(Langeintrag)
Katalogeintrag
Fakultät:
| 1934-1945 |
Medizinische Fakultät |
| 1954-1961 |
Medizinische Fakultät |
Institut:
| Pharmakologisches Institut |
Lehr- und Forschungsgebiete:
| Sportphysiologie, Pharmakologie, Toxikologie |
Lebensdaten:
| geboren
am
09.09.1892
in
Weimar
|
|
gestorben
am
08.10.1972
in
Rostock
|
Familie:
| Vater: |
Dr. med. Wilhelm Ruickoldt (1849-1915), Arzt |
| Mutter: |
Marta Ruickoldt (1855-1940), geb. Schenk |
Kurzbiographie:
| 1911 |
Abitur, Weimar |
| 1911-1920 |
Studium der Humanmedizin, Univ. München und Göttingen |
| 1914-1919 |
Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg, zuletzt: Bataillonsarzt, ab 1918 englische Kriegsgefangenschaft |
| 1920-1921 |
Volontärassistent, Univ.-Kinderklinik München |
| 1921 |
Facharzt für Kinderheilkunde |
| 1921-1930 |
Assistent am Pathologischen Institut, ab 1923 am Pharmakologischen Institut der Univ. Rostock |
| 1923 |
Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie |
| 1930-1934 |
Assistenzarzt, ab 1931 Privatdozent und 1. Assistent am Pharmakologischen Institut der Univ. Göttingen |
| 1934-1945 |
o. Professor für Pharmakologie, Univ. Rostock |
| ab 1939 |
Einsatz in Rostocker Reservelazaretten, 1940 Unfall bei einer Luftschutzübung, anschließend schwere Kinderlähmung und bis 1944 Klinikaufenthalte |
| 1945-1954 |
wegen NS-Belastung entlassen, Gastarzt an der Univ.-Kinderklinik und beratender Arzt an der Beratungsärztlichen Dienststelle der Staatlichen Sozialversicherung, ab 1948 niedergelassener Kinderarzt in Rostock |
| 1954-1961 |
nach Rehabilitierung [siehe Anhang] Professor mit Lehrstuhl für Pharmakologie, Univ. Rostock |
| 1962 |
Ruhestand |
akademische Abschlüsse:
| Studium |
1920 |
Medizinisches Staatsexamen, Univ. München |
| Promotion |
1921 |
Dr. med., Univ. München
Titel der Arbeit: Über das Vorkommen hypertrophischer Muskulatur bei Hypothyreosen. |
| Habilitation |
1931 |
(Pharmakologie), Univ. Göttingen |
akademische Selbstverwaltung:
| 1934-1940 |
Institutsdirektor |
| 1936-1937 |
Prorektor |
| 1937-1941 |
Rektor |
| 1944-1945 |
Institutsdirektor |
| 1945 |
zweimonatige Vertretung des Rektors |
| 1945 |
Mitglied des Akademischen Senats |
| 1954-1961 |
Institutsdirektor |
Funktionen:
| 1922-1930 |
Leiter der Sportärztlichen Beratungsstelle beim Amt für Leibesübungen der Stadt Rostock |
| ab 1924 |
Mitbegründer des Deutschen Sportärztebundes, ab 1932 Mitglied des Zentralvorstandes und anschließender Zweiter Vorsitzender |
| ab 1933 |
Mitglied der SA, dort verschiedene ärztliche Tätigkeiten, zuletzt: SA-Sanitätsobersturmbannführer |
| 1934-1937 |
Landesgewerbearzt für Mecklenburg |
| ab 1935 |
beratender Sportarzt für "Kraft durch Freude" |
Quellen:
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Personalakte Ernst Ruickoldt, UAR
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Buddrus, Michael; Fritzlar, Sigrid: Die Professoren der Universität Rostock im Dritten Reich. München 2007, S. 339-341.
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weitere Literatur:
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Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Univ. Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 214. [Anhang]
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Einordnung:
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Epoche
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1933-1945 |
|
Epoche
|
1945-1990 |
eingestellt / geändert:
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01.06.2006, editorCP
/
17.11.2022, administrator
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Biographie
Dokument:
Ernst Emil Christian Ruickoldt, geboren am 9. September 1892 in Weimar, studierte Medizin in München und Göttingen. Nach seiner Teilnahme am ersten Weltkrieg, Staatsexamen und Facharztausbildung für Kinderheilkunde in München ging er 1921 nach Rostock und war zunächst Assistent am Pathologischen Institut. 1923 wechselte er zum Pharmakologischen Institut über, dessen Direktor damals E. Frey (gest. 1960) war. 1930 ging Ruickoldt zurück an das Göttinger Pharmakologische Institut, wo er sich 1931 habilitierte und bis 1934 als Oberarzt blieb. Am 1. April 1934 als Professor für Pharmakologie und Toxikologie an die Universität Rostock berufen, wurde er 1937 zum Rektor gewählt und hielt im gleichen Jahr seine Rektoratsrede über "Wandlungen der Giftgefährdung". Seine Vorlesungen erfreuten sich bald großer Beliebtheit bei den Studierenden, so daß sie üblicherweise bis zum Schluß des Semesters bis auf den letzten Platz besetzt waren. Kurz nach Beginn des zweiten Weltkriegs verunglückte er und zog sich eine schwere Verletzung zu, der eine Poliomyelitiserkrankung folgte. Dadurch zum Schwerbeschädigten geworden, wurde er am 27. Oktober 1945 aus dem Universitätsdienst entlassen, weil er nach seiner Wahl zum Rektor Mitglied der NSDAP geworden war. Von 1948 bis 1954 war er als Facharzt für Kinderheilkunde in eigener Praxis in Rostock tätig. Im Jahr 1954 erneut als Professor für Pharmakologie und Toxikologie an die Universität Rostock berufen, konnte er bis 1962 wieder den pharmakologischen Unterricht erteilen. Besondere Verdienste erwarb sich Ruickoldt durch den Aufbau der forensischen Blut-Alkohol-Bestimmung für Mecklenburg. Er starb am 8. Oktober 1972 in Rostock.
Werner Teichmann
aus: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 214.
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Dokumente/Anhang
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Anhang:
| Ernst Ruickoldt (Foto, 1954, UAR) |
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ruickoldt_ernst_pic.jpg (57.0 KB) MD5
(als Portrait anzeigen)
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| Lebenslauf (1954, Personalakte, UAR) |
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ruickoldt_ernst_cv.pdf (368 KB) MD5
(keine Anzeige)
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| Schriftenverzeichnis (bis 1954, Personalakte, UAR) |
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ruickoldt_ernst_bib.pdf (493 KB) MD5
(keine Anzeige)
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| Berufungsvorschlag (1954, Personalakte, UAR) |
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ruickoldt_ernst_berufungsvorschlag.pdf (380 KB) MD5
(keine Anzeige)
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| Einschätzung der Kaderabteilung (1954, Personalakte, UAR) |
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ruickoldt_ernst_einschaetzung.pdf (640 KB) MD5
(keine Anzeige)
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| Biographie (Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Univ. Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 214) |
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ruickoldt_ernst_bgur23.html (2.06 KB) MD5
(als Biogr. Artikel anzeigen)
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