Ganter, Georg

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Ganter, Georg

Prof. Dr. med.
1926-1928 ao. Professor für Innere Medizin
1928-1937 o. Professor für Innere Medizin

Fakultät:
1926-1937 Medizinische Fakultät
Institut:
Medizinische Univ.-Klinik und Poliklinik
Lehr- und Forschungsgebiete:
experimentelle Untersuchungen zur Physiologie des Herzens, klinische Untersuchungen über Pleuraergüsse, experimentelle Untersuchungen über die Darmbewegungen beim Menschen und der pharmakologischen Beeinflussbarkeit, klinische Untersuchungen über die Darmflora der Menschen, pharmakologische Untersuchungen über die glatte Muskulatur (der Gefäße, des Magens, des Dünndarms, des Dickdarms, der Speiseröhre), experimentelle Untersuchungen des Kreislaufs insbesondere der Arterien
Fachgebiet:
44 Medizin

Lebensdaten:
geboren am 18.04.1885 in Unterschönmattenwag (Hessen)
gestorben am 05.05.1940 in Rostock
Konfession:
römisch-katholisch
Familie:
Vater Peter Ganter (1849-1917),  Landwirt
Mutter Margarete Ganter (1860-?), geb. Martin

Kurzbiographie:
1905 Abitur, Aaran (Schweiz)
1905, 1911-1912 Einjährig-Freiwilliger, ab 1911 Einjährig-Freiwilliger Arzt
1905-1910 Studium der Medizin, Univ. Freiburg, München
1907-1908 Assistent, Physiologisches Institut, Univ. Freiburg
1910-1911 Medizinalpraktikant, Physiologisches Institut, Univ. Freiburg
1912-1914 Assistenzarzt, Medizinische Klinik, Univ. Tübingen
1914-1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg, zuletzt Stationsarzt
1918-1921 Privatdozent für Innere Medizin, ab 1919 Arzt, Medizinische Klinik, Univ. Greifswald
1921-1925 Oberarzt, nichtplanmäßiger ao. Professor, ab 1925 ao. Professor für Balneologie, physiologische Heilmethoden und pathologische Physiologie, Medizinische Klinik, Univ. Würzburg
1926-1937 Professor, Univ. Rostock
1937 in Anwendung des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" von 1933 aus politischen Gründen vorzeitige Emeritierung [siehe Anhänge]
bis 1940 Betreiben einer Privatklinik, Rostock
akademische Abschlüsse:
Studium 1910 Medizinisches Staatsexamen, Univ. Freiburg
Promotion 1912 Dr. med., Univ. Freiburg
Titel der Arbeit: Über den Temperaturkoeffizienten der Erregungsleitung im motorischen Froschnerven.
Habilitation 1918 (Innere Medizin), Univ. Greifswald
Titel der Arbeit: Experimentelle Beiträge zur Kenntnis des Vorhofelektrokardiogramms.

akademische Selbstverwaltung:
1926-1937 Poliklinikdirektor
Funktionen:
Leiter, Ambulatorium, Univ. Würzburg

Quellen:
Personalakte Georg Ganter, UAR
Heß, Diana: Leben und Werk des Internisten Georg Ganter (1885-1940) unter besonderer Berücksichtigung seiner Rolle in der Geschichte der Peritonealdialyse. Greifswald 2011.
weitere Literatur:
Berufsverbot 1937. Prof. Dr. Georg Ganter (1885-1940), in: Jahnke, Karl Heinz: Gegen Hitler. Gegner und Verfolgte des NS-Regimes in Mecklenburg 1933-1945. Rostock 2000, S. 47-55.
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 148-149.
Stolpe, Hans Joachim: Georg Ganter – ein Pionier der Peritonealdialyse, in: Ärzteblatt M-V 5 (2009) 19, S. 164-166. (Link öffnen externer Link)
Heß, Diana: Der Internist Georg Ganter – Kollision der eigenen Meinung mit politischen Restriktionen und ihre Folgen. In: Boeck, Gisela Lammel, Hans-Uwe (Hg.): Die Universität Rostock in den Jahren 1933-1945, S. 61-69. (RosDok-Dokument öffnen interner Link)
Deutsches Biographisches Archiv II 427, 166. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
10.07.2012, nhapp  /  03.06.2014, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Georg Ganter" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00003343
(abgerufen am 12.12.2017)