Luck, Herbert

go to site content


Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Herbert Luck" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
https://purl.uni-rostock.de/cpr/00002655
(abgerufen am 15.07.2024)

Luck, Herbert

Prof. Dr. sc. oec.
 
1951-1956 Dozent für das Gesellschaftswissenschaftliche Grundstudium
1956-1959 Professor mit vollem Lehrauftrag für Politische Ökonomie
1959-1963 Professor mit Lehrstuhl für Politische Ökonomie
1966-1969 Professor mit Lehrstuhl für Politische Ökonomie des Sozialismus
1969 Honorarprofessor für Politische Ökonomie
1974-1980 o. Professor für Politische Ökonomie des Sozialismus
(Vorgänger, Nachfolger)
luck_herbert_pic.jpg
luck_herbert_pic2.jpg

(Langeintrag)

catalogue entry

Fakultät:
1951-1963 Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
1966-1968 Ingenieurökonomische Fakultät
1968-1969 Sektion Sozialistische Betriebswirtschaft
1974-1980 Sektion Sozialistische Betriebswirtschaft
Institut:
Institut für Politische Ökonomie
Lehr- und Forschungsgebiete:
Theorie des Arbeitslohnes, Probleme der Seewirtschaft, Theorie der erweiterten Reproduktion, Politische Theorie und Kybernetik
Fachgebiet:
83 Volkswirtschaft
89 Politikwissenschaften


Lebensdaten:
geboren am 08.06.1923 in Suhl
gestorben am 28.07.1990 in Rostock
Familie:
Vater: Richard Luck (1894-1965), Büchsenmacher
Mutter: Else Luck (1897-1964)

Kurzbiographie:
1929-1937 Volksschulabschluss, Suhl
1937-1940 Lehre als Werkzeugmacher in Suhl
1941-1945 Wehrmacht, Kriegseinsatz in der Nachrichtentruppe, zuletzt Obergefreiter
1945-1947 Tätigkeit als Werkzeugmacher in verschiedenen Betrieben, Suhl
1947-1950 Studium der Politischen Ökonomie, Univ. Jena; delegiert von der SED
1950-1951 wiss. Assistent, Univ. Jena
1951-1963 Dozent, ab 1956 Professor für Politische Ökonomie, Univ. Rostock
1963-1966 Erster Sekretär und Vorsitzender der Ideologischen Kommission der SED-Bezirksleitung Rostock; weiterhin vollberechtigtes Mitglied des Rates der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Univ. Rostock
1966-1969 Professor für Politische Ökonomie des Sozialismus, Univ. Rostock
1969-1974 stellv. Vorsitzender der Bezirksplankommission des Bezirkes Rostock; Honorarprofessor für Politische Ökonomie, Univ. Rostock
1974-1980 Professor für Politische Ökonomie des Sozialismus, Univ. Rostock
1980 vorzeitige krankheitsbedingte Emeritierung
akademische Abschlüsse:
Studium 1950 Dipl.-Wirtschaftler, Univ. Jena
Promotion 1953 Dr. oec., Humboldt-Univ. Berlin
Titel der Arbeit: Die Wirkung des Wertgesetzes in der Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus in der DDR.
Habilitation 1955 Dr. rer. oec. habil., Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Die Entstehung der fronherrlichen Gutsherrschaft in Mecklenburg, ihre Wandlung zur kapitalistischen Junkerwirtschaft und die Lehren des Johann Heinrich von Thünen.

akademische Selbstverwaltung:
1951-1962 Prorektor für das Gesellschaftswissenschaftliche Grundstudium
1956-1957 Dekan
1956-1963 Institutsdirektor
1959-1963 Prodekan
1959-1963 kommissarischer Prorektor für den wissenschaftlichen Nachwuchs
1967-1968 Dekan
1968-1969 Sektionsdirektor
Funktionen:
ab 1958 Mitglied der Sektion Wirtschaftswissenschaften der Deutschen Akademie der Wissenschaften
ab 1963 Abgeordneter des Bezirkstages Rostock
ab 1969 Mitglied des Rates des Bezirkes Rostock
Ehrungen:
1959 Verdienstmedaille der DDR
1965 Theodor-Neubauer-Medaille
1969 Univ.-Ehrennadel
1973 Vaterländischer Verdienstorden in Silber
1980 Verdienter Hochschullehrer der DDR
Parteimitgliedschaften:
ab 1946 SED

Werke (Auswahl):
Zu einigen Fragen des Wirtschaftswachstums in Sozialismus. Rostock 1969.
Das Gesetz der wachsenden (organischen) Zusammensetzung der Fonds und seine Wirkungsweise im Sozialismus. Rostock 1981.

