Aepinus, Angelius Johann Daniel

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Empfohlene Zitierweise:
Eintrag von "Angelius Johann Daniel Aepinus" im Catalogus Professorum Rostochiensium,
https://purl.uni-rostock.de/cpr/00000441
(abgerufen am 16.06.2026)

Aepinus, Angelius Johann Daniel

Prof.
 
1740 Privatdozent für Philosophie und schöne Künste
1746-1760 Professor der Eloquenz (herzoglich)
1760-1763 Professor der Logik und Metaphysik an der Univ. Bützow
(Vorgänger, Nachfolger)
aepinus_angelius_johann_ daniel_pic.jpg

(Langeintrag)

Katalogeintrag

Fakultät:
1746-1760 Philosophische Fakultät
1760-1784 Universität Bützow, Philosophische Fakultät
Fachgebiet:
90 Gelehrte


Lebensdaten:
geboren am 10.05.1718 in Rostock
gestorben am 28.02.1784 in Rostock
 Konfession:
evangelisch
Familie:
Vater: Franz Albert Aepinus (1673-1750), Professor der Theologie, Univ. Rostock (Link öffnen Link)
Mutter: Agnesa Aepinus, geb. Dörcksen
Bruder: Franz Ulrich Theodosius Aepinus (1724-1802), Physiker, Astronom, Professor an der Berliner Akademie der Wissenschaften, später an der Petersburger Akademie

Kurzbiographie:
1732-1739 Studium, Univ. Rostock, ab 1738 Univ. Jena
1740 Privatdozent für Philosophie und schöne Künste, Univ. Rostock
1746-1760 herzoglicher Professor der Eloquenz, Univ. Rostock
1760-1763 Professor der Logik und Metaphysik, Univ. Bützow
1763-1784 residierender Hofrat, Rostock, formeller Professor in Bützow ohne Lehrtätigkeit
akademische Abschlüsse:
Promotion 1739 Mag. art., Univ. Rostock
Titel der Arbeit: Philosophica Sui Ipsius Abnegatio, Quam.

akademische Selbstverwaltung:
1750-1751 Dekan
1750-1751 Prorektor
1753-1754 Dekan
1757-1758 Dekan
1757-1758 Rektor
1760-1761 Dekan
Funktionen:
1761 Dekan, Univ. Bützow
1763-1764 Rektor, Univ. Bützow
1763-1784 Hofrat
1763 Mitglied der Kommission zur Untersuchung der Streitigkeiten zwischen dem Herzog und der Stadt
ab 1775 Geheimer Kammerrat
Herausgeber der Zeitschrift Gelehrte Nachrichten auf das Jahr 1752-1763
weitere Mitgliedschaften:
1743 Königlich Deutschen Gesellschaft in Greifswald
1762 Churfürstlich-Mayntzische Akademie der Wissenschaften zu Erfurt

Werke (Auswahl):
Consentiente Amplissimo Philosophorum Ordine, De Vulgarium Opinionum Usu Poetico. Rostock 1744.
Gedächtnis-Rede auf die vor vierhundert Jahren geschehene Erhebung des Durchlauchtigsten Mecklenburgischen Regier-Hauses zur Reichs-Herzoglichen Hoheit. Rostock 1748.
Dem beglückten Hervorgang der Charlotte Sophie ward folgendes Singgedicht gewidmet und aufgeführt von dem musikalischen Collegio. Rostock 1756.
Nachricht von mecklenburgischen goldenen Münzen. Schwerin 1763.
Richtige und bestätigte Nachricht von des wayland Proselyten, Ferdinand Ambrosius Fidlers, Lebensgeschichte und Schicksalen in Mecklenburg: Zur Belehrung des Publici über das sogenannte Fidlerische Vermächtniß an seine Freunde und Feinde, und desselben Vorbericht, ans Licht gestellet. Rostock 1783.

