Friederichs, Karl

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Friederichs, Karl

Prof. Dr. phil.
1919-1921 Privatdozent für Angewandte Zoologie
1921-1939 außerplanmäßiger ao. Professor für Angewandte Zoologie
1940-1941 apl. Professor für Angewandte Zoologie

Fakultät:
1919-1941 Philosophische Fakultät
Institut:
Zoologisches Institut, ab 1927 Entomologisches Seminar
Lehr- und Forschungsgebiete:
Ökologie, Angewandte Entomologie
Fachgebiet:
42 Biologie

weitere Vornamen:
Karl Paul Theodor
Lebensdaten:
geboren am 13.10.1878 in Wismar
gestorben am 21.06.1969 in Göttingen
Konfession:
evangelisch-lutherisch
Familie:
Vater Adolf Friederichs (1850-1903),  Kaufmann
Mutter Emilie Friederichs (1848-1893), geb. Paulsen

Kurzbiographie:
1896 Abitur, Wismar
1896-1900 Studium der Rechtswissenschaften, Univ. München, Berlin und Rostock
1900-1901 Erstes Juristisches Staatsexamen, Referendar und Wehrdienst
1901-1905 Studium der Naturwissenschaften, Univ. Straßburg und Rostock
1906 Volontär, Biologische Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Dahlem bei Berlin
1906-1907 Erster Assistent, Zoologisches Institut, Univ. Tübingen
1907-1908 Erster Assistent, Zoologisches Institut, Landwirtschaftliche HS, Berlin
1908-1911 Generalsekretär und wiss. Berater, Fischerei-Verein Brandenburg
1911-1912 Entomologe, Tropeninstitut Hamburg
1912-1920 Pflanzenpathologe im Reichskolonialdienst, u. a. auf Samoa (1912-1913), Reisen in die östlichen Tropenländer, die Südsee und Afrika, 1914-1916 Inhaftierung auf Madagaskar, 1916-1917 in Frankreich, 1917 Auslieferung in die Schweiz, 1918 Rückkehr nach Deutschland, bis 1920 angestellt ohne Aufgabenbereich
1919-1941 Privatdozent und Professor, 1926 Gründer des Entomologischen Seminars, Univ. Rostock
1921-1924 Beurlaubung, Tätigkeit im Pflanzenschutz, Insel Java
1928-1929 Gastprofessor, Univ. Minneapolis (USA)
1940-1945 Lehrstuhlvertretung, ab 1941 o. Professor für Angewandte Zoologie, Univ. Posen
ab 1945 Professor im Ruhestand in Eschwege (Nordhessen) und Göttingen
akademische Abschlüsse:
Promotion 1905 Dr. phil., Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Untersuchungen über die Entstehung der Keimblätter und Bildung des Mitteldarms bei Käfern.
Habilitation 1919 Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Studien über Nashornkäfer als Schädlinge der Kokospalme. Bericht an das Reichs-Kolonialamt über eine 1913/14 im Auftrage ausgeführte Studienreise.

akademische Selbstverwaltung:
1927-1939 Mitdirektor des Entomologischen Seminars
1939-1941 Direktor des Entomologischen Seminars
Funktionen:
ab 1927 Mitglied des Beirates des Internationalen Landwirtschaftlichen Instituts Rom
1941-1945 Direktor des Instituts für Angewandte Zoologie, Univ. Posen
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
ab 1928 Auswärtiges Mitglied, Russische Entomologische Gesellschaft
ab 1935 Akademie der Naturforscher Leopoldina
Ehrungen:
1920 Regierungs- und Ökonomierat
1937 Ehrenmitglied des Vereins amerikanischer Wirtschaftsentomologen
1952 Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für angewandte Entomologie
1954 Karl-Escherich-Medaille
1957 Ehrenvorsitzender der Deutschen Gesellschaft für angewandte Entomologie
1960 Ehrenmitglied der Zoologisch-botanischen Gesellschaft Wien
1963 Ehrenmitglied der Deutschen Entomologischen Gesellschaft

Werke (Auswahl):
Die Grundfragen und Gesetzmaeßigkeiten der land- und forstwirtschaftlichen Zoologie insbesondere der Entomologie. 2 Teile, Berlin 1930.
Ökologie als Wissenschaft von der Natur oder biologische Raumforschung. Leipzig 1937.
Die Selbstgestaltung des Lebendigen. Synoptische Theorie des Lebens als ein Beitrag zu den philosophischen Grundlagen der Naturwissenschaft. München 1955.
Lebensdauer, Altern und Tod in der Natur und im Menschenleben. Frankfurt am Main 1959.

Quellen:
Personalakte Karl Friederichs, UAR
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 134-135.
Friederichs, Karl: Wanderungen und Wandlungen. Leben, Taten und Meinungen des wailand Professors an den Universitäten Rostock, St. Paul, Posen und Göttingen, Doktors der Weltweisheit Karl Paul Theodor Friederichs (geboren am 13. Oktober 1878) niedergeschrieben von ihm selbst. 6 Teilbde., Göttingen 1960-1963.
weitere Literatur:
Deutsches Biographisches Archiv (DBA): II 402, 429-431. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
06.08.2012, mglasow  /  03.06.2014, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Karl Friederichs" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00003368
(abgerufen am 17.10.2017)