Quellen:
Personalakte Herbert Luck, UAR; zusammengestellt von Ronny Kietzmann, Rostock
weitere Literatur:
Seemann, Ulrich: Laudatio für Prof. Dr. sc. oec. Herbert Luck, in: Wilhelm-Pieck-Universität Rostock (Hg.): Produktivkraftentwicklung und intensive Reproduktion in der Theorie der politischen Ökonomie - Wissenschaftliches Kolloquium anlässlich des 60. Geburtstages von Prof. Dr. sc. oec. Herbert Luck. Rostock 1983.
Deutsches Biographisches Archiv III 582,222. (WBIS) (Link öffnen externer Link)
Internet-Ressourcen:
Einordnung:
Epoche 1945-1990

eingestellt / geändert:
11.11.2009, mglasow / 24.11.2022, rstephan

bibliography

Dokument:

Herbert Luck wurde am 8.6.1923 als Sohn eines Büchsenmachers und einer Arbeiterin/Hausfrau in Suhl (Thüringen) geboren. Nach dem Besuch der Volksschule Suhl von 1929 bis 1937 begann er eine Lehre als Werkzeugmacher, die er 1940 abschloss. Während des 2. Weltkrieges diente er in der Wehrmacht und geriet am 8.5.1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Aus dieser wurde er am 3.6.1945 entlassen.

Zwei Jahre später begann er ein Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, zu dem er von der SED delegiert wurde. Dort arbeitete er nach seinem Staatsexamen als wissenschaftlicher Assistent. Daraufhin wurde Luck im Jahr 1951 an die Universität Rostock delegiert, um die Funktion des ersten Prorektors für das gesellschaftswissenschaftliche Grundstudium zu besetzen. An der Humboldt-Universität zu Berlin promovierte er 1953 mit einer Dissertation zum Thema "Die Wirkung des Wertgesetzes in der Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus". Die Habilitation folgte 1955 zu dem Thema "Die Entstehung der fronherrlichen Gutsherrschaft in Mecklenburg, ihre Wandlung zur kapitalistischen Junkerwirtschaft und die Lehren des Johann Heinrich von Thünen".

In den Jahren zwischen 1951 und 1969 war Herbert Luck Prorektor für das gesellschaftswissenschaftliche Grundstudium, Dekan der Ingenieur-Ökonomischen Fakultät, nach Neugründung der Sektionen im Jahr 1968 Direktor der Sektion Sozialistische Betriebswirtschaft sowie Direktor des Instituts für Politische Ökonomie. Ab 1956 war er Professor mit vollem Lehrauftrag und ab 1959 Professor mit Lehrstuhl für Politische Ökonomie an der Universität Rostock. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte in der Politischen Ökonomie des Sozialismus waren: Theorie des Arbeitslohnes, Probleme der Seewirtschaft Theorie der erweiterten Reproduktion und Politische Theorie und Kybernetik.

Im Jahr 1946 trat er in die SED ein. Die Wahl zum hauptamtlichen Sekretär der Bezirksleitung Rostock der SED machte ihn verantwortlich für die ideologische Arbeit. Diese Funktion hatte er bis 1966 inne. Die hauptamtlichen Tätigkeiten Herbert Lucks in der SED unterbrachen sein Wirken als Professor mit Lehrstuhl zweimal: Als Erster Sekretär und Vorsitzender der Ideologischen Kommission der SED-Bezirksleitung Rostock blieb er jedoch weiterhin vollberechtigtes Mitglied des Rates der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Rostock. Während seiner Tätigkeit als Stellvertreter des Vorsitzenden in der Bezirksplankommission Rostock von 1969 bis 1974 war er Honorarprofessor für Politische Ökonomie. In den Jahren von 1974 bis 1980 war Herbert Luck als ordentlicher Professor an der Universität angestellt.

Ab 1963 war Herbert Luck Abgeordneter des Bezirkstages, ab 1969 Mitglied des Rates des Bezirkes. Außerdem wirkte er als Mitglied der Senatskommission für die 550-Jahrfeier der Universität Rostock. Seit 1958 gehörte Luck der Sektion Wirtschaftswissenschaften der Deutschen Akademie der Wissenschaften an. Zu seinen Ehrungen gehören die Verdienstmedaille der DDR, die Theodor-Neubauer-Medaille, die Universitäts-Ehrennadel, der Vaterländische Verdienstorden in Silber sowie die Auszeichnung als Verdienter Hochschullehrer der DDR. Am 1.7. 1980 erfolgte seine Abberufung als ordentlicher Professor der Universität Rostock. Aus gesundheitlichen Gründen geschah dies vorzeitig.

Herbert Luck verstarb am 28.7.1990.

 
Ronny Kietzmann, Studentenbeitrag aus dem Jahr 2009.

Dokumente/Anhang

Anhang:
Herbert Luck (Foto, 1955, UAR)
luck_herbert_pic.jpg
(49.9 KB) MD5 (als Portrait anzeigen)
Herbert Luck (Foto, 1963, Verabschiedung im Senat, UAR)
luck_herbert_pic2.jpg
(46.5 KB) MD5 (als Portrait anzeigen)
Bild (Unterschrift)
luck_herbert_sig.jpg
(26.0 KB) MD5 (als Unterschrift anzeigen)
Dokument (Biographischer Artikel von Ronny Kietzmann, 2009)
luck_herbert_bio.html
(4.67 KB) MD5 (als Biogr. Artikel anzeigen)