Staude, Otto

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Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Otto Staude" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
https://purl.uni-rostock.de/cpr/00001126
(abgerufen am 15.07.2024)

Staude, Otto

Prof.
 
1888-1928 o. Professor für Mathematik
(Vorgänger, Nachfolger)
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staude_otto_pic2.jpg

(Langeintrag)

catalogue entry

Fakultät:
1888-1928 Philosophische Fakultät
Institut:
Mathematisch-physikalisches Seminar
Lehr- und Forschungsgebiete:
Geometrie, Funktionentheorie und Mechanik
Fachgebiet:
31 Mathematik


 weitere Vornamen:
Ernst Otto
Lebensdaten:
geboren am 27.03.1857 in Limbach (Sachsen)
gestorben am 10.04.1928 in Rostock
 Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater: Medizinalrat

Kurzbiographie:
1876 Abitur, Zwickau
1876-1882 Studium der Mathematik, Univ. Leipzig
1881 Oberlehrerprüfung, Leipzig
1883-1886 Privatdozent für Mathematik, Univ. Breslau
1886-1888 ao. Professor, ab 1887 o. Professor der angewandten Mathematik, Univ. Dorpat
1888-1928 o. Professor für Mathematik, Univ. Rostock
akademische Abschlüsse:
Promotion 1881 Dr. phil., Univ. Leipzig
Titel der Arbeit: Ueber lineare Gleichungen zwischen elliptischen Coordinaten.
Habilitation 1883 Univ. Breslau
Titel der Arbeit: Geometrische Deutung der Additionstheoreme der hyperelliptischen Integrale und Functionen erster Ordnung im System der confocalen Flächen zweiten Grades.

akademische Selbstverwaltung:
ab 1888 Institutsdirektor
1892-1893 Dekan
1900-1901 Dekan
1901-1902 Rektor
1909-1910 Dekan
1918-1919 Rektor
Mitglied der Prüfungskommission für Kandidaten des höheren Schulamts
weitere Mitgliedschaften:
Mitglied der Kaiserlich Leopoldinisch-Carolinischen Deutschen Akademie der Naturwissenschaftler
Ehrungen:
1888-1914 Kaiserlich-Russischer Staatsrat (legte 1914 den Titel ab)
1913 Geheimer Hofrat
1919 Dr. Ing. h.c., TH Darmstadt

Werke (Auswahl):
Die Focaleigenschaften der Flächen zweiter Ordnung. Ein neues Kapitel zu den Lehrbüchern der analytischen Geometrie des Raumes. Leipzig 1896.
Analytische Geometrie des Punktes, der geraden Linie und der Ebene. Ein Handbuch zu den Vorlesungen und Übungen über analytische Geometrie. Leipzig und Berlin 1905.
Analytische Geometrie des Punktepaares, des Kegelschnittes und der Fläche zweiter Ordnung. Leipzig und Berlin 1910.
Analytische Geometrie der kubischen Kegelschnitte. Leipzig und Berlin 1913.
Die kanonischen Gleichungen der Korrelationspaare und ihre Sonderfälle. Halle 1928.

Quellen:
Personalakte Otto Staude, UAR (Zuarbeit von Marie-Kristin Sobotta)
weitere Literatur:
Schur, Friedrich: Nachruf auf Otto Staude. In: Jahresbericht der Deutschen Mathematiker-Vereinigung 40 (1931), S. 219-223. (Link öffnen externer Link)
Deutsches Biographisches Archiv III 875,414,416 (WBIS) (Link öffnen externer Link)
Deutsches Biographisches Archiv II 1251,449-455 (WBIS) (Link öffnen externer Link)
Internet-Ressourcen:
Einordnung:
Epoche 1827-1918
Epoche 1918-1933

eingestellt / geändert:
10.11.2010, klabahn / 17.11.2022, administrator

bibliography

Dokument:

Staude wurde am 27. März 1857 in Limbach bei Chemnitz geboren und wuchs in Zwickau auf. In Leipzig studierte er Mathematik bei Felix Klein, Carl Neumann und Wilhelm Scheibner und habilitierte sich 1883 an der Universität Breslau, wo er vier Jahre als Privatdozent blieb. Im Jahr 1887 wurde er als Professor für angewandte Mathematik an die deutsche Universität in Dorpat berufen. 1888 übernahm er den durch den Weggang von Johann Martin Krause freigewordenen Lehrstuhl für Mathematik an der Universität Rostock. Hier entfaltete er eine umfangreiche Lehrtätigkeit, auch über Astronomie, die wegen der Klarheit seines Vortrags, der Gründlichkeit und Tiefe seiner Auffassung allgemein gerühmt wurde. 1919 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Darmstadt. In der Laudatio heißt es, daß die Ehrung im Hinblick auf die feinsinnigen funktionentheoretischen und analytischgeometrischen Untersuchungen erfolgte, durch die er ein der Anschauung schwer zugängliches Gebiet der Analysis geometrischer und kinematischer Anwendungen zugeführt habe. Weiterhin wurde seinen Lehrbüchern, die zur Verbreitung analytisch-geometrischer Kenntnisse wesentlich beigetragen haben, Anerkennung gezollt. Staude starb am 10. April 1928 in Rostock.

Wolfgang Engel

aus: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 182.


Dokumente/Anhang

Anhang:
Otto Staude (Ölzeichnung von Paul Moennich, 1908, Porträtsammlung, UAR)
staude_otto_pic.jpg
(79.1 KB) MD5 (als Portrait anzeigen)
Otto Staude (Foto, ohne Jahr, UAR)
staude_otto_pic2.jpg
(89.4 KB) MD5 (als Portrait anzeigen)
Bild (Unterschrift)
staude_otto_sig.jpg
(35.0 KB) MD5 (als Unterschrift anzeigen)
Biographie (Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Univ. Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 182)
staude_otto_bgur23.html
(1.62 KB) MD5 (als Biogr. Artikel anzeigen)
Falkenberg, Paul: Die Professoren der Universität Rostock von 1600 bis 1900. Manuskript um 1900, S. 444 (UAR).
falkenberg_albumprof__p0444.jpg
(481 KB) MD5 (keine Anzeige)