Quellen:
Personalakte Angelius Johann Daniel Aepinus, UAR
weitere Literatur:
Koppe, Johann Christian: Jetztlebendes gelehrtes Mecklenburg. 1. Stück, Rostock, Leipzig 1783, S. 1-9. (Link öffnen externer Link)
Krey, Joh. Bernh.: Andenken an hiesige Gelehrte 1. Stück (1814): S. 15 ; Anhang (1816): S. 25
Krey, Joh. Bernh.: Beiträge zur mecklenburgischen Kirchen- und Gelehrtengeschichte Erster Band (1818): S. 24, S. 48
Internet-Ressourcen:
Einordnung:
Epoche 1563-1827
Epoche 1760-1789 (Bützow)

eingestellt / geändert:
23.09.2009, klabahn / 17.11.2022, administrator

Biographie

Dokument:

Aepinus wurde am 10. Mai 1718 in Rostock geboren. Die gräzisierte Form des ursprünglichen Familiennamens Hoch/Hoeck geht auf die Renaissance zurück, in der sein Vorfahr Johann Hoeck (gest. 1553), als Theologe wichtig für die Reformation in Hamburg, die Änderung vornahm. Als Sohn des Theologen Franz Albert Aepinus (gest. 1750) nahm er bereits mit zwölf Jahren das Studium in Rostock auf. Eine Bildungsreise führte ihn 1738 nach Mitteldeutschland, wo er sich im Sommersemester in Jena einschrieb. Dem Wunsch des Vaters folgend, kehrte er nach Rostock zurück, wo er 1739 den Magister-grad erwarb und seit 1740 über Philosophie und schöne Künste las. 1746 folgte die Bestallung zum Professor der Beredsamkeit. Aepinus hatte zahlreiche Nebenämter an der Universität inne und erwarb sich als deren Bibliothekar große Verdienste. Der Konflikt der Stadt Rostock mit dem Herzog, der 1760 die aus landesherrlichen Kassen besoldeten Professoren zur Gründung der kurzlebigen Friedrichs-Universität nach Bützow abzog, bedeutete die Spaltung der Hochschule, für Aepinus die Versetzung nach Bützow. Dort konzipierte er die Statuten und führte Berufungsverhandlungen für neue Professuren, ohne sich allerdings intensiver zu engagieren. Bei Einrichtung einer herzoglichen Kommission in Rostock, die die Streitigkeiten zwischen Stadt und Landesherren untersuchen sollte, nutzte Aepinus 1763 die Gelegenheit zur Rückkehr nach Rostock und ließ sich zum dort residierenden Hofrat ernennen. Formell Professor in Bützow, las er jedoch, den Rostocker Amtspflichten den Vorzug gebend, nicht mehr. Von seinen Schriften behielt bleibenden Wert die 1754 gedruckte Urkundensammlung zu den Gerechtsamen der Universität. Daneben gab Aepinus als Zeitschrift die "Gelehrten Nachrichten auf das Jahr 1752-1763" in Rostock, später in Bützow heraus. Zu seiner Zeit galt er als der beste Kenner der Münzkunde Mecklenburgs. Aepinus starb, seit 1775 Geheimer Kammerrat, am 25. April 1784 in Rostock.

Niklot Klüßendorf

aus: Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Universität Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 118.


Dokumente/Anhang

Anhang:
Angelius Johann Daniel Aepinus (Ölgemälde, Porträtsammlung, UAR)
aepinus_angelius_johann_ daniel_pic.jpg
(87.3 KB) MD5 (als Portrait anzeigen)
Falkenberg, Paul: Die Professoren der Universität Rostock von 1600 bis 1900. Manuskript um 1900, S. 197 (UAR).
falkenberg_albumprof__p0197.jpg
(504 KB) MD5 (keine Anzeige)
Biographie (Hartwig, Angela; Schmidt, Tilmann (Hg.): Die Rektoren der Univ. Rostock 1419-2000. Rostock 2000 (BGUR 23), S. 118)
aepinus_angelius_bgur23.html
(2.36 KB) MD5 (als Biogr. Artikel anzeigen)
Bild (Unterschrift)
aepinus_angelius-johann-daniel_sig.jpg
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