Frisch, Karl Ritter von

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Frisch, Karl Ritter von

Prof. Dr. phil. Dr. h. c. mult.
1921-1923 o. Professor für Zoologie und vergleichende Anatomie

Fakultät:
1921-1923 Philosophische Fakultät
Institut:
Zoologisches Institut
Fachgebiet:
42 Biologie

weitere Vornamen:
Karl Adolf Robert
Lebensdaten:
geboren am 20.11.1886 in Wien
gestorben am 12.06.1982 in München
Familie:
Vater Dr. med. Anton Ritter von Frisch (1849-1917),  Univ.-Professor
Mutter Marie von Frisch (1844-1925), geb. Exner

Kurzbiographie:
1905 Matura, Wien
1905-1908 Studium der Humanmedizin, Univ. Wien
1908-1910 Studium der Zoologie, Univ. München, Wien
1910-1921 Assistent, 1912 Privatdozent, ab 1919 ao. Professor, Univ. München
1914-1918 freiwilliger medizinischer Kriegshilfsdienst in einem Wiener Lazarett
1921-1923 Professor, Univ. Rostock
1923-1925 o. Professor, Univ. Breslau
1925-1946 o. Professor für Zoologie und vergleichende Anatomie, Univ. München
1946-1950 Professor, Univ. Graz (Österreich)
1950-1958 o. Professor für Zoologie und vergleichende Anatomie, ab 1954 kommissarische Vertretung seines Lehrstuhls, Univ. München
akademische Abschlüsse:
Promotion 1910 Dr. phil., Univ. Wien
Titel der Arbeit: Ueber die Beziehungen der Pigmentzellen in der Fischhaut zum sympathischen Nervensystem.
Habilitation 1912 (Zoologie und vergleichende Anatomie), Univ. München
Titel der Arbeit: Über farbige Anpassungen bei Fischen.

akademische Selbstverwaltung:
1921-1923 Institutsdirektor
Funktionen:
1923-1925 Institutsleiter, Univ. Breslau
wissenschaftliche Mitgliedschaften:
Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina
Bayerische Akademie der Wissenschaften
Ehrungen:
1952 Pour le Mérite
1956 Ehrenring der Stadt Wien
1957 Ehrenmitglied der Deutschen Zoologischen Gesellschaft
1957 Dr. h . c., Univ. Graz
1959 Bayerischer Verdienstorden
1960 Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst
1962 Balzan-Preis
1963 Dr. h. c., Harvard Univ.
1969 Dr. h. c., Univ. Rostock
1973 Nobelpreis für Physiologie oder Medizin gemeinsam mit Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen
1974 Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband
1981 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst
Ehrenmitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
weitere Informationen:
Namensgeber der Karl Ritter von Frisch-Medaille.

Werke (Auswahl):
Der Farbensinn und Formensinn der Biene. Jena 1914.
Über den Geruchsinn der Biene und seine blütenbiologische Bedeutung. Jena 1919.
Über die "Sprache" der Bienen. Eine tierpsychologische Untersuchung. Jena 1923.
Aus dem Leben der Bienen. Jena 1927, 10. Aufl. 1993.
Du und das Leben. Eine moderne Biologie für jedermann. Berlin 1936, 20. Aufl. 1988.
Duftgelenkte Bienen im Dienste der Landwirtschaft und Imkerei. Wien 1947.

Quellen:
Personalakte Karl von Frisch, UAR
Kreutzer, Ulrich: Karl von Frisch (1886-1982). München 2010.
weitere Literatur:
Frisch, Karl von: Erinnerungen eines Biologen. Berlin (u. a.) 1957, 2. Aufl. 1962.
Kaestner, Alfred: Karl von Frisch zum 70. Geburtstag, in: Forschungen und Fortschritte 30 (1956) 11, S. 348-349.
Otto Koehler: Karl von Frisch. Der Entdecker der Bienen-"Sprache", in: Schwerte, Hans; Spengler, Wilhelm (Hg.): Forscher und Wissenschaftler im heutigen Europa. 2. Mediziner, Biologen, Anthropologen. Bd. 4. Stalling, Oldenburg 1955, S. 263–271.
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
26.09.2012, mglasow  /  20.01.2015, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Karl Ritter von Frisch" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00003420
(abgerufen am 24.11.2017)