Thierfelder, Albert

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Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Albert Thierfelder" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
https://purl.uni-rostock.de/cpr/00000434
(abgerufen am 19.04.2024)

Thierfelder, Albert

 
 
1876-1908 o. Professor der Medizin/pathologische Anatomie
(Vorgänger, Nachfolger)
thierfelder_albert_ferdinand_pic.jpg
thierfelder_albert_ferdinand_pic2.jpg

(Langeintrag)

catalogue entry

Fakultät:
1876-1908 Medizinische Fakultät
Institut:
Pathologisches Institut
Fachgebiet:
44 Medizin


 weitere Vornamen:
Ferdinand Albert
Lebensdaten:
geboren am 26.12.1842 in Meißen
gestorben am 22.01.1908 in Rostock
 Konfession:
evangelisch-lutherisch
Familie:
Vater: Johann Gottlieb Thierfelder (1799–1867), Arzt
Mutter: Henriette Thierfelder, geb. Immisch (1799-1869), Arzttochter
Bruder: Theodor Thierfelder (1824-1904), Professor an der Univ. Rostock (Link öffnen Link)
Schwiegervater : Franz Schulze (1815-1873), Professor der Chemie und Pharmazie an der Univ. Rostock (Link öffnen Link)
Sohn: Max Ulrich Thierfelder (1885-1957), Tropenarzt und Honorarprofessor (verliehen von Hindenburg) (Link öffnen Link)

Kurzbiographie:
1864 Abitur, Dresden
1864-1869 Studium, Univ. Rostock und Univ. Leipzig
1869-1876 Assistent an der Medizinischen Universitätsklinik, ab 1970 zusätzlich am Pathologischen Institut, Univ. Leipzig
1874-1876 Privatdozent für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie, 1876 ao. Professor, Medizinische Fakultät, Univ. Leipzig
1876-1908 o. Professor für Pathologische Anatomie, Univ. Rostock
1908 im Amt verstorben
akademische Abschlüsse:
Promotion 1870 Dr. med., Univ. Leipzig
Titel der Arbeit: Ein Fall von Schweissdrüsen-Adenom.
Habilitation 1874 (Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie), Univ. Leipzig

akademische Selbstverwaltung:
1883-1884 Rektor
bis 1908 Direktor des Pathologischen Instituts
Funktionen:
1884-1885 Vorsitzender der Naturforschenden Gesellschaft zu Rostock
Mitglied der ärztlichen Prüfungskommission
weitere Mitgliedschaften:
Naturforschende Gesellschaft zu Rostock
Ehrungen:
1905 Geheimrat
Friedrich Franz Gedächtnismedaille

Werke (Auswahl):
Atlas der Pathologischen Histologie, 6 Bände, Leipzig 1872-1881.

Quellen:
Personalakte Albert Thierfelder, UAR
Teichmann, Werner: Ferdinand Albert Thierfelder: In: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 214ff.
weitere Literatur:
Deutsches Biographisches Archiv I 1266,398-399; II 1302,214-216; III 915,323 (WBIS) (Link öffnen externer Link)
Willgeroth, Gustav, 1865-1937: Die mecklenburgischen Aerzte von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart Schwerin 1929 S. 272. (RosDok-Dokument öffnen interner Link)
Internet-Ressourcen:
Einordnung:
Epoche 1827-1918

eingestellt / geändert:
10.11.2010, klabahn / 17.11.2022, administrator

bibliography

Dokument:

Ferdinand Albert Thierfelder, geboren am 26. Dezember 1842, war der jüngste Sohn des angesehenen Stadtphysikus von Meißen. Das Medizinstudium absolvierte er an den Universitäten Rostock und Leipzig, an letzterer erhielt er 1869 die Approbation als Arzt und wurde 1870 zum Dr. med. promoviert. Nach Assistententätigkeit an der Medizinischen Poliklinik und am Pathologischen Institut der Leipziger Universität gab er auf Anregung von Wagner (gest. 1888) ab 1872 einen Atlas der pathologischen Histologie heraus. Nach seinem im Jahr 1874 abgeschlossenem Habilitationsverfahren wurde er zur Jahreswende 1875/76 zum außerordentlichen Professor ernannt und am 28. Oktober 1876 als Ordinarius für pathologische Anatomie an die Universität Rostock berufen. Hier zeichnete er sich als unermüdlicher und gewissenhafter Lehrer aus, so daß ihm schließlich nach über dreißigjähriger Tätigkeit ein großer Teil der mecklenburgischen Ärzte, mit denen er nach Abschluß ihres Studiums verbunden blieb, ihr Grundwissen verdankte. 1884 vertrat er die Universität Rostock beim 300jährigen Jubiläum der Universität Edinburgh. 1884/85 war er Vorsitzender der Naturforschenden Gesellschaft in Rostock und wurde 1905 zum Geheimrat ernannt. Thierfelder starb in Rostock am 22. Januar 1908.

Werner Teichmann

aus: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 165.


Dokumente/Anhang

Anhang:
Albert Thierfelder (Ölzeichnung von Paul Moennich, 1904, Porträtsammlung, UAR)
thierfelder_albert_ferdinand_pic.jpg
(60.6 KB) MD5 (als Portrait anzeigen)
Albert Thierfelder (Ölgemälde von Paul Moennich, 1908, Porträtsammlung, UAR)
thierfelder_albert_ferdinand_pic2.jpg
(83.4 KB) MD5 (als Portrait anzeigen)
Bild (Unterschrift)
thierfelder_albert_sig.jpg
(25.9 KB) MD5 (als Unterschrift anzeigen)
Biographie (Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Univ. Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 165)
thierfelder_albert_bgur23.html
(1.66 KB) MD5 (als Biogr. Artikel anzeigen)