Krabbe, Otto

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Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Otto Krabbe" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
https://purl.uni-rostock.de/cpr/00001117
(abgerufen am 19.02.2026)

Krabbe, Otto

Prof.
 
1840-1873 o. Professor der Theologie
(Vorgänger, Nachfolger)
krabbe_otto_pic.jpg

(Langeintrag)

catalogue entry

Fakultät:
1840-1873 Theologische Fakultät
Fachgebiet:
11 Theologie, Religionswissenschaft


 weitere Vornamen:
Karsten
Lebensdaten:
geboren am 27.12.1805 in Hamburg
gestorben am 14.11.1873 in Rostock
 Konfession:
evangelisch-lutherisch
Familie:
Vater: Carsten Krabbe (1774-1827), Kaufmann
Mutter: Juliane Katharine, geb. Dannemüller (1775-1843)
Ehefrau: Elfriede Maria, geb. Voigt (1807-1843)
Ehefrau: Albertine, geb. Heufemann (1813-1878), Heirat 1850

Kurzbiographie:
Abitur, Hamburg
1826-1829 Studium der Theologie an den Univ. Bonn, Berlin und Göttingen
Privatlehrer, Hamburg
ab 1833 Professor für Biblische Philologie, 1840 Rektor am Johanneum, Hamburg
1839 Ruf an die Univ. Dorpat abgelehnt
1840-1873 Professor für Theologie, Univ. Rostock
akademische Abschlüsse:
Promotion 1829 Dr. phil., Univ. Göttingen
Titel der Arbeit: De codice canonum qui Apostolorum nomine circumferuntur.

akademische Selbstverwaltung:
1841-1873 Univ.-Prediger
1844 Theologische Prüfungskommission
1851-1853 Rektor
1864-1866 Rektor
1869-1870 Rektor
Funktionen:
1841 Mitbegründer und Vorsteher des Rostocker Predigervereins
1844-1854 Mitherausgeber des Mecklenburgischen Kirchenblattes und des Zeitblatts der evangelisch-lutherischen Kirche Mecklenburgs
1843-1873 Amt des Schriftführers und Vorstandsmitglied im Hauptverein für Innere Mission in Mecklenburg in Rostock
1843 Mitbegründer und Vorsteher des Vereins zur Kirchlichen Betreuung der Auswanderer
1851 Konsistorialrat
1860 Provisor am Kloster zum Heiligen Kreuz in Rostock
Ehrungen:
1839 Dr. h. c. der Univ. Berlin
1864 Medaille für Kunst und Wissenschaft

Werke (Auswahl):
Bemerkungen über die Stellung der Apologetik zur heiligen Schrift. Hamburg 1842.
Die evangelische Landeskirche Preußens und ihre öffentlichen Rechtsverhältnisse. Berlin 1849.
Die Universität Rostock im 15. und 16. Jahrhundert. Rostock 1854.
Aus dem kirchlichen und wissenschaftlichen Leben Rostocks. Berlin 1863.
Heinrich Müller und seine Zeit. Rostock 1866.

Quellen:
Personalakte Otto Karsten Krabbe (Zuarbeit von Eleonore Konradi)
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. 4 (1992) Sp. 574-577. (Link öffnen externer Link)
weitere Literatur:
Deutsches Biographisches Archiv I 698,369-375; II 748,412-416; III 511,435-439 (WBIS) (Link öffnen externer Link)
Internet-Ressourcen:
Einordnung:
Epoche 1827-1918

eingestellt / geändert:
10.11.2010, klabahn / 17.11.2022, administrator

bibliography

Dokument:

Otto Carsten Krabbe wurde am 27. Dezember 1805 in Hamburg geboren. 1826 bezog er die Universität Bonn, um Theologie zu studieren. Doch wechselte er bald nach Berlin, wo er in nähere Beziehung zu Friedrich Schleiermacher und August Neander trat, und beendete sein Studium 1829 in Göttingen mit dem Erwerb des philosophischen Doktortitels. Darauf kehrte er nach Hamburg zurück und war als Privatlehrer tätig. 1833 wurde Krabbe zum Professor für biblische Philologie an das Akademische Gymnasium in Hamburg berufen, wo er außerdem über Logik, Anthropologie und Psychologie Vorlesungen zu lesen hatte. Mit öffentlichen Vorträgen versuchte er, in die Breite zu wirken. Auch mit seinen Veröffentlichungen machte er auf sich aufmerksam. Einem Ruf an die Universität Dorpat folgte er nicht. 1839 wurde er von der Universität Berlin ehrenhalber zum Doktor der Theologie promoviert. Im selben Jahr nahm die Regierung Mecklenburg-Schwerin Verhandlungen mit Krabbe auf, um ihn als Professor für Systematische und Praktische Theologie in Rostock zu gewinnen. Diese gestalteten sich schwierig, da Krabbe die gleichen Einkünfte wie in Hamburg verlangte. Schließlich fand man den Ausweg, ihm das Amt des Universitätspredigers zu übertragen, und erreichte so die geforderte Summe. Im Wintersemester 1840/41 begann er mit seinen Vorlesungen in Rostock, und im Mai 1841 hielt er seine erste Predigt als Universitätsprediger in der Marienkirche. Neben seinen eigentlichen Fachgebieten las er regelmäßig Kirchengeschichte. Krabbe hielt entschieden am Staatskirchentum fest, weil er glaubte, nur so sei die Kirche vor den Strömungen der Zeit zu schützen. In mehreren christlichen Vereinen und im kirchlichen Pressewesen war er führend tätig. Krabbe starb am 14. November 1873 in Rostock. Von seinem wissenschaftlichen Werk sind vier Bücher zur Rostocker Universitäts-, Kirchen- und Geistesgeschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit noch von Bedeutung. Im Einzelnen überholt, ist keines bisher ersetzt worden.

Helge Bei der Wieden

aus: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 146.


Dokumente/Anhang

Anhang:
Otto Karsten Krabbe (Ölgemälde von Theodor Schloepke, 1874(?), Porträtsammlung UAR)
krabbe_otto_pic.jpg
(44.5 KB) MD5 (als Portrait anzeigen)
Biographie (Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Univ. Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 146)
krabbe_otto_bgur23.html
(2.38 KB) MD5 (als Biogr. Artikel anzeigen)
Falkenberg, Paul: Die Professoren der Universität Rostock von 1600 bis 1900. Manuskript um 1900, S. 352 (UAR).
falkenberg_albumprof__p0352.jpg
(535 KB) MD5 (keine Anzeige)