Clasen, Karl Heinz

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Clasen, Karl Heinz

Prof. Dr. phil.
1940-1945 o. Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte

Fakultät:
1940-1945 Philosophische Fakultät
Institut:
Kunstgeschichtliches Institut
Lehr- und Forschungsgebiete:
gotische Plastik und Architektur, norddeutsche Backsteingotik
Fachgebiet:
20.30 Kunstgeschichte: Allgemeines

Lebensdaten:
geboren am 09.07.1893 in Remscheid
gestorben am 16.04.1979 in Mettmann (Bergisches Land)
Konfession:
keine
Familie:
Fabrikbesitzer

Kurzbiographie:
1913 Abitur, Düsseldorf
1913-1921 Studium der Kunstgeschichte und Architektur, Univ. München, Berlin und Kiel
1914-1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg
1921-1940 Lehrtätigkeit, ab 1923 Privatdozent, ab 1930 außerplanmäßiger ao. Professor, 1939 apl. Professor, Univ. Königsberg
1940 Aufbau eines Lehrstuhls für Kunstgeschichte, Reichs-Univ. Posen
1940-1945 Professor, Univ. Rostock; 1940 Beurlaubung für die Wahrnehmung eines Sonderauftrags an der Univ. Posen
1942-1943 Lehrstuhlvertretung, Univ. Greifswald
1945 Kriegseinsatz im NS-Volkssturm
1945 Entlassung aus dem Univ.-Dienst auf Grund der NSDAP-Mitgliedschaft [siehe Anhang]
ab 1946 besoldete Lehraufträge, ab 1949 Lehrstuhlvertretung für Kunstwissenschaft, ab 1950 Professor mit vollem Lehrauftrag für Kunstwissenschaft, Univ. Greifswald
Gastprofessur, Humboldt-Univ. Berlin
1974 Übersiedlung in die Bundesrepublik
akademische Abschlüsse:
Promotion 1921 Dr. phil., Univ. Kiel
Titel der Arbeit: Wehrbau und Kirchenbau des Mittelalters.
Habilitation 1923 (Mittlere und Neuere Kunstgeschichte), Univ. Königsberg
Titel der Arbeit: Der Hochmeisterpalast der Marienburg.

akademische Selbstverwaltung:
1940-1945 Institutsdirektor
Funktionen:
1940 Tätigkeit in der "Behörde der Generaltreuhänders für die Sicherstellung deutschen Kulturgutes in den ehemals polnischen Gebieten" (SS-gesteuerte Behörde, die sich aktiv am Kunstraub beteiligte)
1942-1945 Beauftragter für die Denkmale in Mecklenburg
ab 1949 kommissarischer, später o. Leiter des Caspar-David-Friedrich-Instituts, Univ. Greifswald
ab 1951 Mitbegründer und Mitglied der Deutschen Bauakademie
Mitglied der Burgenkommission der DDR

Werke (Auswahl):
Die Deutschordensburg Lochstedt. Königsberg 1927. (Nachdruck Wolfenbüttel 2006)
Die Baukunst an der Ostseeküste zwischen Elbe und Oder. Dresden 1955, 2. Aufl. 1956.
Deutsche Gewölbe der Spätgotik. Berlin 1958, 2. Aufl. 1961.
Der Meister der schönen Madonnen. Herkunft, Entfaltung und Umkreis. Berlin, New York 1974.

Quellen:
Personalakte Karl Heinz Clasen, UAR
Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 104-106.
weitere Literatur:
Hahn, Gudrun; Müller, Hans (Hg.): Aspekte zur Kunstgeschichte von Mittelalter und Neuzeit. Karl Heinz Clasen zum 75. Geburtstag. Weimar 1971..
Strauss, Gerhard: Professor Dr. phil. Karl Heinz Clasen zum 65. Geburtstag. In: Deutsche Architektur 7 (1958) 8, S.439.
Deutsches Biographisches Archiv II 227, 254-255; III 147, 409-414. (WBIS)
Internet-Ressourcen:

eingestellt / geändert:
13.12.2012, mglasow  /  08.11.2016, mschabacker
Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Karl Heinz Clasen" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
URL: http://purl.uni-rostock.de/cpr/00003484
(abgerufen am 23.11.2017)