(Langeintrag)
Katalogeintrag
Fakultät:
| 1956-1958 |
Philosophische Fakultät |
Institut:
| Historisches Institut für mittlere und neuere Geschichte und für historische Hilfswissenschaften |
Lehr- und Forschungsgebiete:
| Agrargeschichte Mecklenburgs und Preußens |
Lebensdaten:
| geboren
am
10.06.1914
in
Frankfurt am Main
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|
gestorben
am
14.06.1958
in
Rostock
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Familie:
| Vater: |
Paul Nichtweiss (1875-1962), Postinspektor |
| Mutter: |
Emma Nichtweiss (1875-1973), geb. Rothe |
Kurzbiographie:
| 1933 |
Abitur, Frankfurt am Main |
| 1933-1935 |
Studium, Hochschule für Lehrerbildung Bonn |
| 1935-1937 |
Wehrdienst in einem Infanterieregiment |
| 1937-1939 |
Volksschullehrer in Frankfurt am Main, Ailertchen und Gemünden (beide Westerwald) |
| 1939-1948 |
Wehrmacht, zuletzt Oberleutnant der Reserve, 1943 Gefangennahme in Stalingrad, ab 1944 Lektor und Assistent an Antifa-Schulen in der UdSSR |
| 1940 |
2. Lehrerprüfung, Volksschule Gemünden |
| 1949-1952 |
Dozent für Geschichte und Fachgruppenleiter für Gesellschaftswissenschaften, Arbeiter-und-Bauernfakultät (ABF), Humboldt-Univ. Berlin |
| 1951-1956 |
wiss. Aspirant für Politische Ökonomie, 1954 Wahrnehmungsdozent für Allgemeine Geschichte der Neuzeit, Humboldt.-Univ. Berlin |
| 1956-1958 |
Professor für Deutsche Geschichte der Neuzeit, Univ. Rostock |
| 1958 |
Suizid |
akademische Abschlüsse:
| Studium |
1935 |
1. Prüfung für das Lehramt an Volksschulen, Hochschule für Lehrerbildung Bonn |
| Promotion |
1954 |
Dr. phil., Humboldt-Univ. Berlin
Titel der Arbeit: Das Bauernlegen in Mecklenburg bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts im Lichte der marxistisch-leninistischen Lehre von der ursprünglichen Akkumulation des Kapitals. |
| Habilitation |
1958 |
Dr. phil. habil., Humboldt-Univ. Berlin
Titel der Arbeit: Die preußisch-deutsche Politik gegenüber den ausländischen Wanderarbeitern in der Landwirtschaft der östlichen und mittleren Gebiete des deutschen Reichs von 1890-1914. |
akademische Selbstverwaltung:
| 1956-1958 |
kommissarischer Institutsdirektor |
| 1957-1958 |
kommissarischer Fachrichtungsleiter Geschichte |
Werke (Auswahl):
| Das Bauernlegen in Mecklenburg. Eine Untersuchung zur Geschichte der Bauernschaft und der zweiten Leibeigenschaft in Mecklenburg bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Berlin 1954. |
| Beiträge zur Geschichte der Beziehungen zwischen dem deutschen Volk und den Völkern der Sowjetunion. Berlin 1954. |
| Die ausländischen Saisonarbeiter in der Landwirtschaft der östlichen und mittleren Gebiete des Deutschen Reiches. Ein Beitrag zur Geschichte der preussisch-deutschen Politik von 1890-1914. Berlin 1959. |
Quellen:
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Personalakte Johannes Nichtweiss, UAR
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weitere Literatur:
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Mertens, Lothar: Lexikon der DDR-Historiker. München 2006, S. 455-456.
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Gerber, Theophil: Persönlichkeiten aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Veterinärmedizin. Bd. 2, 2. Aufl., Berlin 2004, S. 527.
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Rehabilitierungsausschuß der Universität Rostock: "Wer in der SED ist, ist der ärmste Mensch." Vor 23 Jahren setzte Prof. Johannes Nichtweiß, Direktor des Historischen Instituts seinem Leben ein Ende: Rostocker Universitäszeitung Nr. 12/1991, S. 3.
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Sauer, Hans: Wer denkt an die, für die niemand spricht und die selbst nicht mehr sprechen können? Zur Erinnerung an Ilse und Johannes Nichtweiß: Studienhefte zur mecklenburgischen Kirchengeschichte, Heft 3 1990, S.29-40.
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Heitzer, Heinz; Bartel, Horst: Wegbereiter der DDR-Geschichtswissenschaft. Berlin 1989, S. 169-181. [siehe DBA]
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Langer, Jens: Im Sommer `58: Mecklenburgische Kirchenzeitung Nr. 49 vom 3.12.1989, S. 3.
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Ammer, Thomas: Universität zwischen Demokratie und Diktatur. Ein Beitrag zur Nachkriegsgeschichte der Universität Rostock, Köln 1969, S. 110 f.
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Deutsches Biographisches Archiv (DBA) III 664, 116-133. (WBIS)
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Nachlass Johannes Nichtweiss im UAR
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eingestellt / geändert:
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17.06.2010, mglasow
/
17.11.2022, administrator
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Dokumente/Anhang
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