsunfällen, Leipzig 1966.
Aktuelle Fragen der Gerichtlichen Medizin, Halle 1968.
Zusammen mit Hering, Werner: Rechtsfragen in der Medizin. Für mittlere medizinische Berufe und Hilfsberufe, Leipzig 1969, 3. Aufl. 1974.
Zusammen mit Dietz, Gerhard: Gerichtliche Medizin. Ein Lehrbuch für Studenten, Leipzig 1976, ab 2. Aufl. Alleinautor, 4. Aufl. 1990.
(Hg.): Gerichtliche Medizin im 19. Jahrhundert. Ein gerichtsmedizinischer Pitaval, Bd. 1 Mord und Mordmotiv, Basel 1989.
(Hg.): Gerichtliche Medizin im 19. Jahrhundert. Ein gerichtsmedizinischer Pitaval, Bd. 2 Mord, Selbstmord, Unfall, Basel 1990.
(Hg.): Gerichtliche Medizin im 19. Jahrhundert. Ein gerichtsmedizinischer Pitaval, Bd. 3 Kindstötung, Leipzig 1990.
Ermittler in Weiß. Tote sagen aus. Ein Tatsachenbericht, München 2002.
Tote unter Eid. Ein Rechtsmediziner ermittelt, München 2003.
Anatomie des Todes. Ein Rechtsmediziner ermittelt, München 2004.

Quellen:
eigene Angaben (Stand: Januar 2012)
Göhler, Werner (u. a.): Wolfgang Dürwald zum 50. Geburtstag, in: Kriminalistik und forensische Wissenschaften. Beiträge zur Theorie und Praxis der sozialistischen Kriminalistik und der forensischen Wissenschaften 17 (1975), S. 7-10.
Göhler, Werner; Hunger, Horst: Wolfgang Dürwald zum 60. Geburtstag, in: Kriminalistik und forensische Wissenschaften. Beiträge zur Theorie und Praxis der sozialistischen Kriminalistik und der forensischen Wissenschaften 53,54 (1984), S. 7-8.
Mallach, Hans Joachim (Hg.): Geschichte der Gerichtlichen Medizin im deutschsprachigen Raum, Lübeck 1996.
Lessig, Rüdiger: Wolfgang Dürwald. Zum 85. Geburtstag am 13. Januar 2009, in: Jubiläen 2009. Personen, Ereignisse. Univ. Leipzig, Leipzig 2009.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
27.04.2011, nhapp  /  20.08.2015, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Wolfgang Dürwald" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00003127
(abgerufen am 18.11.2017)