Petersen, Ernst

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Petersen, Ernst

Prof. Dr. phil. habil.
1939-1941 ao. Professor für Vor- und Frühgeschichte

Fakultät:
1939-1941 Philosophische Fakultät
Institut:
Institut für Vorgeschichte
Lehr- und Forschungsgebiete:
Vor- und Frühgeschichte Schlesiens
Fachgebiet:
15 Geschichte

weitere Vornamen:
Ernst Louis Ferdinand Rudolph
Lebensdaten:
geboren am 28.04.1905 in Berlin
gestorben am 14.03.1944 in bei Kriwoj Rog (Sowjetunion)
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Ernst Petersen (?-1924),  Landbauinspektor, später Professor, TH Danzig
Mutter Margarete Petersen, geb. Ramdohr

Kurzbiographie:
1923 Abitur, Danzig
1923-1927 Studium der Vorgeschichte, Geschichte und Geologie, TH Danzig, Univ. München, Heidelberg, Berlin
1923 Teilnahme am Hitlerputsch in München
1927-1931 wiss. Hilfsarbeiter, 1929 Assistent, Schlesisches Museum für Kunstgewerbe und Altertümer, Breslau
1931-1939 Erster Kustos, 1934 Direktor, Landesamt für Vorgeschichte, Breslau
ab 1939 offizieller Mitarbeiter der SS-Lehr- und Forschungsgemeinschaft Ahnenerbe
1939-1941 ao. Professor, Univ. Rostock
1939-1941 mehrfache Beteiligung am Kunstraub "deutschen Kulturgutes" in Polen (u. a. Archäologisches Museum Warschau) und Frankreich
1939-1944 Wehrmacht, unterbrochen durch Abkommandierungen zur SS und durch Lehrtätigkeiten, 1944 als Oberleutnant gefallen
1941-1944 o. Professor für Vor- und Frühgeschichte, Univ. Posen
akademische Abschlüsse:
Promotion 1929 Dr. phil., Univ. Berlin
Titel der Arbeit: Die frühgermanische Kultur in Ostdeutschland und Polen.
Habilitation 1938 Dr. phil. habil., Univ. Breslau
Titel der Arbeit: Die Bastarnen und Skiren.

akademische Selbstverwaltung:
1939-1941 Institutsdirektor
Funktionen:
ab 1933 Mitglied des SS, zuletzt SS-Untersturmführer
1935-1939 stellv. staatlicher Vertrauensmann für die kulturgeschichtlichen Bodenaltertümer der Provinz Niederschlesiens
1941-1944 Direktor des Instituts für Vor- und Frühgeschichte, Univ. Posen

Werke (Auswahl):
Schlesien von der Eiszeit bis ins Mittelalter. Einführung in die Vor- und Frühgeschichte des Landes. Bad Langensalza u. a. 1935.
Der ostelbische Raum als germanisches Kraftfeld im Lichte der Bodenfunde des 6.-8. Jahrhunderts. Leipzig 1939.

Quellen:
Personalakte Ernst Petersen, UAR
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 310-312.
Kieseler, Andreas: Ernst Petersen (1905-1944). Ein Beitrag zur Erforschung der ur- und frühgeschichtlichen Archäologie in der Zeit des Nationalsozialismus, in: Biermann, Felix; Müller, Ulrich; Terberger, Thomas (Hg.): "Die Dinge beobachten ...". Archäologische und historische Forschungen zur frühen Geschichte Mittel- und Nordeuropas. Rahden/Westf. 2008, S. 49-64.
weitere Literatur:
Deutsches Biographisches Archiv: II 996, 8. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
09.07.2012, mglasow  /  06.10.2015, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Ernst Petersen" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00003342
(abgerufen am 24.11.2017)