Matthiass, Bernhard

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Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Bernhard Matthiass" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
http://purl.uni-rostock.de/cpr/00000497
(abgerufen am 08.02.2023)

Matthiass, Bernhard

Prof.
 
1885-1886 ao. Professor der Rechte
1886-1916 o. Professor für Römisches und Bürgerliches Recht
(Vorgänger, Nachfolger)
matthiass_bernhard_pic.jpg

(Langeintrag)

catalogue entry

Fakultät:
1885-1916 Juristische Fakultät
Lehr- und Forschungsgebiete:
Rechtsgeschichte, Zivilprozeßrecht
Fachgebiet:
86 Recht


 weitere Vornamen:
Eugen Cäsar
Lebensdaten:
geboren am 26.05.1855 in Loppow (bei Landsberg an der Warthe)
gestorben am 21.04.1918 in Dessau

Kurzbiographie:
Abitur, Potsdam
1874-1877 Studium der Rechtswissenschaften, Univ. Berlin, Univ. Würzburg und Univ. Göttingen
1879 Freiwilligenwehrdienst
1880 Referendar, Göttingen und Potsdam
1880 Rechtspraktikant, Würzburg
1882-1885 Privatdozent, Univ. Erlangen
1885-1916 ao. Professor, ab 1896 o. Professor der Rechte, Univ. Rostock
1916 Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Promotion 1881 Dr. iur., Univ. Würzburg
Titel der Arbeit: Das foenus nauticum und die geschichtliche Entwicklung der Bodmerei.
Habilitation 1882 Univ. Erlangen
Titel der Arbeit: Das römische Grundsteuerrecht und das Vectigalrecht.

akademische Selbstverwaltung:
1894-1895 Rektor
ab 1888 mehrfach Dekan (1888-1889, 1893-1894, 1897-1898, 1903-1904, 1910-1911, 1914-1915)
Funktionen:
Mitherausgeber der Rostocker Wissenschaftlichen Studien
Mitglied des Deutschen Flottenvereins
weitere Mitgliedschaften:
Verein für Rostocker Altertümer
Ehrungen:
1912 Geheimer Justizrat

Werke (Auswahl):
Die Entwicklung des Römischen Schiedsgerichts. 1888.
Das griechische Schiedsgericht. 1892.
Lehrbuch des bürgerlichen Rechts 2 Bd. Berlin 1899 (7. Auflage 1914).

Quellen:
Personalakte Bernhard Matthiass, UAR (Zuarbeit von Max Mielke)
weitere Literatur:
Deutsches Biographisches Archiv II 863,208-210 (WBIS) (Link öffnen externer Link)
Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern. Rostock 2011.
Internet-Ressourcen:
Einordnung:
Epoche 1827-1918

eingestellt / geändert:
10.11.2010, klabahn / 17.11.2022, administrator

bibliography

Dokument:

Bernhard Eugen Cäsar Matthiaß wurde am 26. Mai 1855 auf dem Lehngut Loppow bei Landsberg an der Warthe geboren. Nach seiner Gymnasialzeit in Potsdam studierte er Rechtswissenschaft in Berlin, Würzburg und Göttingen. Den Referendardienst leistete er in Göttingen und Potsdam ab, anschließend hat er ein Jahr als Freiwilliger gedient. Während seiner Zeit als Rechtspraktikant in Würzburg wurde er im Januar 1881 mit der Dissertation "Das foenus nauticum und die geschichtliche Entwicklung der Bodmerei" promoviert. Wenig später, im Jahr 1882, folgte in Erlangen die Habilitation über "Die römische Grundsteuer und das Vertigalrecht". Einen Ruf erhielt er erst nach einer Reihe von Jahren: Am 24. Oktober 1895 wurde er in Rostock zum Professor an der Juristischen Fakultät ernannt, an der Matthiaß Vorlesungen zum gemeinen Recht, zur Rechtsgeschichte unter Einbeziehung exegetischer Übungen und zum Zivilprozeßrecht hielt. Bereits ein Jahr später folgte dann in Anerkennung seiner Leistungen die Ernennung zum Professor für römisches und bürgerliches Recht als Nachfolger von Johannes Merkel. In der Folgezeit lehrte Matthiaß erfolgreich an der Juristischen Fakultät der Universität Rostock, der er die ganze Zeit seiner wissenschaftlichen Tätigkeit von über 30 Jahren die Treue hielt. Er war Mitherausgeber der "Rostocker Wissenschaftlichen Studien", die sich die Förderung von Nachwuchswissenschaftlern zum Ziel gesetzt hatten. Außerhalb der Universität wirkte Matthiaß als Mitglied des Deutschen Flottenvereins führend an der Flottenagitation mit und hielt in mecklenburgischen Städten Vorträge zur Flottenpolitik des Deutschen Reiches. 1915 schließlich wurde er auf eigenen Wunsch wegen gesundheitlicher Probleme zunächst für ein Semester beurlaubt, zum Sommersemester 1916 ließ er sich dann emeritieren. Im Jahr 1917 zog er zu seiner in Dessau verheirateten Tochter, wo er am 21. April 1918 starb.

Ralph Weber

aus: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 174.


Dokumente/Anhang

Anhang:
Bernhard Matthiass (Ölzeichnung von Paul Moennich, 1907, Porträtsammlung, UAR)
matthiass_bernhard_pic.jpg
(61.1 KB) MD5 (als Portrait anzeigen)
Bild (Unterschrift)
matthiass_bernhard_sig.jpg
(26.3 KB) MD5 (als Unterschrift anzeigen)
Biographie (Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Univ. Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 174)
mathiass_bernhard_bgur23.html
(2.29 KB) MD5 (als Biogr. Artikel anzeigen)