Flemming, Willi

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Flemming, Willi

Prof.
1919-1924 Privatdozent für Germanische Philologie
1924-1927 außerplanmäßiger ao. Professor für Germanische Philologie
1929-1934 außerplanmäßiger ao. Professor für Neuere und Neueste Literatur
1934-1945 o. Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte, Systematische Literatur- und Theaterwissenschaften

Fakultät:
1919-1927 Philosophische Fakultät
1929-1945 Philosophische Fakultät
Institut:
Seminar für Germanistik, ab 1934 Seminar für Deutsche und Allgemeine Literaturwissenschaft
Lehr- und Forschungsgebiete:
neuere deutsche Literatur-, Kultur- und Theaterwissenschaften des 16. und 17. Jahrhunderts
Fachgebiet:
18.08 Deutsche Sprache und Literatur
24.05 Systematische Theaterwissenschaft

weitere Vornamen:
Willi Carl Max
Lebensdaten:
geboren am 22.01.1888 in Berlin
gestorben am 17.12.1980 in Budenheim (Mainz)
Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater Max Flemming (1856-1934),  Lederwarenfabrikant
Mutter Clara Flemming (1857-1917), geb. Lehmann

Kurzbiographie:
1906 Abitur, Berlin
1906-1912 Studium der Germanistik, Anglistik, Nordischen Sprachen, Kunst- und Literaturgeschichte, Philosophie, Univ. Berlin, Freiburg, Marburg
1912-1913 Sprachstudien in England
1912-1914 Forschungen zur Habilitationsarbeit
1913 Staatsexamen für das Höhere Lehramt (Deutsch, Englisch, philosophische Propädeutik), Marburg
1914 Kriegsfreiwilliger, im September 1914 psychischer Zusammenbruch
1914-1919 "Kriegshilfsdienst" als Oberlehrer, Berlin
1919-1927 Privatdozent, ab 1924 Professor, Univ. Rostock
1927-1929 ao. Professor, Univ. Amsterdam
1929-1945 Professor, Univ. Rostock, 1945 Flucht nach Schleswig-Holstein, Entlassung auf Grund NSDAP-Mitgliedschaft
1943 Gastprofessor, Univ. Debrecen (Ungarn)
1943-1944 parallel zur Rostocker Professur Lehrstuhlvertretung für Neuere deutsche Literaturgeschichte, Univ. Kiel
1944 Gastprofessor, Univ. Szeged (Ungarn) (siehe Anhang)
1946-1956 o. Professor für Deutsche Philologie und Theaterwissenschaften, Univ. Mainz
1956 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Promotion 1912 Dr. phil., Univ. Marburg
Titel der Arbeit: Andreas Gryphius und die Bühne.
Habilitation 1919 (Germanische Philologie), Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Das Theater der Jesuiten in den Ländern deutscher Zunge.

akademische Selbstverwaltung:
1934-1945 Direktor des Seminars für Deutsche und Allgemeine Literaturwissenschaft
Funktionen:
ab 1933 Mitglied, später Redner des NS-Lehrerbundes
ab 1934 Leiter der Abteilung Schrifttum im "Kampfbund für deutsche Kultur"
ab 1934 Reichslektor und Landesreferent der "Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums"
ab 1936 Gauschrifttumsbeauftragter des Amtes Rosenberg für Mecklenburg-Lübeck
ab 1938 (kommissarischer) Leiter, später Hauptleiter der Stelle für Büchereiwesen, Abteilung Volksbildung des Schulungsamtes der Gauleitung Mecklenburg der NSDAP
ab 1940 publizistische Beteiligung am "Kriegseinsatz der Geisteswissenschaften"
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
ab 1944 Mitglied der Deutschen Akademie München

Werke (Auswahl):
Die Begründung der modernen Ästhetik und Kunstwissenschaft durch Leon Battista Alberti. Eine kritische Darstellung als Beitrag zur Grundlegung der Kunstwissenschaft. Berlin 1916.
Epik und Dramatik. Versuch ihrer Wesensdeutung. Karlsruhe 1925.
Das Wesen der Schauspielkunst. Rostock 1927.
Gemeinsam mit Kindermann, Heinz (Hg.): 6 Bde., Reihe Barock. Deutsche Literatur. Sammlung literarischer Kunst- und Kulturdenkmäler in Entwicklungsreihen. Leipzig 1930-1933. Neuauflage Hildesheim 1965.
Der Wandel des deutschen Naturgefühls vom 15. zum 18. Jahrhundert. Halle 1931.
Barlach der Dichter. Berlin 1933.
Deutsche Kultur im Zeitalter des Barock. Potsdam 1937, 2. Aufl. Konstanz 1960.
Wesen und Aufgaben volkhafter Literaturgeschichtsschreibung. Breslau 1944.
Goethes Gestaltung des klassischen Theaters. Köln 1949.
Epik und Dramatik. Versuch ihrer Wesensdeutung. Bern 1955.
Ernst Barlach. Wesen und Werk. Bern 1958.
Bausteine zur systematischen Literaturwissenschaft. Meisenheim am Glan 1965.
Andreas Gryphius. Eine Monographie. Stuttgart 1965.
Goethe und das Theater seiner Zeit. Stuttgart 1968.

Quellen:
Personalakte Willi Flemming, UAR
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 128-129.
weitere Literatur:
Giebeler, Marcus; Siggemann, Jürgen; Zibell, Stephanie (Hg.): Grabfeld 71. Professorengräber auf dem Mainzer Hauptfriedhof seit 1946. Stuttgart 2012, S. 99.
Internationales Germanistenlexikon 1800-1950. Bd. 1, Berlin (u.a.) 2003, S. 498-500.
Deutsches Biographisches Archiv (DBA) II 378, 214-217; III 247, 296-298. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
03.09.2012, mglasow  /  19.10.2015, relhs
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Willi Flemming" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00003399
(abgerufen am 12.12.2017)